Porträt

laut.de-Biographie

Ludacris

Pünktlich zum Aufstieg des Dirty South-Raps hat sich ein gewisser Chris Bridges aka Ludacris an die Spitze dieser Bewegung gesetzt. Seine Vorgehensweise war und ist dabei so simpel wie plausibel: Nummer Eins-Hits am Fließband abliefern, aber bloß den Spaß dabei nicht vergessen. Der Vorzeige-Entertainer mit Spaß-Garantie kommt aus dem Süden und nennt sich Luda.

Geboren am 11. September 1977 in Champaign, Illinois, nehmen ihn seine noch jungen Eltern früh auf College- und Block-Partys mit. Klein-Luda rockt schon damals oft das Haus und ist von der Tanzfläche kaum weg zu kriegen. Künstler wie Cameo, Frankie Beverly and Maze haben es dem gerade mal zehn Lenze alten Steppke besonders angetan. Zwei Jahre später zieht er mit seiner Familie nach Atlanta um. Auf der College Park's Banneker High School beginnt er, sich via Freestyles zu batteln. Später verlagern sich die Reimorgien auf Talentwettbewerbe und Clubs.

Danach ergattert er einen DJ-Job beim Hip Hop-Sender Hot 97.5. Unter dem Namen DJ Chris Lova Lova spart er genug Geld, um auf eigene Faust via Disturbing Tha Peace Entertainment das Independent-Album "Incognegro" unter die Leute zu bringen. Zuvor hatte ihn bereits Hochkaräter Timbaland für einen Kurzbesuch auf sein Album "Tim’s Bio" geladen. Durch seine Beziehungen zu den Radiostationen erreicht die Singleauskopplung "What's Your Fantasy" mit 500 Rotationen pro Woche einen enorm hohen Bekanntheitsgrad in Atlanta. "Incognegro" verkauft sich daraufhin in drei Monaten 30.000 Mal. Dieser Erfolg lässt unter anderem Rap-Veteran Scarface nicht kalt, der mittlerweile als Präsident von Def Jam South fungiert.

Das Angebot, das ihm Scarface unterbreitet, kann sich der 22-jährige Nachwuchs-Emcee natürlich nicht entgehen lassen. So erscheint 2000 sein Debüt "Back For The First Time". Über zwei Millionen Einheiten gehen über die Ladentische und heben Ludacris über Nacht in die erste Garde der Rapstars. Es folgen ungezählte Features (darunter bei Nate Dogg, Jermaine Dupri, Fat Joe, Missy Elliott). Ludacris ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Die Game-Übernahme durch den amerikanischen Süden ist gerade im Gange und Ludacris kämpft ganz vorne an der Spitze. Mit seinen nachfolgenden Alben etabliert er sich mehr und mehr an vorderster Front. Neben den Top-Namen des Spiels taucht Luda als gern gesehener Feature-Partner auf und landet ein ums andere Mal auf Platz Eins der amerikanischen Charts.

Auch die Nebengeschäfte laufen ansehnlich: Ludacris' langjährige Crew Disturbing Tha Peace mausert sich dank der Erfolge von Chingy und Bobby Valentino. Außerdem entdeckt Ludacris das Filmgeschäft für sich. Nachdem er bereits 2000 einen Auftritt in "The Wash" absolviert, spielt er in "2 Fast 2 Furious" seine erste Hauptrolle und ist mit "L.A. Cash" und "Hustle & Flow" in zwei Oscar-prämierten Blockbustern zu sehen.

Nebenher hält sich Luda durch eine Auseinandersetzung mit einem gewissen Bill O'Reilly im Gespräch. O'Reilly ist eine wahre Größe im amerikanischen News-Fernsehen, hierzulande etwa vergleichbar mit Tagesthemen-Urgestein Ulrich Wickert. Als Brausegetränk-Gigant Pepsi einen riesigen Werbe-Deal mit Ludacris ankündigt, wettert der erzkonservative News-Mann so massiv gegen dieses Vorhaben, dass Pepsi den Deal platzen lässt. O'Reilly befindet, der Rapper werfe ein schlechtes Bild auf den Konzern, da er zu Gewalt und Drogenmissbrauch aufrufe, von massiver Frauenverachtung mal ganz abgesehen. Kurze Zeit später gibt Pepsi ihren neuen Werbeträger bekannt: Ozzy Osbourne! Die Hip Hop-Szene und besonders die afro-amerikanische Gemeinschaft sieht in den verbalen Attacken eine stark rassistische Motivation.

Ludacris Erfolg bleibt bestehen. 2004 etwa kommt man weltweit an der Usher-Single "Yeah!", an der Ludacris maßgeblich beteiligt ist, nicht vorbei. Und auch die Folge-Alben zeigen den Rapper als Vorzeige-Entertainer mit Vorzeige-Flow. Mit seinem sechsten Album "Release Therapy" verlässt er ein wenig die Spur und versucht sich als ernstzunehmender Rapper, muss aber schnell einsehen, dass dies nicht im Sinne seiner Fans ist. Von einem Flop kann nicht gesprochen werden, trotzdem kann die Szene mit einem reifen Ludacris weit weniger anfangen, als mit dem üblichen Spaßvogel und rappenden Teufelskerl, den er erneut 2008 auf "Theater Of The Mind" gibt.

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Pressefotos Everybody hates Chris? Vom wegen!

Everybody hates Chris? Vom wegen!, Pressefotos | © Disturbing Tha Peace (Fotograf: ) Everybody hates Chris? Vom wegen!, Pressefotos | © Disturbing Tha Peace (Fotograf: ) Everybody hates Chris? Vom wegen!, Pressefotos | © Disturbing Tha Peace (Fotograf: ) Everybody hates Chris? Vom wegen!, Pressefotos | © Disturbing Tha Peace (Fotograf: )

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