Porträt

laut.de-Biographie

Desperate Journalist

Postpunk entstand nie zuerst am Software-Sequenzer, sondern mittels Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang. Das wissen Sängerin Jo Bevan und ihre Bandmitglieder Simon Drowner (Bass), Rob Hardy (Gitarre, Piano) und Caz Hellbent aka Caroline Helbert (Drums) nur zu genau.

Die Frau in der Musik: Folge 8: Shoegazing & Dreampop
Die Frau in der Musik Folge 8: Shoegazing & Dreampop
2017 ist jeder Tag Frauentag, mit 365 Interpretinnen und Bands, sortiert nach Genres. Diesmal mit Vorrede von Jo Bevan von Desperate Journalist.
Alle News anzeigen

Weshalb sie für ihren Postpunk Revival-Sound zwischen den Geistern von The Cure, Siouxsie Sioux, The Smiths und Zeitgenossinnen wie 2:54 oder Savages ausschließlich jene Instrumente verwenden.

Mit diesem etablierten Setup sowie ihrem 1980er-Sound steigen Desperate Journalist um 2014 herum zu vielbeachteten Newcomern des britischen Gitarrenrock auf. Im Norden Londons gründet sich die Band 2013 in Reminiszenz an The Cure. Robert Smith und Kollegen reagierten nämlich seinerzeit auf eine negative Bewertung ihres Debütalbums durch einen Popschreiber mit der spontanen Umbenennung eines Stücks in "Desperate Journalist In Ongoing Meaningful Review Situation" um.

Apropos Popschreiber: Die feiern nicht nur auf der Insel den Indie/Shoegaze/Postpunk von Desperate Journalist, als seien brodelnde Bassläufe, kantige Gitarrenriffs und unterkühlter Gesang gerade erst erfunden worden; auch hierzulande erfreut sich etwa die Intro am "musikalischen Erbe der aufgelösten kanadischen Band The Organ", das die Londoner anträten.

Das Indielabel Fierce Panda bittet die Formation schließlich zur Vertragsunterschrift. Hier erscheint Ende 2014 die selbstbetitelte Albumpremiere und 2017 der Nachfolger "Grow Up".

Desperate Journalist - Grow Up Aktuelles Album

Zur Genese der Band erklärt Frontfrau Bevan im Interview: "Wir haben uns in Clubs und durch die Bands getroffen, in denen wir zuvor waren. Ich war Sängerin einer Gruppe namens 'Joanne Joanne', die sich auf Duran Duran-Cover spezialisiert hatte. Wir stellten gemeinsam fest, dass uns an den neueren Postpunk-Bands wie den Editors etwas Spannendes fehlte."

Desperate Journalists Texte basieren postpunktypisch häufig auf eigenen Existenzängsten, die durch die Externalisierung im Sinne einer Selbsttherapie aufgearbeitet werden. Ihre Bewunderung gilt neben den Genregrößen Formationen wie Viet Cong, Bright Eyes und den frühen R.E.M..

News

Alben

Surftipps