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Wer auf Löcher-in-die-Schädeldecke-fressenden Humor steht, dürfte sich mit Helge Schneiders Platten köstlich amüsieren. Oder live mit einer seiner Bands, z.B. den "alten Wurstgesichtern mit den unterlaufenen Augen und den unter den Achseln kneifenden, zu engen Jäckchen". Oder im stillen Kämmerlein mit einem seiner Krimis oder einem seiner Filme.
Großes Können und absoluter Nonsens, mit diesen Gegensätzen arbeitet der am 30. August 1955 in Mülheim an der Ruhr geborene Schneider. Seine Jugend verbringt Helge nach eigener Aussage mit schnödem Heranwachsen und Älter werden, wie die anderen auch. Wie es sich als zukünftiger Musiker gehört, erklimmt er mit Fünf zum ersten Mal einen Klavierhocker und übt sich mit Sieben die Finger am Cello blutig.
Mit 16 trennt sich Helge in gegenseitigem Einvernehmen und ohne Abschluss vom Gymnasium, um eine Bauzeichnerlehre zu beginnen. Bereits ein Jahr später besteht er die Sonderbegabtenprüfung am Duisburger Musikkonservatorium. Seine Lehrjahre verbringt er dennoch nicht ausschließlich hinterm Flügel. Er widmet sich ausgiebig weltlichen Dingen: Verkäufer bei Neckermann, Bürohengst, Staplerfahrer und Landschaftsgärtner sind nur die Highlights seiner außermusikalischen Aktivitäten.
Mit 22 Jahren zeigen sich seine Präferenzen deutlicher. Ab 1977 ist er ausschließlich als Musiker tätig. Bandprojekte (Schneider/Weiss Duo aka El Snyder & Charly McWhite), Radio- und Fernsehaufnahmen, Stummfilmbegleitungen, Kompositionsaufträge und die Schauspielerei (u.a. mit Christoph Schlingensief) sorgen für seinen Lebensunterhalt. Es dauert jedoch weitere 7 Jahre bis Helge mit einem eigenen abendfüllenden Programm an den Start kommt. Um von Zeitungsmenschen nicht als Kabarettist klassifiziert zu werden, bezeichnet sich Helge darin als "die singende Herrentorte".
1989 veröffentlicht er seinen ersten Tonträger mit dem altersweißen Titel "Seine größten Erfolge". Angefressen von der Schallplattenindustrie beehrt er uns seither mit seinen durchgeknallten Audiokreationen. 1992 folgt der endgültige Durchbruch mit dem fünften Album "Guten Tach". Ein Jahr später gelangt über dunkle Kanäle sein erster Film "Texas - Doc Snyder hält die Welt in Atem" in die Kinos. Mit "Es gibt Reis, Baby", seinem siebten Album, feiert er auf einer ausverkauften 6-Monats-Tournee ein ausgedehntes humoristisches Gelage. Im Anschluss daran lässt er die Katze aus dem Sack, ... will sagen, schickt sie aufs Pissoir. "Katzeklo" erobert die Republik und macht ihn zu einer Ikone unter den Herrentorten. Nebenher verfasst er sein erstes Buch "Zieh dich aus, du alte Hippe" und dreht seinen zweiten Film "00Schneider - Jagd auf Nihil Baxter".
Mitte der 90er schenkt ihm seine Plattenfirma eine erste goldene Schallplatte und wünscht sich im Gegenzug ein neues Album von ihm. Mit "Es rappelt im Karton" und der dazugehörigen "Comeback"-Tournee kommt er den Wünschen seiner Brötchengeber nach. Nebenher kann er das filmen ("Praxis Dr. Hasenbein") und schreiben ("Der Mörder mit der Strumpfhose") nicht lassen. In Walter Moers Zeichentrickfilm "Kleines Arschloch" leiht er dem "Alten Sack" seine Stimme. Inzwischen schreiben wir das Jahr 1997. Helge veröffentlicht die Doppel-CD "Da Humm", auf der er u.a. "Fitze Fitze Fatze" zum Besten gibt. Seiner 7-köpfigen Tourband verleiht er den prägnanten Namen "Helge Schneider & die alten Wurstgesichter mit den unterlaufenen Augen und den unter den Achseln kneifenden, zu engen Jäckchen".
