Porträt

laut.de-Biographie

Heaven And

"Ein wesentlicher Teil des Konzepts ist es, unsere gemeinsamen musikalischen Wurzeln in die Stücke einfließen zu lassen. So kommen Ideen aus archaischem Blues, Psychedelic Rock, dem Sun Ra Arkestra und Miles Davis' Elektro-Jazz zusammen. Die jeweiligen Einflüsse haben wir aus ihrem alten Kontext gelöst und in neue Zusammenhänge gestellt", umreißt Bassist Zeitblom die Philosophie von Heaven And.

2008 gründen die vier Musiker Martin Siewert, Zeitblom, Steve Heather und Tony Buck das österreichisch-australische Bandprojekt. Die Vier treffen sich bei einer Hörspielproduktion des WDR über den britischen Okkultist Aleister Crowley. Da sich die Musiker alle schon von früheren Projekten her kennen, dieses Mal aber die Chemie in besonderer Weise stimmt, steht der Gründung eines gemeinsamen Bandprojekts nichts im Weg.

Ohne große Umschweife machen sie sich im Studio ans Werk, spielen insgesamt neun Stücke ein und veröffentlichen diese noch im Gründungsjahr auf dem Berliner Experimental-Label Staubgold unter dem Titel "Sweeter As The Years Roll By". Bei einer der Aufnahmensessions des Quartetts schaut auch Einstürzende Neubauten-Basser Alexander Hacke im Studio von Heaven And vorbei, wo der Song "Scarlet Woman" entsteht.

Ex-Atari Teenage Riot-Kopf Alec Empire nimmt sich das Stück später noch einmal vor und fertig einen Dub-Remix an, den er auf der 2009 veröffentlichten Staubgold Label-Compilation "Rauschgold" neben Stücken von Faust, Harald "Sack" Ziegler, Kammerflimmer Kollektief, Schwabinggrad Ballett und Mapstation in sein von allerlei Krautrock-Referenzen durchzogenes DJ-Set einbaut.

2010 steht für Heaven And ein weiteres Albumrelease an, des unter dem Titel "Bye And Bye I'm Going To See The King" auf Staubgold erscheint. Live präsentieren Siewert, Zeitblom, Heather und Buch den Longplayer unter anderem auf dem Klangbad Festival im schwäbischen Scheer, das Faust-Mann Jochen Irmler als künstlerischer Direktor betreut.

Bei ihren Liveauftritten stellen Heaven And die natürlichen Instrumente in den Vordergrund und nehmen den Anteil elektronischer Klangerzeuger zurück. "In der Regel spielen wir ein Hochenergie-Programm mit ausschweifenden Improvisationen", gibt Martin Siewert die Marschrichtung vor.

Hier können die vier Mitglieder von Heaven And ihren Erfahrungsschatz voll ausspielen. Alle sind seit Jahren in der Szene aktiv und haben neben ihren Soloaktivitäten schon mit zahlreichen bekannten Musikern wie Markus Stockhausen, Christian Fennesz, John Zorn, Peter Brötzmann, Fred Frith und Jim Foetus Thirlwell zusammen gespielt.

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