Porträt

laut.de-Biographie

Gabriel Ananda

Ist der Knoten mal geplatzt, dann fügt sich eines ganz wie von selbst zum anderen. Für den in Köln lebenden DJ, Produzenten und Labelbetreiber Gabriel Ananda trifft diese Feststellung zweifellos zu. 2000 startet er mit der EP "For Love" seinen eigenen Imprint Karmarouge, der sich in der Szene mit seinen minimalistisch groovenden Tracks schnell zum Geheimtipp weit über den Kölner Raum hinaus auswächst.

2004 landet Gabriel Ananda mit seinem Track "Süssholz" einen der Clubhits des Sommers und schließt das überaus produktive Jahr im Winter mit dem Release seines Debütalbums "Tai Nasha No Karosha" erfolgreich ab. Der Longplayer schielt unverhohlen auf die Dancefloors der Clubs, setzt auf funktionale Direktheit und funkigen Tanzgenuss.

Richtig ins Rollen kommt die Karriere von Gabriel Ananda mit seinem Umzug nach Köln 1999. Zwar wird ihm die musikalische Ader mit in die Wiege gelegt, doch als Musiker seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, bleibt zunächst ein Traum. Ein Traum, für den Ananda hart arbeitet: Eine Zeit lang lässt er Cello-Unterricht über sich ergehen, bis ihn schließlich das Grungefieber packt. Nirvana heißen seine unumstrittenen Idole, bis er 1995 in Berlin ein Set von Sven Väth zu Ohren bekommt.

Jene Nacht bleibt dem introvertierten Kölner als Erweckungserlebnis in Erinnerung. Kurz darauf verdrängen Synthesizer die Gitarre. Elektronische Musik ist fortan Anandas Lebensinhalt. Zwei Jahre darauf veröffentlicht er auf dem Kasseler Label Hörspielmusik die Maxi "The Daylight Comes". Danach wird es wieder still um Ananda.

2000 lässt er mit seinem Label Karmarouge und Releases auf Utils und Shot wieder von sich Hören. Ananda etabliert sich in den folgenden Jahren als gefragter Produzent, der es versteht, sein reduziertes Klangdesign mit viel Tiefe und Atmosphäre aufzuladen. Beim Kölner Label Trapez kommt er damit bestens an. Daneben gastiert er als Punk Ananda auf dem Festplatten-Imprint der Gebrüder Teichmann oder gefällt mit verschobenen Akufen-Sounds auf Platzhirsch.

Mal kommen seine Beats dunkel und bedrohlich daher, wie zum Beispiel auf seiner "Black Coffee"-EP. Dann wieder schwingen sich die Tracks scheinbar spielerisch in luftige Höhen auf und überzeugen mit einer sanften Brise Pop-Appeal. Sein 2004er Hit "Süssholz" schafft es gar in die Plattentasche von Idol Väth, der den Track auf seiner Compilation "Sound Of The Fifth Season" zu Ehren kommen lässt.

2005 veröffentlicht Ananda mit "Ihre Persönliche Glücksmelodie" einen weiteren Smashhit. Im Jahr darauf erscheint bei Platzhirsch Schallplatten die EP "Miracel Whop" und im März 2007 veröffentlicht er sein zweites Album "Bambusbeats".

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