Anschließend gelüstet es ihn, sich als Solokünstler in Szene zu setzen. "Der Tastengott kommt auf ein Tässchen Tee vorbei" wird erwartungsgemäß ein Erfolg. "Eiersalat - Eine Frau geht seinen Weg", sein neues Buch, erscheint 1999. Für die audiovisuelle Umsetzung sucht er sich richtig harte Jungs. Mit Tomas Alkier (dr), Eric St. Laurent (guit) und Thomy Jordi (bass) rekrutiert er drei Musiker, die sich dem harten Rock verschreiben und gründet mit ihnen die Band "Helge Schneider & The Firefuckers". Im Studio spielen sie die CD "Eiersalat in Rock" ein und gehen auf ausgiebige Tour, die Helge jedoch vor dem offiziellen Ende abbricht. "Zu laut Leute, ich will wieder lustig sein! Ich brauche mal wieder jemanden, der mit dem Besen Schlagzeug spielt und Orgel und so". Seine Liebe zum Jazz erweist sich als stärker denn die Muckis und Tatoos der Firefuckers. "Da habe ich mehr Freiraum und kann mehr improvisieren".
Im Millenniumsjahr wechselt Helge die Plattenfirma und veröffentlicht "Hefte raus - Klassenarbeit", einen weiteren Meilenstein seiner Karriere. Eine ausverkaufte Tournee und ein Buch ("Der Scheich mit der Hundehaarallergie") später hegt er wieder Solo-Gelüste: "Plautze voll".
"Out of Kaktus", seine 2003er CD, wartet u.a. mit "Helges Mörchen Lied" auf. Für die dazugehörige "Verzeih mir, Baby"-Tour engagiert er die Jazzgiganten Jimmy Woods (bass) und Pete York (dr). Außerdem widmet er sich ausgiebig dem Theater. Am Bochumer Schauspielhaus hat im selben Jahr sein Musical "Mendy - Das Wusical" Uraufführung. Es versteht sich von selbst, dass das Stück über Liebe, Intrigen, Neid, Kegeln und Polizei grandiose Erfolge bei Presse und Publikum feiert.
Im Jahr 2006 übernimmt Helge die Hauptrolle in Dany Levis Film "Mein Führer - Die Wirklich Wahrste Wahrheit Über Adolf Hitler". Wer die Hauptperson der Geschichte ist, die Helge zu spielen hat, dürfte also klar sein. In der Komödie, für die auch Klaus Maria Brandauer verpflichtet wurde, erzählt Levy eine sehr überraschende Version der Geschehnisse Ende des Zweiten Weltkriegs im Führerhauptquartier.
Während Helge mit "I Brake Together" (2007) mal wieder zu einer Endlos-Tournee aufbricht, schauen sich 800.000 Menschen den Führer-Film im Kino an, der anschließend sehr kontrovers und hitzig diskutiert wird. Dazu trägt auch Schneider selbst bei, der sich plötzlich in einem Interview vom fertigen Film distanziert.
Irgendwann im Laufe der 150 Konzerte fliegt Schneider der Slogan "Apokalüze Nau" zu und so benennt er begeistert sein Tourmotto um. In der Weihnachtszeit erscheint ein Livealbum unter dem selben Namen. Trotz den vielen Monaten auf der Straße und privatem Glück - Schneiders Lebensgefährtin Maria bringt das Mädchen Frieda zur Welt - gönnt sich Schneider keine Ruhepause. Über die Weihnachtsfeiertage schreibt er den Roman "Eine Liebe im Sechsachteltakt - Der große abgeschlossene Schicksalsroman von Robert Fork".
Im März kürt der Bundesverband Klavier das Multitalent auf der Musikmesse Frankfurt zum Klavierspieler des Jahres 2008. Preisträger der mit 2.000 Euro dotierten Ehrung waren in den Vorjahren u.a. der Politiker Otto Schily, Paul Kuhn und Götz Alsmann.
