Porträt

laut.de-Biographie

Richard Swift

Richard Swift ist einer talentierten Künstler, deren Sprung ins Rampenlicht nie recht gelingen mag. Mit seinem 2007er-Album "Dressed Up For The Letdown" stellt der amerikanische Singer/Songwriter und Multi-Instrumentalist das Musizieren endgültig ins Zentrum seines Schaffens. Er ist aber darüber hinaus auch Produzent und widmet sich dem Drehen von Kurzfilmen.

Richard Swift - The Atlantic Ocean
Richard Swift The Atlantic Ocean
Verspielte Pop-Kirmes des Alleskönners.
Alle Alben anzeigen

Seine Kindheit verbringt er auf einer abgelegenen Farm in Minnesota und beginnt irgendwann, sich als Autodidakt der Musik zu nähern. Als Teenager experimentiert er mit Aufnahmetechniken des Vierspurgeräts seines Stiefbruders und komponiert erstmals eigene Songs. Als Fünfzehnjähriger konsumiert er gierig Songs von My Bloody Valentine, Nick Drake und Paul McCartney, die sein musikalisches Schaffen prägen.

Seine musikalische Laufbahn beginnt mit der kalifornischen Indierock-Formation Starflyer 59, in der er als Keyboarder tätig ist und mit der er 2003 das Album "Old" veröffentlicht. Gegründet wird diese Band 1993 von Jason Martin, dem Kopf der Band, der auch die Songs schreibt. Schon bald stellt sich heraus, dass Starflyer 59 Swift nicht den Raum geben kann, sein kreatives Potenzial in angemessener Form zur Geltung zu bringen.

Daraus ergibt sich bald die Idee, als Soloartist zu arbeiten, um die eigenen musikalischen Vorstellungen konsequenter umsetzen zu können. Nach dem kurzen Gastspiel bei Starflyer 59 perfektioniert Swift sein Keyboardspiel, arbeitet als Studiomusiker und einem Ambient-Elekronik-Projekt namens Instruments Of Science And Technology und komponiert Lieder für ein Soloalbum.

Immer wieder plagen den Familienvater Richard zu jener Zeit Zweifel darüber, ob die Musik wohl dazu geeignet sei, seiner Frau und dem gemeinsamen Kind finanzielle Sicherheit zu garantieren, oder ob es nicht vielmehr einen egoistischen Akt der Selbstverwirklichung darstellt: "Ich hätte wahrscheinlich einen anderen Beruf ausüben und damit glücklich werden können oder mir einreden können, glücklich zu sein. Aber ich glaube einfach, dass die Musik meinem Leben seinen Sinn gibt."

In Eigenregie veröffentlicht er 2003 sein Debütalbum "The Novelist" in limitierter Auflage. Anschließend ist er bei dem Label Secretly Canadian unter Vertrag, das 2005 erneut das Debüt Swifts und das Zweitwerk "Walking Without Effort" als Boxset unter dem Titel "The Collected Works Of Richard Swift Vol. 1" auf den Markt bringt. Von der Musikpresse wird das Werk gefeiert, die Verkaufszahlen bleiben aber weit hinter den Erwartungen der Label-Verantwortlichen zurück. In den USA tourt er nach einem überzeugenden Auftritt auf dem SXSW-Festival 2006 in Austin, Texas mit Künstlern wie My Morning Jacket, Two Gallants, Nina Nastasia, den Cold War Kids oder Wilco.

Stilistische Limitierungen und die Orientierung an Trends sind dem vielseitigen, schwarzhumorigen Künstler fremd. Ob als sensibler Songwriter mit Entertainer-Qualitäten ("Dressed Up For The Letdown"), als Garagenrocker ("Richard Swift As Onasis I & II") oder als eklektizistischer Pop-Konstrukteur ("The Atlantic Ocean"): Richard Swift offenbart sich immer wieder als Pop-Chamäleon auf hohem Niveau.

Alben

  • Richard Swift

    Offizielle Homepage.

    http://www.richardswift.us/
  • Musictowers

    Interview mit Swift vom März 2007.

    http://www.musictowers.com/news/interviews/interview-what-is-richard-swift-trying-to-do-to-me/
  • MySpace

    Hörproben, Freunde und Infos.

    http://www.myspace.com/richardswift

Noch keine Kommentare