Porträt

laut.de-Biographie

The Stands

Der erste Fixpunkt in der Bandgeschichte der Stands ist ein Konzert an Weihnachten 2001. Ein junger Liverpooler Songwriter namens Howie Payne schart seinen Bruder Sean (heute Drummer bei der NME-Hype-Band The Zutons) und einigen andere Musiker (Robbie, der zu der Zeit bei einer Band mit dem merkwürdigen Namen Hokum Clones an der Gitarre steht, und Martin Campbell am Bass) um sich. Im kultigen Bandwagon Club spielen sie ihren ersten Gig.

Zuvor spielt Bandleader Payne vornehmlich im Schlafzimmer, wo er zur Akustik-Gitarre seine Lieder dem Bettgestell vorsingt. Dies sind vor allem Traditionals und früher Blues. Aus diesen kristallisiert Howie nach einiger Zeit die Essenz für einen guten Song heraus und beginnt, eigene zu schreiben. Da beginnt er zum ersten Mal darüber nachzudenken, eine Band zu gründen. Heraus kommt der Weihnachts-Gig.

Die Leute sind begeistert. The Coral hatten inzwischen bewiesen, dass die Indie-Kids wieder auf breitflächige Retro-Klänge stehen. "Time was definitely now", beschließt Howie Payne, lässt sich und seinen Songs aber Zeit zum Reifen.

Im folgenden Jahr wächst ein festes Line-Up der Stands zusammen, so dass nun Howie Payne singt und Gitarre spielt, Luke Thomson ebenfalls sechs Saiten zupft, Dean Ravera am Bass steht und Steve Pilgrim hinter den Drums. Man lädt sie zu Gigs in ganz England ein, und die Band nimmt die Angebote dankbar an.

Währenddessen beginnen sie über die Aufnahmen zum Debüt nachzudenken. Sie wollen selbstbestimmt arbeiten. Ihre Angst vor der übermächtigen Hand der Plattenfirmen ist so groß, dass sie beschließen, ihr Album in Eigenregie aufzunehmen.

Noch bevor sie damit beginnen, kommt es zu einem glücklichen Zusammentreffen. Noel Gallagher hört sie im Bandwagon Club und ist begeistert. Er lädt sie in sein Studio in Buckinghamshire ein. Er möchte unbedingt bei den Aufnahmen dabei sein. "Noel ist ein super Typ. Er saß die ganze Zeit in der Ecke und sagte immer wieder 'Das ist großartig'", schwärmt Howie.

Kurz bevor sie mit den Aufnahmen fertig sind, unterschreiben sie beim englischen Label Echo. Die erst Single "When This River Rolls Over You" geht im August 2003 straight in die englischen Top 40. Das Anfang 2004 erscheinende Album verbindet amerikanische Westcoast-60s mit Beatles-Anleihen.

Schon ein Jahr später, im Juli 2005, sind The Stands mit "Horse Fabulous" am Start. Zu diesem Zeitpunkt hat sich die britische Hype-Maschinerie aber bereits andere Opfer gesucht. Irgendwie scheint die Luft raus zu sein.

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