Eine erste Werkschau rundet 2010 das Ouevre ab. Doch selbst die 7-CD-Box "Fantasie In Blau" stellt nicht jedermann zufrieden; Insider vermissen Bonusmaterial wie etwa Sessions aus Helges Heimstudio oder Konzerte-Mitschnitte von legendären Tourneen.
Auf eine solche bricht er auch im Februar 2011 auf. 80 Shows absolviert er bis Ende Mai - aber dann ist gezwungenermaßen Schluss. Nach Schwächeanfällen auf der Bühne gibt er im Juni bekannt, die Tour abzubrechen. "Es tut mir wirklich leid Leute, Ihr wisst ja, dass ich unheimlich gern auftrete. Ich hab's wirklich versucht, aber ich brauche jetzt Urlaub und muss mich erholen. Wir sehen uns im August wieder!"
Im Januar 2012 erfährt Helges Talent erneut Würdigung: Der Kabarettist Gerhard Polt und auch die Biermösl Blosn überreichen ihm am 22. Januar den Großen Karl-Valentin-Preis. Der erste Nicht-Bayer, dem diese Ehre zuteil wird.
Ich traf den Meister des Quatsch-Entertainments nach der Jecken-Zeit in einem Hotel in Köln. Zuvor hatte ich mit einigen anderen Journalisten und Redakteuren die Möglichkeit einen Ausschnitt aus Helge Schneiders neuem Spielfilm "Jazzclub - Der frühe Vogel fängt den Wurm" (offizieller Start am 1. April) anzugucken. Und dabei hatte ich schon meine helle Freude.
Ziemlich nervös begegne ich dem Meister am Nachmittag in der Hotelhalle. Meine Unsicherheit verfliegt im Laufe des Gesprächs immer mehr. Anfangs noch etwas zäh, da der arme Mann schon zuvor einige "blöde" Fragen beantworten musste, entwickelt sich das Gespräch mit Helge dennoch sympathisch locker, obwohl er sehr oft gähnen muss. In seinen "Wohlfühlklamotten" sitzt er neben mir, müde, freundlich und ganz privat.
Dein Film "Johnny Flash" von 1986 mit dem Elektriker aus Wanne Eickel, war das schon damals eine Hommage ans Ruhrgebiet?
Ja genau ... Kann man sagen (lacht).
Worauf ich hinaus will ist, dass dein neuer Film "Jazzclub – der frühe Vogel fängt den Wurm" in deiner Heimatstadt gedreht wurde... äh, wir duzen uns schon, oder?
Ja klar. Und der Film ist in Mülheim gedreht worden. Genauso wie damals auch "Johnny Flash".
Und warum erst jetzt einen Film über das doch sehr stressige Leben eines Jazzmusikers in Mülheim an der Ruhr?
Och, kann ich gar nicht genau sagen. Ich hatte einfach noch mal Lust einen Film zu drehen. Es gibt eigentlich keinen besonderen Grund. Vielleicht habe ich ihn nicht früher gedreht, weil ich damals den Jimmy und den Pete noch nicht in der Band hatte ...
Inwieweit kann man den Hauptdarsteller von "Jazzclub" Teddy Schu mit Helge Schneider vergleichen?
Die Geschichte ist schon angelehnt an mein Leben. Jazzmusik spielen, leerer Konzertsaal, viele Nebenjobs, Probleme zu Hause auch, da Musik Musik Musik immer nur Thema war.
Haben deine Frauen denn eher den Musiker oder den Quatschmacher in dir geliebt?
(Gähnt) Es ist ja so. Die Musik ist ja schon ein bisschen kompliziert. Es ist nicht immer so, dass man eine Partnerin findet oder einen Partner, der das, was man da macht, auch so richtig versteht. Denn da muss man fast schon selber Musiker sein, um dann nachzuvollziehen, wat der andere im Kopp hat. Und wenn man immer nur seine Musik im Kopf hat, dann gibt es schon Probleme manchmal. Mit der Partnerschaft, ne.
