Porträt

laut.de-Biographie

Bobaflex

Pleasant Point in West Virginia ist dem einen oder anderen vielleicht aus dem wirren Richard Gere-Streifen "The Mothman Prophecies" ein Begriff. Daher stammt auch die McCoys Familie, die sich in den 1880ern eine recht blutige Stammesfehde mit den Hatfields lieferte. Zumindest die McCoys wurden dabei nicht ausgerottet, denn zwei derer Nachfahren, gründen zusammen die Band Bobaflex.

Shaun (Gesang/Gitarre) und Martin (Gesang/Gitarre) holen sich 1998 noch Mike Steel (Gitarre), Jerod Mankin (Bass) und Thomas Johnson (Schlagzeug) in die Band und legen fröhlich drauf los. Dabei mischen sie einfach alles mögliche durcheinander und haben so verschiedenste Elemente und Einflüsse in ihrer Musik. Schnell entwickeln sie sich zu einer der bekanntesten Bands in ihrer Gegend, können jedoch trotz Auftritten mit Nickelback, Disturbed oder der Rollins Band, keinen Deal aufweisen.

2001 verlegen sie ihre Homebase nach Columbus, Ohio und nehmen dort in Eigenregie ihre Debüt-EP "Primitive Epic" auf. Die ersten 1000 Einheiten sind innerhalb von vier Wochen vergriffen und endlich wachen die Labels auf. Die Headhunter überbieten sich gegenseitig und Bobaflex unterzeichnen schließlich bei Eclipse Records. Sie remixen die EP nochmals und packen ein paar weitere Bonustracks drauf, so dass die Scheibe 2003 noch einmal offiziell neu erscheint.

Im Dezember sind sie mit Sevendust und Magna-Fi unterwegs in Nordamerika und spielen Mitte Januar einen denkwürdigen Gig in Alrosa Villa. Auf dem Benefiz-Konzert für den ermordeten Damageplan/Ex-Pantera-Gitarristen Dimebag Darrell, spielen sie einen neuen Song "The Guardian" zu Ehren von Officer Neggamayer, der den Amokläufer damals ausschalten konnte. Neggamayer selbst, taucht während des Songs ebenfalls kurz auf der Bühne auf.

Anschließend stehen die Arbeiten an dem neuen Album an, ehe es mit Megadeth, Dream Theater, Nevermore, Fear Factory und einigen anderen auf die 'Gigantour' durch die US Of A geht. "Apologize For Nothing" erscheint Mitte Oktober und zu dieser Zeit sind Bobaflex schon wieder als Headliner mit Index Case unterwegs. Wenige Wochen vor dem Zweitwerk ist endlich auch das Debüt offiziell in Deutschland über S.A.D. Music erhältlich.

Bobaflex - Tales From Dirt Town
Bobaflex Tales From Dirt Town
90er-Crossover kopuliert mit 70er-Hardrock.
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Das kratzt die Jungs nur bedingt, sind sie zu der Zeit doch schon wieder mit Bleed The Sky, American Head Charge und Diecast unterwegs. Das Jahr 2005 lassen sie wenig besinnlich mit ein paar Dates mit Sevendust und Mudvayne ausklingen. Den vielen Tourneen zum Trotz sieht die finanzielle Situation nicht sehr rosig aus. Bald kratzen Bobaflex ihr letztes Geld zusammen, um ein paar neue Songs aufzunehmen.

Die wiederum beeindrucken das Label sichtlich. Somit werfen Bobaflex alles in die Waagschale und spielen "Tales From Dirt Town" ein. Die Scheibe erscheint im Dezember 2007 und geht etwas rockiger und geradliniger zu Werke als die Vorgängeralben.

Nach einem Labelwechsel zu BFX Records erscheint 2010 die "Chemical Valley EP". Zunächst exklusiv für Konzertverkäufe gedacht, erscheint die Sechs-Track-starke EP später auch physisch über das neue Plattenlabel. Kurze Zeit später bringen Bobaflex ihr viertes Studioalbum "Hell In My Heart" auf den Markt. Neben Songs der zuvor veröffentlichten EP, enthält die Platte auch eine Coverversion von Simon & Garfunkels "Sound Of Silence". Für Bobaflex ein voller Erfolg: Nicht nur ihre Fans feiern das gelungene Cover, auch die Radiostationen spielen den Track rauf und runter.

Zwei Jahre später folgt dann "Charlatan's Web". Auf der anschließenden Tour sorgt ein überraschender Facebookpost für Frust unter den Fans: Gründungsmitglied und Bassist Jerod Mankin gibt bekannt, dass die anstehende Tour seine letzte mit Bobaflex sein wird. Ende 2014 stößt als Ersatz der ehemalige Roxy Mae-Bassist Jymmy Tolland zur Band.

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Im Juli 2015 erscheint ihr sechster Langspieler "Anything That Moves", das erste Bobaflex-Album in neuer Besetzung.

Der Sound der amerikanischen Nu-Metal-Band lässt sich schwer einordnen, da sie Einflüsse aus verschiedenen Ecken zusammen mischen: Von Bands wie System Of A Down, Queen, dem Wu-Tang Clan oder Korn zählt alles zu den Ingredienzen für den typischen Bobaflex-Sound.

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