Porträt

laut.de-Biographie

Falko Brocksieper

Zum Studium kommt Falko Brocksieper Anfang der 90er Jahre nach Köln. Bald schon sind die zahlreichen Clubs und Bars viel interessanter als die Vorlesungen. House und Techno sind die Leidenschaften, die fortan sein Leben bestimmen. Zunächst noch in der Konsumentenrolle, wird Brocksieper nach einigen Zeit als DJ und später dann auch als Produzent aktiv. Bei einem seiner DJ-Gigs trifft er mit Michaela Grobelny alias M.I.A. eine verwandte Seele.

Musikalisch liegen die beiden auf einer Wellenlänge. Chicago und Detroit sind genauso wichtige Einflüsse, wie die Kölner Minimal-Schule. Für seine Produktionen verwendet Brocksieper gerne analoge Synthesizer und andere in die Jahre gekommen Gerätschaften. Entsprechend warm klingen die Sounds, manchmal auch eine Spur unpräzise. Zudem spannt er in seinen Tracks immer mal wieder den Bogen hin zu dreckigen Acid-Sounds.

Die erste Produktion von Brocksieper erscheint 2001 auf dem Label Sub-Static. Den Imprint hat er im Jahr zuvor mit M.I.A. gegründet. Zu den Artists des Labels gehören zu Beginn Christian Morgenstern, Unai, Rene Breitbarth sowie M.I.A. und Falko Brocksieper selbst. Später sind Produzenten wie die beiden Kanadier Mathew Jonson und Sid LeRock, KiddazFM-Chef DJ Emerson und der Franzose Shonky mit Releases auf Sub-Static zu Gast.

Im Gegensatz zu vielen Produktionen aus Köln setzt Brocksieper von Beginn an konsequent auf Melodien in seinen Tracks. Diese werden in den folgenden Jahren unter anderem auch auf Marcel Janovskys Treibstoff Label, Jay Haze Tuning Spork Records und Resopal Schallware veröffentlicht. 2003 gründet Brocksieper mit M.I.A. das Label Karloff und veröffentlicht sein Debütalbum "Hoax Deluxe", auf dem er seine Vorliebe für deep gefederte analoge Basslines zelebriert.

Um die gleiche Zeit zieht er von Köln nach Berlin. 2004 und 2005 veröffentlicht Brocksieper kaum neues Material. Dafür arbeitet er unter anderem als Remixer für Gabriel Ananda, Soultek, Alphawezen und Basteroid. Danach nimmt seine Produzentenkarriere langsam wieder Fahrt auch und 2008 erscheint mit "Heavy Day" das zweite Album.

Alben

Falko Brocksieper - Heavy Day: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2008 Heavy Day

Kritik von Daniel Straub

Hier wird im Studio noch richtig geschwitzt. (0 Kommentare)

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