Ich hatte ja heute morgen die Gelegenheit, die erste halbe Stunde von "Jazzclub" zu sehen und ich freue mich auf den ganzen Film. Ich musste natürlich sehr viel lachen, aber an einigen Stellen hat er schon sehr bedrückende Einstellungen bzw. sehr traurige Szenen, zum Beispiel die mit dem Zeitungsaustragen, die auf jeden Fall sehr lustig ist ...
... aber der Gedanke ist schon anders. Ja, das ist ja eigentlich altbekannt, dass das Thema Humor und die Last des Lebens zusammengehört, siehe Buster Keaton beispielsweise. Das ist einfach so. Man lacht über Sachen, die eigentlich nicht zum Lachen sind. Wenn aber die Person, die das macht, lustig ist, dann ist man eigentlich noch berührter davon. Sonst würde man das gar nicht mitkriegen. Man würde darüber hinweg gehen, weil die Diskrepanz eben da ist.
Hast du denn den fertigen Film noch mal angeguckt?
Der ist ja noch nicht fertig. Ich bin ja noch dabei. Hab die Musik noch mal verändert. Was du jetzt noch gesehen hast war mit der alten Musik, also so "Skizzen-Musik", die ich mal so ganz schnell gemacht habe. Das ist nämlich mit Synthesizern und das mag ich gar nicht. Ich hab das nachher alles analog eingespielt.
Aber sonst wird sich am Film nichts ändern?
Nö. 99 Prozent von dem, was du gesehen hast, bleibt. Es wird keine Szene gestrichen oder so.
Wie waren die Dreharbeiten eigentlich? Ich habe gelesen, dass du das Drehbuch schon am ersten Tag weggeschmissen hast und vorwiegend improvisiert wurde?
Improvisieren muss man eigentlich, wenn man nur so wenig Tage zur Verfügung hat.
Wie viel Zeit hattet ihr?
Drei Wochen höchstens. Eher 2 ½.
Wow, das ist nicht viel Zeit. Und was haben die anderen Crewmitglieder dazu gesagt, ohne Drehbuch zu arbeiten?
Die wussten das. Ich hatte das schon am ersten Tag gesagt, dass einiges verändert wird, und das lief gut.
Wie war es überhaupt, in Mülheim zu drehen?
Das war gut. Die haben alle nett mitgemacht da. Da hat keiner gestört oder so. Als wir in der Stadt am drehen waren, haben sich die Leute verhalten wie sonst auch. Und das war ja auch das Gute.
(In der Zwischenzeit kommt die Promoterin mit Helges Hund herein, und der freut sich wahnsinnig, sein Herrchen zu sehen)
(Den Hund tätschelnd) Der spielt doch auch im Film mit, oder?
Nee, der nicht. Der hat in dem davor mitgespielt. Der Hank. Damals war er zwei, jetzt ist er glaube ich neun Jahre (gähnt schon wieder). Tschuldigung.
Ach, kein Problem. Ich kenne das. Bei meinen Interviews wird häufiger gegähnt. Damals hast du auch so Einiges mit Christoph Schlingensief gedreht. Das ist ja auch so ein Ruhrpotttyp.
Hm genau. Das erste Mal getroffen haben wir uns bei "Johnny Flash". Da hat er Materialassistenz gemacht. Und zur Zeit ist er unauffindbar. Ich weiß gar nicht, wo der ist (lacht). Wir haben kaum noch Kontakt. Nur alle drei Jahre mal am Telefon.
Wenn Komiker Filme machen ..., ähm, als was bezeichnest du dich selbst eigentlich?
Komiker, Musiker und Quatschmacher, was allerdings ein weiter Begriff ist.
... Hape Kerkeling hat es kürzlich auch wieder gewagt, einen Film zu machen: "Samba in Mettmann". Hast du ihn gesehen?
Nein, habe ich nicht (grinst). Der lief aber auch nicht lange, oder? Ne Woche vielleicht (gähnt). Mal sehen, wie lange unserer läuft (lacht hämisch).
Wie sind deine Erwartungen?
