Porträt

laut.de-Biographie

Secret Discovery

Die Brüder Kai (voc) und Falk Hoffmann (g) gründen 1989 zusammen mit Mathias Glathe (b) und Michael Gusky (g) in Bochum die Band Secret Discovery. Schon im November desselben Jahres erscheint "Way To Salvation", eine Eigenproduktion, die nur auf Vinyl und in einer Stückzahl von 500 Kopien erhältlich ist. Die Platte mit dem darauf praktizierte Gothik-Rock ist innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Bei diversen Größen wie The Fair Sex, Cassandra Complex und auch Phillip Boa etablieren sie sich im Vorprogramm. 1990 fahren sie mit Invincible Spirit sogar ein kleinere Spanien-Tour und haben mit Roland Wolf inzwischen auch einen Drummer dabei.

Ihre konsequente Arbeit zahlt sich aus, denn im folgenden Jahr tingeln sie nicht nur mit Shock Therapy durch Deutschland, sondern ergattern auch einen Deal mit dem Saarbrücker HTR-Records Label. Auf diesem erscheint '92 das Debüt "Darkline", auf dem aber Tom Thüs die Drums vermöbelt, der kurz vor den Aufnahmen Roland ersetzt. Mit Invincible Spirit geht es danach durch Deutschland, diverse Einzelgigs mit Love Like Blood, Cassandra Complex und Girls Under Glass folgen. Schon ein Jahr später stehen sie mit "Into The Void" wieder in den Startlöchern und zeigen sich musikalisch deutlich gereift. Die Vergleiche mit den Sisters Of Mercyoder Fields Of The Nephilim bleiben nicht aus, deren Nachfolge-Band Rubicon spielen sie bei gemeinsamen Auftritten aber locker an die Wand.

Nachdem sie mit den Marionettes durch Deutschland getourt sind, geht es an die Arbeiten zum nächsten Album, das Ende März 1994 über das Bochumer Soundfactory Label erscheint. "Wasted Dreams" spielt jedoch eine veränderte Besetzung ein, denn mit Dirk Schulz stößt ein zweiter Gitarrist zum Line-Up. Er nimmt den vakanten Posten von Michael ein, der zu Wasted Dreams abwandert. Der Sound gerät folglich etwas gitarrenlastiger, kann aber immer noch voll überzeugen, was die Band auf der Europa-Tour mit Christian Death auch eindrucksvoll beweist. Doch danach plagen Secret Discovery einige Personalprobleme. Sie machen sich auch auf die Suche nach einem größeren Label, das sie schließlich mit GUN Records finden. Mit Lars Graebe hinter den Drums und Scholli an der zweiten Klampfe spielen sie "Question Of Time" ein, das Mitte Februar '96 erscheint.

Die Songs des neuen Albums haben deutlich mehr Druck. Für die Europa-Tour mit Crematory, Moonspell und The Gathering holen sie sich an den Keys Verstärkung in Person von Dirk Riegner. Auch im Vorprogramm von Rammstein treten Secret Discovery auf und verwirklichen im September einen kleinen Traum, indem sie mit dem Folkwangener Orchester die EP "Philharmonic Diseases" auf den Markt bringen. Da Rage zu dieser Zeit gerade mit dem Lingua Mortis Orchester unterwegs sind, bietet sich die Gelegenheit, zusammen auf Tour zu gehen und die Stücke auch live darzubieten.

Im April '97 steht schon das nächste reguläre Studioalbum "Slave" in den Regalen, wobei sie auf dem Dynamo Open Air noch mal die Gelegenheit erhalten, die Klassik-Stücke mit Orchester zu performen. Überhaupt stehen in jenem Jahr jede Menge Live-Aktivitäten auf dem Plan, denn zunächst sind sie mit Dark, Sundown, Therion, Sentenced und My Dying Bride unterwegs, ehe sie im Herbst erneut die Koffer packen und mit Lacrimosa, Darkseed und The Gallery losziehen. "Slave" spielt die Band nur mit Falk an der Gitarre ein, da die Zeit mit dem zweiten Klampfer Scholli alles andere als angenehm war. Von der Coverversion "Slave To The Rhythm" (Grace Jones) kommt eine Single raus, die sehr schnell zum Club-Hit avanciert und der Anfang '98 die EP "Follow Me" folgt, auf der auch zwei neue Tracks enthalten sind.

In diesem Jahr beschränken Secret Discovery sich auf einige Festivals (Zillo, Bizarre, Crossing All Over) und bringen im Frühjahr '98 mit "You Spin Me Round" (Dead Or Alive) eine weitere Coverversion als Single raus. Im selben Monat erscheint auch die Best Of mit dem bezeichnenden Namen "The Final Chapter", auf der vier brandneue Tracks enthalten sind, die aber als ein Lebewohl herhalten müssen, da sich Secret Discovery nach diesem Album in aller Freundschaft auflösen.

Kai und Falk betätigen sich ab 2001 in ihrem neuen Projekt Alice2, von einer Reunion reden eigentlich nur die trauernden Fans. Um so überraschender ist dann die Nachricht, dass sich 2002 im Secret Discovery-Camp wieder was tut, denn die beiden Hoffmann-Brüder haben sich mit den alten Kollegen Mattes Glathe, Dirk Riegner und Lars Graebe zusammen getan und sich mit einem Kerl namens Ramses Razmjoo einen zweiten, sehr guten Gitarristen geangelt - so absolvieren sie sporadisch einige Gigs und basteln auch an neunen Songs.

Mitte Januar 2004 ist es dann endlich so weit: Das nagelneue Album "Pray" steht als Digi-Pack in den Läden. Musikalisch hat sich so gut wie nichts geändert, außer einer praktischeren Kurzhaarfrisur der beiden Brüder bekommt man von Secret Discovery immer noch, was man erwartet, nämlich allerfeinsten Gothik Rock. Auf eine ausgedehnte Tour wartet man allerdings vergeblich, denn bis auf ein paar Dates mit Oomph! und Exilia, Einzelgigs und ein paar Festivalauftritte, spielen sie nur noch Ende des Jahres mit Nightwish, Tiamat und einigen anderen auf den beiden Weihnachts-Festivals.

2005 sieht es allerdings noch dünner aus, denn da sieht man sie gerade einmal Anfang des Jahres auf einem Benefiz-Konzert für Ärzte ohne Grenzen auf der Bühne. Dafür stehen sie im Sommer schon wieder im Studio, um das nächste Album vorzubereiten. Leider verlässt Mattes Glathe im Dezember die Band aus zeitlichen Gründen. Seinen Platz nimmt Martin Hirsch ein, der auch schon auf dem neuen Album zu hören ist. Dieses hört auf den Namen "Alternate" und ist ab Ende Februar zu haben. Mit Unheilig sind sie Ende Februar, Anfang März dann mal wieder für ein paar Konzerte unterwegs.

Alben

Secret Discovery - Alternate: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2006 Alternate

Kritik von Michael Edele

Poppigere Klänge und weniger Raum für die Gitarre. (0 Kommentare)

Secret Discovery - Pray: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2004 Pray

Kritik von Michael Edele

Gelungenes Comeback des Sextetts aus Bochum. (0 Kommentare)

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