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Als die Beatles 1968 auf der Suche nach Erleuchtung ins indische Rishikesh reisen, sind sie nicht die einzigen Promis am Hofe des bärtigen Gurus Maharishi Mahesh Yogi. Während sie die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, darf sich neben der Schauspielerin Mia Farrow und Mike Love von den Beach Boys auch der Folk-Sänger Donovan ohne große Ablenkungen seinem Seelenheil widmen.
1946 als Donovan Phillips Leitch im schottischen Glasgow geboren, tritt er als 19-Jähriger in der populären TV-Sendung "Ready Steady Go!" auf und feiert mit "Catch The Wind" sowie "Colours" seine ersten Single-Erfolge. Seine Auftritte mit Akustikgitarre und Mundharmonika bringen ihm den unbeliebten Titel "britischer Bob Dylan" ein, mit dem er die folgenden Jahre zu kämpfen hat – vor allem, nachdem auch er zum Folk-Rock umschwingt.
Der unlautere Vergleich tut Donovans Popularität auf beiden Seiten des Atlantiks keinen Abbruch. Mit "Sunshine Superman" steht er 1966 an der Spitze der US-Singlecharts. Bis 1969 nimmt er mit dem Produzenten Mickie Most seine bekanntesten Alben und Stücke auf, zu denen "Mellow Yellow", "Hey Gyp", "Hurdy Gurdy Man" und "Atlantis" gehören.
In seine produktivste Zeit fällt auch der Aufenthalt in Rishikesh, während dem er mit den Beatles zusammen arbeitet. So soll er John Lennon eine neue Zupftechnik beigebracht haben , davor schon hatte er bei "Yellow Submarine" und "A Day In The Life" mitgewirkt.
Die Verbindungen zu prominenten Musikern umfasst auch die Jeff Beck Group, mit der er 1969 das Album "Barabajagal" aufnimmt, und Brian Jones, den er zu Beginn seiner Karriere im Studio kennen lernt und dessen Ex-Freundin Linda Lawrence er 1970 heiratet.
Als 1969 die Zusammenarbeit mit Most endet, sinkt Donovans Stern rapide. Er versucht sich mehr oder weniger erfolglos als Schauspieler, unter anderem 1971 als Hauptdarsteller in "Der Rattenfänger". 1973 gelingt es ihm zum letzten Mal, mit dem Album "Cosmic Wheels" (wieder in Zusammenarbeit mit Most) in die Charts zu kommen.
Seitdem gibt er nur noch gelegentlich Konzerte und nimmt vereinzelte Alben auf. Das bekannteste davon ist "Sutras" (1996), produziert und finanziert von seinem langjährigen Fan Rick Rubin. 2003 erhält Donovan einen Ehrendoktor von der University of Hertfordshire, 2011 soll er in die Rock'n'Roll Hall Of Fame aufgenommen werden.
Ritual Groove (2010), Brother Sun, Sister Moon (2004), Beat Café (2004), Sixty Four (2002), The Pied Piper (2002), Rising Again (live) (2001), Sutras (1996), The Children of Lir (1994), Donovan Rising (1990), Lady of the Stars (1984), Love Is Only Feeling (1981), Neutronica (1980), Donovan (1977), Slow Down World (1976), 7-tease (1975), Live in Japan: Spring Tour 1973 (1973), Cosmic Wheels (1973), Essence to Essence (1973), HMS Donovan (1971), Open Road (1970), Barabajagal (1969), The Hurdy Gurdy Man (1968), Donovan in Concert (1968), For Little Ones (1967), Wear Your Love Like Heaven (1967), A Gift from a Flower to a Garden (1967), Mellow Yellow (1967), Sunshine Superman (1966), What’s Bin Did and What’s Bin Hid (1965), Fairy Tale (1965)
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