Porträt

laut.de-Biographie

Chingy

"I like the way you do that right thurr, right thurr. Swing your hips when you're walkin', let down you're hurr, let down your hurr. I like the way you do that right thurr, right thurr. Lick your lips when you're talkin', that make me sturr."

Chingy, der Schmusekater des Rap, schnurrt im Sommer 2003 mit seinem softig bouncenden "Right Thurr" den Frauen reihenweise um die kleine Schnauze. Der smarte, aknelose Nelly-Klon aus St. Louis ist der Lady Lover von Ludacris' Disturbing Tha Peace-Posse. Wie Nelly wächst Chingy in St. Louis auf. Bereits mit acht Jahren verbringt der als Howard Bailey Jr. am 9. März 1980 geborene Rapper viel Zeit in den lokalen Musikstudios. "Ich liebte den Sound der Musik so sehr", erinnert er sich. Chingy beginnt, bei seinen Besuchen nebenher zu rappen. Zu seinen frühen Vorbildern zählen Eastcoast-Denkmäler wie LL Cool J oder Run DMC und G-Funker wie Snoop Dogg und DJ Quik. Nur mit der Namensfindung hapert es, erste Versuche wie Thugsy oder H-Thugs verlieren gegen die Zeit.

Als er Jahre später sein Chingy-Synonym gefunden hat, steigt er zur lokalen Berühmtheit in St. Louis auf, die ihn 2002 einen Platz im Vorprogramm von Nachbar Nelly einbringt. Auf Tour sammelt er wertvolle Erfahrungen. "Ich habe aufgepasst, wie die Dinge laufen. Von Autogrammstunden über Tourbusse bis zum Backstage-Benehmen. Es war ja alles neu für mich", so Chingy.

Nach der Konzertreise geht Chingy ins Studio, um sich mit dem "Right Thurr" auch auf Platte vorzustellen. Dass der Song bis auf Platz drei der Billboard Charts vorstürmt, kommt selbst im Angesicht von Nelly- und Dirty South-Erfolgen überraschend. Kein Club kann sich dem geschnurrten R entziehen. "Ich gehe gerne in Clubs. Ich bin eine Fun-Person. Ich versuche, mich nicht von irgendwelchen Sachen runterreißen zu lassen. Deshalb steckt in den Clubsongs eine ganze Menge von mir selbst."

Sein Debüt "Jackpot" erreicht ebenfalls Platin-Status. Im Februar 2004 bringt er sich mit der dritten Single-Auskoppelung "Holidae In" in Zusammenarbeit mit Snoop Dogg und Ludacris nachhaltig in Erinnerung.

Doch etwa ein Jahr später erklärt der Jungspund aus dem amerikanischen Süden die Geschäftsbeziehung zu Ludacris und seinem Disturbing Tha Peace-Label für beendet. Neben verwunderten Fans ist auch Mentor Luda die Überraschung ins Gesicht geschrieben. Es soll keinen Streit gegeben haben, und wieso Chingy ihn verlassen hat, weiß er auch nicht, aber er warte geduldig auf eine Erklärung, statet er im Interview mit allhiphop.com. Eine Aussprache hat Chingy aber nicht im Kopf, vielmehr ist er mit der Promotion für sein zweites Studioalbum "Powerballin" beschäftigt, das er mit Hilfe von Capitol 2004 an die froh erwartenden Fans verteilt. An den Erfolg von "Jackpot" kann Album Nummer zwei jedoch nicht anschließen.

Business schreibt der tüchtige Jungunternehmer trotzdem groß. Mit Slot-A-Lot Records fährt er seine eigene Plattenfirma an den Start, das in erster Linie seinen jüngeren Cousin Young Spiffy in die Mühlen der Industrie führen soll.

Der dritte Streich "Hoodstar" erscheint im September 2006 nach einer zweijährigen Pause, in der sich Mr. Ching-A-Ling noch einen Beef mit Nelly und den Ghetto Boyz liefert. Außerdem bringt er seine Schaupielkarriere in "Scary Movie 4" auf Vordermann. Dem einen oder anderen dürfte auch der Vorfall bei den US Porno Adult Video News Awards in Erinnerung sein, als bei Chingys Perfomance lauter Transvestiten mit ihm die Bühne teilten.

Der Karriere ist auch das nicht zuträglich - auch "Hoodstar" dümpelt in niederen Verkaufsrängen und Chingy avanciert zum Opfer des schnelllebigen Musikzirkus'. "Hoodstar" macht lumpige 75.000 Einheiten – mit Abstand das schlechteste Ergebnis für den St. Louisianer. Chingy verlässt enttäuscht Capitol Records und macht den Major für die ausbleibenden Verkaufszahlen verantwortlich.

In schweren Zeiten hält man gerne mal kurz inne und besinnt sich auf die guten alten Tage, sprich: Man begräbt alte Kriegsbeile und kehrt reumütig wieder dorthin zurück, wo es früher nach Erfolg gerochen hat. Nach klärenden Gesprächen mit Ludacris und DTP-Kopf Chaka Zulu ist Chingy jedenfalls bald wieder ( und pünktlich zum neuen Album) offizielles Mitglied bei Disturbing Tha Piece.

Passt ganz gut, weil dort gerade die Jungs von Playaz Circle mit ihrer Single "Duffle Bag Boy" in Kollaboration mit Überall-Featuregast Lil Wayne ordentlich Welle machen. Die Charts sind also wieder anvisiert – auch weil Chingy durch den erneuten Schulterschluss mit DTP wieder im Def Jam-Kosmos firmiert. Album Nummer vier "Hate It Or Love It" soll es jedenfalls mit Unterstützung von Rick Ross, Trey Songz, Bobby Valentino, Ludacris und Amerie richten.

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