Porträt

laut.de-Biographie

Maroon

Im ehemaligen Osten geht in Sachen Hardcore/Metalcore doch einiges. Nachdem es Heaven Shall Burn vorgemacht haben, denken sich Shouter Andre Moraweck, sein Bruder Tom-Eric (Bass), die beiden Gitarristen Sebastian Grund und Marc Zech sowie Drummer Tobias Dohle, dass sie das auch können. In Thüringen, genauer gesagt in Nordhausen, gründen sie 1998 die Band Maroon. Allerdings teilen sie nicht nur die Musik als gemeinsame Leidenschaft, alle leben vegan und straight-edge.

Maroon - Order
Maroon Order
Alte Nüsse, die sich die Hupen raufen ...
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Musikalisch sehen sie sich in der Tradition von Hardcore-Bands wie Earth Crisis oder Morning Again, verbinden diese Einflüsse aber mit Metal-Klängen der Marke At The Gates, The Haunted, Maiden, Slayer oder Dismember. Im April 2000 nehmen Maroon ihre Debüt-EP "Captive In The Room Of The Conspirator" auf und stehen im Anschluss zu jeder sich bietenden Gelegenheit auf der Bühne. Schon im Winter des selben Jahres nehmen sie mit ihren Kumpels von Self Conquest die Split-CD "The Key" auf. Erneut folgen zahllose Liveauftritte mit Acts wie Heaven Shall Burn, Caliban und Madball.

Im November 2001 machen sie sich schließlich an ein erstes vollständiges Album, das unter dem Titel "Antagonist" auch in den Staaten über Catalyst Records erscheint. Zu der Zeit rappelt es im Line-Up, Tobi verlässt die Band. Mit Nick Wachsmuth an den Drums geht es erneut ans Werk, und nach einer Tour durch Südamerika wechseln Maroon in Frühjahr 2003 zu Alveran Records, dem europäischen Ableger von Eulogy Records. Die legen "Antagonist" direkt noch mal neu auf, obwohl die Jungs eigentlich schon genügend Material für das nächste Album parat haben.

So geht es dieses Mal zu Tue Madsen (Mnemic/Jerkstore/uva.) in die Antfarm Studios, wo sie "Endorsed By Hate" aufnehmen. Nach den Aufnahmen steigt auch Marc aus, dessen Platz Sebastian Rieche einnimmt. Nachdem die Scheibe auf dem Markt ist, geht es mit Bands wie Hatebreed, Agnostic Front, Sepultura oder den Kumpels von Heaven Shall Burn ausgiebig auf Tour. Das zahlt sich aus, denn im Frühjahr 2005 veröffentlichen Abacus Records die Scheibe auch in den Staaten. Als Bonus gibt es noch zwei Videoclips vom Auftritt auf dem With Full Force Festival 2004.

Nach ein paar Abstechern mit Cataract geht es im Frühling '05 mit Downset und Demean erst durch Europa und dann wieder ins Studio. Inzwischen haben Maroon einen Deal mit Century Media und somit einen weltweiten Vertrieb. Noch bevor die neue Scheibe in den Regalen steht, drehen sie schon wieder die ersten Runde mit Obituary und Samael durch deutsche Hallen. "When Worlds Collide" ist schließlich ab Ende März 2006 zu erhalten. Als Gastsänger haben sich Maroon Mikkel Sandager (Mikkel Sandager), Roger Miret (Agnostic Front) und Barney Greenway ins Studio geholt.

Um die neue Scheibe auch richtig zu promoten, geht es zunächst mit Strapping Young Lad im Juni durch die Lande und wenig später mit The Black Dahlia Murder durch England, dann quer durch Europa. Bis Ende des Jahres sind die Thüringer kaum mehr daheim. Eine geplante Tour für den April 2007 durch Südamerika fällt leider ins Wasser, doch so bleibt eben schon Mitte Mai wieder Zeit fürs Studio.

Zwei Monate später sind die Aufnahmen im Kasten, und die ersten Festival-Dates stehen. So sind Maroon sowohl auf dem Rock Hard, als auch in Wacken, dem Summer Breeze und dem With Full Force vor Ort. Als "The Cold Heart Of The Sun" Mitte Oktober in den Regalen steht, haben sie die die Tour mit As I Lay Dying, Darkest Hour und Himsa schon hinter sich gebracht.

Nachdem sie erneut den Großteil von 2007 und die erste Hälfte von 2008 auf Tour waren, nehmen Maroon sich für den Rest des Jahres eine Auszeit und arbeiten intensiv an neuen Songs. Dabei folgen sie einmal mehr dem Prinzip, unbekannte Wege auszuprobieren, ohne die Wurzeln dabei zu verleugnen. So legen sie mit "Order" im April 2009 ein paar handfeste Überraschungen vor.

Sebastian Rieche und Nick Wachsmuth verkünden im April 2011 ihren Ausstieg. Die Suche nach Ersatz dauert etwas. Erst 2012 heißt es, dass Steven Holl und Benjamin Kühnemund die freien Slots übernehmen würden. Hernach wird es wieder etwas stiller um die Jungs, ehe im Dezember 2013 dann der Hammer kommt: Maroon lösen sich auf.

"Nach 16 Jahren, fast 1000 Konzerten und der besten Zeit unseres Lebens haben wir uns entschlossen die Band aufzulösen! Natürlich ist es sehr schwer etwas aufzugeben was den größten Teil unseres Lebens seit unserer Jugend
ausgemacht hat, aber manchmal gibt es einfach kein Zurück. Es gibt verschiedene Gründe die zu dieser Entscheidung geführt haben, aber wir wollen euch damit nicht zu Tode langweilen und sagen: 'Manche Abschiede bedeuten Lebewohl!'

Einen Dank an Euch alle für diese unvergessliche Zeit! Einen Gruß an alle Marooniacs auf der Welt!

Andre, Sebastian & Tom

Einen der vermutlich letzten Auftritte werden sie auf dem Summer Breeze 2014 absolvieren.

Alben

Maroon - Order: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2009 Order

Kritik von Michael Edele

Alte Nüsse, die sich die Hupen raufen ... (0 Kommentare)

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Maroon auf dem Summer Breeze 2007 Shouter André ist ne passinierte Drecksau.

Shouter André ist ne passinierte Drecksau., Maroon auf dem Summer Breeze 2007 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Shouter André ist ne passinierte Drecksau., Maroon auf dem Summer Breeze 2007 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Shouter André ist ne passinierte Drecksau., Maroon auf dem Summer Breeze 2007 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Shouter André ist ne passinierte Drecksau., Maroon auf dem Summer Breeze 2007 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele)
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