Porträt

laut.de-Biographie

The Zutons

"Wir wollten immer so sein wie Sly & The Family Stone, die Talking Heads oder Devo", so Zutons-Sänger und Gitarrist David McCabe. Richtig an dieser Aussage ist zumindest, dass der junge Fünfer aus Liverpool mächtig mit den verschiedensten Genres jongliert. Country-, Surf-, Rock- und obendrein noch Funk- und Soul-Anleihen finden sich in ihrem Soundkosmos wieder.

Während man die Band hierzulande erstmals im Frühjahr 2004 im Zuge der Veröffentlichung des Debütalbums "Who Killed The Zutons?" wahrnimmt, klingen im Vereinigten Königreich schon Ende 2002 erste Zutons-Töne über den Äther. "Devil's Deal" heißt jene Debütsingle, die die Herren McCabe, Boyan Chowdhury (g), Sean Payne (dr, Bruder des The Stands-Sängers Howie) und Russell Pritchard (b) einklampfen, übrigens alles Kinder des Jahrgangs 1980/81. Erst später stößt Abi Harding (Spätzünder, 1984) zur Truppe, die ihnen das soundtypische Saxophon-Spiel verpasst.

Da sie mit Deltasonic auf dem selben Label veröffentlichen wie die Liverpooler Fusions-Kollegen von The Coral, stempelt die britische Presse die Newcomer auch nach der zweiten Single "Creepin' An' A Crawlin'" noch als schlechtere The Coral ab. Also schließt sich das Quintett die zweite Hälfte von 2003 im Londoner Studio ein, um den Monsterplayer "Who Killed The Zutons?" einzuspielen, der später mit einem trashigen Horror-Comiccover veredelt werden sollte.

Hinterm Mischpult sitzt Ex-Lightning Seeds-Mann Ian Broudie, der schon The Corals Kompositionen veredelte. Anfang 2004 erscheint als erstes Ergebnis der Sessions der dunkel-treibende Soulrocker "Pressure Point", der prompt zur "ersten guten Singles des Jahres 2004" vom NME geadelt wird. Im Frühjahr folgt die erste Headliner-Tour durch England und auch drei deutsche Clubs stehen auf dem Spielplan. In zwei deutschen Städten eröffnen die Zutons außerdem für die Sportfreunde Stiller.

Der große Erfolg stellt sich indes zumindest hierzulande nicht ein. Zu mächtig die Siegeszüge der Inselnachbarn Franz Ferdinand und Libertines. Ende 2005 zehrt die Band dafür von ihrem exzellenten Live-Ruf in der Heimat und darf bei den U2-Konzerten in München und Nizza als erste Vorgruppe neben Keane eröffnen.

2006 steht mit "Tired of Hanging Around" der zweite Zutons-Longplayer in den Startblöcken. Das ohnehin starke Selbstbewusstsein der fünf Liverpooler verstärkt diesmal Stephen Street (Smiths, Blur, Kaiser Chiefs), der die neuen, fett produzierten Kompositionen mit seinem Know-How veredelte.

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