Ich habe keine Erwartungen. Eine Woche später kommt der neue Film von Mel Gibson heraus, wo Gibson den Jesus spielt oder so, und da gehen bestimmt auch viele rein ("Die Passion Christi", Anm. d. Red.). Aber Mel Gibson ist eigentlich keine Konkurrenz für mich. So nen Erfolg wie damals mit "Texas" (Der Film "Texas" war 1993 der erfolgreichste deutsche Film, Anm. d. Red.) fänd ich schon gut (grinst).
Ich habe dich letzte Woche hier in der Philharmonie gesehen. Ist das jetzt schon Tradition, dass du hier in Köln über Karneval drei Tage lang dein Programm vorstellst?
Ja, neuerdings immer an Karneval. Seit sechs, sieben Jahren schon. Jedes Jahr sagen die: 'Bitte, bitte komm doch nächstes Jahr wieder.' Also sind wir dann auch 2005 wieder beim Karneval in Köln.
Ich hatte anfangs meine Bedenken. Die Pappnasen rasten ja auch schon mal ganz gerne aus und rufen ""Helge albern" oder sonstige Schlachtrufe.
Nö, war ja nicht so. War ein gutes Publikum hier in Köln. Und wenn da mal jemand was ruft, bekomme ich davon auf der Bühne nichts mit.
Und sehr gewagt von dir fand ich auch, dass nach deiner Hitsingle "Katzeklo" Jimmy Woode sofort in die Saiten griff und eine überwältigende Version von "Georgia on My Mind" sang und spielte. War das Absicht?
Ja (lacht). Man muss die Leute ja mal zur Raison bringen.
Gibt es Pläne, mit Jimmy Woode und Pete York eine Platte aufzunehmen? Eine Art "Jazz Part 2"?
Ja, ein paar Aufnahmen haben wir schon gemacht. Die müssen wir uns noch mal anhören und zusammen zählen. Mal gucken, ob wir daraus demnächst ein Album machen.
Welche Momente sind dir auf der Bühne wichtiger? Die lustigen oder die ernsten?
Ich finde beides wichtig. Das Eine geht ohne das Andere nicht. Nur Quatsch wäre nicht gut, und nur Musik ist auch nicht gut.
Du bist ja auch ein Meister der Parodie ...
(Lacht) Geht so...
... zum Beispiel Udo Lindenberg ...
Stimmt, da bin ich Meister. Den imitiere ich auch am liebsten (grinst und gähnt).
Und dann gibt es ja auch öfter Gags bezüglich aktueller Popmusik, DJ Bobo etc. Woher kommt da die Inspiration? Durch deine Kinder? Was läuft so an Popmusik im Hause Schneider?
Nö, meine Kinder hören doch nicht DJ Bobo. Das ist doch nur was für alte Leute. Meine Kinder hören so was wie Grunge, mehr so das Hippie-Zeug. Und die Johanna, hmm, was hört die eigentlich? Kann ich dir gar nicht so sagen ... Hm ... Alles mögliche. Oder ich sach mal Top 40 (lacht).
Also, dann doch auch DJ Bobo. Der ist ja leider auch oft dabei.
Ja, wahrscheinlich auch DJ Bobo.
(Nachdem die Interviewerin ein wenig zu lange überlegt, wendet sich Helge an Ilona, seine Managerin, die mit Hank dem Hund noch in der Runde sitzt)
Ilona, ich hab ne Idee. Wenn wir im Urlaub sind, kannst du doch Hank für ein paar Tage zu dir nehmen? Ich bringe dir den auch in München vorbei.
Ilona: Ja, mache ich gerne. Wann fährst du denn?
Helge: Am neunten.
Kommt Hank eigentlich von Hank Williams?
Ja, wäre nicht schlecht, aber nein. Der Name kommt von "Ron Hank". Einer der berühmtesten Jazzmusiker der Welt. Nein, Ron Hank gibt's nicht. Der Name ist nur fiktiv. (lacht) Der hört sich halt so wichtig an (spricht den Namen noch mal schön amerikanisch aus). Hank hieß ja auch mein Bruder bei "Texas". Schöner Name. Mein kleiner Sohn heißt auch Hank. Eigentlich Henri, aber man kann auch Hank sagen. Ist mir nachher erst aufgefallen.
