Porträt

laut.de-Biographie

Dominic Miller

Sting, in dessen Band er seit 1991 festes Mitglied ist, bezeichnet Dominic Miller als "meine rechte und meine linke Hand". Deshalb wirkt er seit "The Soul Cages" 1991 bei jeder CD-Produktion des Edelpop-Übervaters mit, langt bei jeder Tournee in die Saiten und leistet mit seiner sanften und unaufdringlichen Kreativität einen erheblichen Beitrag zur Sting'schen Klangästhetik. Gemeinsam komponieren sie den Song "Shapes Of My Heart", der auf Stings 1993er Album "Ten Summoner's Tales" erscheint und zum Hit avanciert.

Zwei Jahre vor "The Soul Cages" trifft Miller auf den Produzenten Hugh Padgham, der seiner Karriere die entscheidende Wende verleiht: Er ermöglicht ihm, auf Phil Collins' Album "But Seriously" mitzuwirken. Von da an geht es stetig bergauf. Die Namensliste der Musikerkollegen und -kolleginnen, die seine Dienste in Anspruch nehmen, ist schier unendlich und gespickt von wohlklingenden Namen.

Kostprobe gefällig? Level 42, The Pretenders, Manu Katché, Paul Young, Boyzone, Chris Botti, Chuck Loeb, Manu Dibango, Tina Turner, Backstreet Boys, Youssou N'Dour, Donovan, Ronan Keating, Steve Winwood, Sheryl Crow, Peter Gabriel, Rick Wright, Rod Stewart und Luciano Pavarotti heißen nur die Schwergewichte unter seinen Kooperationspartnern.

Zur Welt kommt Dominic Miller 1960 in Buenos Aires in Argentinien. Zehn Jahre später zieht seine Familie in die USA, weitere fünf Jahre danach beginnt er, sich der Gitarre zu widmen. Der akademische Umgang mit Musik während seines Studiums, wo zu seinen Kommilitonen unter anderem Geiger Nigel Kennedy und Mike Lindup (Level 42) zählen, ist ihm allerdings bald zu staubig und er sucht sein Glück als Livemusiker.

Nicht suchen. Finden, lautet seine Devise. So erobert Miller mit seinem gefühlvollen und virtuosen Spiel schnell die Herzen des Publikums und seiner Kollegen, bis ihm 1989 oben erwähnter Produzent Hugh Padgham über den Weg läuft. Nicht nur als Sideman ist Dominic Miller aktiv.

Bereits 1995 veröffentlicht er sein erstes Soloalbum "First Touch". Aber erst mit seinem fünften Solowerk, dem 2004 erscheinenden "Third World", werden Fachpresse und Publikum endgültig auf ihn als Solointerpreten aufmerksam.

Er erntet euphorische Kritiken, in denen Begrifflichkeiten wie Grazie, Anmut und Sinnlichkeit zum Standardvokabular der Rezensenten gehören. "Fourth Wall" (2006) und "In A Dream" (2009), die zwischen Jazz und Pop die sinnlichen Aspekte des Menschseins in zarte Klänge kleiden, werden seinem Ruf mehr als gerecht. Darüber hinaus unterhält Miller ein eigenes 'Gelegenheitstrio' namens The Tweeters, in dem Manu Katché am Schlagzeug sitzt.

2012 präsentiert Dominic Miller nach längerer Abwesenheit "Fifth House", worauf er sich neben den Mitgliedern seiner Live-Band auch Unterstützung von den Drummern Vinnie Colaiuta, Jimmy Johnson, sowie Yaron Herman (Keyboard) und Bassmann Pino Palladino holt. Die Faszination seiner Klanggebilde beruht wie immer auf seiner Spontaneität - und auf einer fantastischen Gruppe internationaler Musiker an seiner Seite.

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