Porträt

laut.de-Biographie

Manu Chao

1961 in Paris als Sohn spanischer Eltern geboren, lernt Manu Chao bereits früh, was es heißt zwischen den Kulturen zu leben. Sein Vater, zunächst selbst als Musiker aktiv, war vor dem faschistischen Franco-Regime geflohen und machte sich in seiner Heimat bald als einer der wenigen Franco-kritischen Jounalisten einen Namen.

Manu Chao selbst wird zunächst als Leadsänger von Mano Negra bekannt, einer innovativen, vor allem aber ungeheuer energetischen französischen Combo. Mano Negra, 1988 von Chao und seinem Bruder Antoine gegründet, erspielt sich auf vier Alben mit einer Art World Punk mit afro-karibischen, lateinamerikanischen und mediterranen Rhythmen eine feste Fangemeinde.

Nach der Auflösung der Band 1994 begibt sich der kreative Kopf zunächst auf eine längere Südamerikatour und sodann ins Studio, um die Reiseimpressionen auf Platte zu bannen. Das Ergebnis ist "Clandestino" (1998, dt.: Flüchtling, Reisender ohne Pass), eine ausgesprochen schöne und eingängige Melange aus Mano Negra-Zitaten und spanisch-südamerikanischen Einflüssen, die klassische Rockgitarre mit mexikanischen Marriachibläsern in Einklang bringt und auch vor nahezu babylonischem Sprachgewirr nicht zurück schreckt.

Kein Wunder also, dass zunächst Spanier und Franzosen auf den furiosen Latino-Dub aufmerksam werden. Von dort gelangt die Kunde von Chaos Solodebüt zunächst in die Schweiz, schwappt dann nach und nach über die Grenze, um schließlich, mit einem knappen Jahr Verspätung, "Bongo Bong" auch noch in Deutschland zu einer Art Sommerhit zu machen.

2001 erscheint sein zweites Album "Proxima Estaciòn: Esperanza". Reggae-Einflüsse und die südamerikanischen Stilrichtungen, dazu ein Schuss Nordafrika: Einer der 17 neuen Titel ist auf Französisch, einer auf Portugiesisch, einer auf Arabisch, zwei auf Englisch, neun auf Spanisch und einer auf Portuñol, einer Mischsprache aus Spanisch und Portugiesisch, wie sie von den Menschen, die in den Grenzgebieten leben, gesprochen wird. "Genau meine Welt!", wie Chao erklärt.

2004 nimmt Chao eine CD mit chanson-artigen Liedern auf, die in Frankreich zusammen mit dem Kinderbuch "Sibérie M'était Contéee" erscheint.
Dabei lernt er einen neuen Job: "Den eines Buchmachers. Es ist gar nicht so einfach. Die Zeichnungen von Wozniak waren schnell entstanden, wie auch die Texte, aber wie sollten wir sie platzieren? Welches Papier sollten wir nehmen? Ich habe vor lauter Betrachten fast mein Augenlicht verloren", sagt er im Interview mit laut.de.

Aufgrund vieler Projekte, unter anderem eine CD mit Amadou & Mariam, dauert es sechs Jahre, bis eine neue CD unter eigenem Namen erscheint. Mit "La Radiolina" (2007) geht der umtriebige Musiker ganz mit der Zeit und stellt seine erste Singleauskopplung vorab ins Netz. Das Ergebnis: Die Auskopplung "Rainin' In Paradize" wird in nur zwei Wochen über eine Viertelmillion mal runtergeladen.

Von der triumphalen Tour, die folgt, legt das aus zwei CDs und einer DVD bestehenden Livealbum "Baionarena" (2009) ein mitreißendes Zeugnis ab.

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Southside 2001 Manu Chao auf dem Southside-Festival 2001

Manu Chao auf dem Southside-Festival 2001, Southside 2001 | © LAUT AG (Fotograf: ) Manu Chao auf dem Southside-Festival 2001, Southside 2001 | © LAUT AG (Fotograf: ) Manu Chao auf dem Southside-Festival 2001, Southside 2001 | © LAUT AG (Fotograf: ) Manu Chao auf dem Southside-Festival 2001, Southside 2001 | © LAUT AG (Fotograf: ) Manu Chao auf dem Southside-Festival 2001, Southside 2001 | © LAUT AG (Fotograf: )

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