War das kleine Kind letzte Woche auf der Bühne in der Philharmonie zufällig Hank?
Stimmt. Am Samstag war der da. Das war lustig.
Das war Wahnsinn. Auch wie er reagiert hat auf die Musik und die Gags. Dann lief er nach vorne zur Bühne und nahm ganz selbstverständlich den tosenden Applaus entgegen ...
Ja, ist halt ein Profi. Das guckt er bei mir ab (grinst). Und er lacht auch immer so schön bei den Gags. Und als er die Trompete nahm, dachte ich schon, die würde er jetzt spielen. Obwohl ich das in seiner Gegenwart noch nie getan habe. Glaube ich zumindest.
Gibt es eigentlich irgendein Instrument, das du nicht spielen kannst?
Ja bestimmt. Oboe, Konzentina (verwandt mit dem Akkordeon, Anm. d. Red.), Dudelsack kann ich auch nicht spielen. Siehste, das sind so Sachen. Dudelsack muss ich mir mal aneignen (gähnt).
(Blick zu Ilona) Ist die Zeit eigentlich schon um, bevor er mir hier einschläft?
Ja bestimmt (grinst).
Ilona: Ja, bald.
O.k., dann komme ich jetzt zu meinen beliebten Standard-Fragen. Welche Platte hast du dir zuletzt gekauft?
Oh. Weiß ich gar nicht. Ich habe mir noch nie eine Platte gekauft. Obwohl, warte mal ... äh ... Ich bekomme ja öfter mal welche geschenkt. Die höre ich allerdings sowieso nie (grinst). Ah, Earl Heinz (Jazztrompeter aus den 50er Jahren, Anm. d. Red.). So heißt der. Warte mal, was habe ich mir denn noch gekauft? Obwohl, die habe ich auch geschenkt bekommen (lacht). CDs habe ich mir in meinem ganzen Leben noch nicht gekauft.
Und du gehst nicht mal über den Flohmarkt und kaufst dir Schallplatten?
Schallplatten? Nö auch nicht ... Ist das Schlimm?
Nein, aber hätte ich jetzt nicht gedacht.
Weißt du, ich bekomme halt immer alles von meinen Plattenfirmen wo ich war. Die kommen dann immer mit so Geschenkkartons und so ... und die verschenke ich dann weiter (lacht). Ich kaufe keine Platten!
Aber an deine aller erste Platte, die du damals gekauft hast kannst du dich noch erinnern?
Elvis Presley "In the Ghetto" (lacht).
Wie viele Gitarren hast du insgesamt?
Ich hatte mal zwanzig Gitarren. Jetzt nicht mehr. Jetzt habe ich nur noch fünf oder ... nee... vier (zählt 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 ...). Nee, doch sieben.
Und deine erste Gitarre ist da noch bei?
Nee, das war so ne Wandergitarre vom Freund meiner Schwester (sein Handy klingelt). Ich geh mal gerade an den Apparat, aber mach' ruhig weiter. Das stört nicht.
(Helge telefoniert mit seinem Papa)
Ich hätte da noch eine Frage zum Wusical, was ja in Bochum aufgeführt wurde und jetzt auch als Hörbuch erschienen ist. Gibt es dazu tatsächlich ein Drehbuch? Auf der CD hört sich das total improvisiert an?
Es gibt ein Drehbuch. Das haben Andrea Schumacher und ich zusammen geschrieben. Und für das Hörspiel habe ich alles abgelesen. Tatsächlich (gähnt).
O.k., dann will ich dich jetzt auch nicht länger nerven. Habe allerdings noch eine Bitte, kannst du an unsere lieben LAUT-Leser ein paar nette Worte richten? Von wegen Hallo, ich bin Helge Schneider ...
Ah ja, "Hallo Spencer", da gab es doch auch mal so ne Serie. Haben meine Kinder immer geguckt (grinst). Gut, sag' ich ...
Helges Gruß als MP3-Download
War das o.k.? Gut, dann muss ich jetzt auch ganz schnell gehen. Vielen Dank Jasmin und einen schönen Tag noch.
Tschüss lieber Helge!
Das Interview führte Jasmin Luetz
Fanatasie In Blau (2010)
Apokalüze Nau! (2007)
Mendy - Das Wusical (2004)
Jazz (1999), Eiersalat in Rock (1999), Helge Live (1998), Da Humm! (1997), Es Rappelt Im Karton (1995), Es Gibt Reis, Baby (1993), Guten Tach! (1992), Hörspiele II (1992), Hörspiele I (1991), The Last Jazz (1991), New York I'm Coming (1990), Seine Größten Erfolge (1989)
| Sa | 22.06.2013 | Helge Schneider A-Klagenfurt (Wörtherseebühne) | |
| So | 23.06.2013 | Helge Schneider A-Graz (Kasematten-Schlossberg) | |
| Do | 27.06.2013 | Helge Schneider A-Wien (Stadthalle) | |
| Sa | 29.06.2013 | Helge Schneider Elbhangfest (Dresden) | |
| So | 30.06.2013 | Helge Schneider Görlitz (Kulturbrauerei) | |
| Mi | 03.07.2013 | Helge Schneider Leipzig (Parkbühne im Clara Zetkin Park) | |
| Do | 04.07.2013 | Helge Schneider Chemnitz (Wasserschloss Klaffenbach) | |
| Fr | 05.07.2013 | Helge Schneider Weimar (Schlosshof) | |
| Sa | 06.07.2013 | Helge Schneider Magdeburg (Festung Mark) | |
| So | 07.07.2013 | Helge Schneider Beverungen (Weserufer) | |
| Fr | 12.07.2013 | Helge Schneider Heilbronn (Gaffenberg) | |
| Sa | 13.07.2013 | Helge Schneider Nürnberg (Park des Bayerischen Rundfunks) | |
| So | 14.07.2013 | Helge Schneider Tollwood (München) | |
| Di | 16.07.2013 | Helge Schneider Musiksommer (Burghausen) | |
| Mi | 17.07.2013 | Helge Schneider Rehling (Schloss Scherneck) | |
| Do | 18.07.2013 | Helge Schneider CH-Sunset Festival (Zürich) | |
| Fr | 19.07.2013 | Helge Schneider Emmendingen (Schlossplatz) | |
| Sa | 20.07.2013 | Helge Schneider Esslingen (Burg) | |
| So | 21.07.2013 | Helge Schneider Mannheim (Schloss Ehrenhof) | |
| Do | 01.08.2013 | Helge Schneider Trier (Amphitheater) | |
| Fr | 02.08.2013 | Helge Schneider Hanau (Amphitheater) | |
| Sa | 03.08.2013 | Helge Schneider Tambach (Schloss) | |
| So | 04.08.2013 | Helge Schneider Bonn (Kunst!Rasen) | |
| Fr | 16.08.2013 | Helge Schneider Neubrandenburg (Jahnsportforum) | |
| Sa | 17.08.2013 | Helge Schneider Schwerin (Freilichtbühne) | |
| So | 18.08.2013 | Helge Schneider Braunschweig (Volksbank BraWo Bühne) | |
| Fr | 23.08.2013 | Helge Schneider Köln (Tanzbrunnen) | |
| Sa | 24.08.2013 | Helge Schneider Hannover (Gilde Parkbühne) | |
| Mi | 28.08.2013 | Helge Schneider Zeltfestival Ruhr (Bochum) | |
| Do | 29.08.2013 | Helge Schneider Bremen (Halle 7) |
Helge Schneiders offizieller Fan-Klap "Klapperstrauß".
http://www.helge-online.de/
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Helge und Cannibal corpse Yedaya |
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08.02.08, 13:33 Yedaya |
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24.03.06, 16:13 schulz |
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05.08.05, 23:16 babacool |
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An alle Helge Schneider Fans!!! Anonymous |
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04.05.05, 10:20 Afroschädl |
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05.03.03, 21:50 Reefer |
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