Porträt

laut.de-Biographie

Audio Bullys

Der NME verheißt die "Rettung der britischen Tanzmusik". Und tatsächlich. Die Audio Bullys können Clubs und Festivals mit ihren respektlosen, straßentauglichen Tracks zum Wanken bringen. Das Londoner Vorstadt-Duo wurzelt in 2Step/Garage, House, Hip Hop, Dub und lädt die rave-taugliche Melange mit rotziger Rock/Punk-Attitüde auf. Die Beats beißen, die Sub-Bässe drücken, die HiHats greifen an, die Vocals rocken - beste UK-Dance-Tradition.

In Richmond im Südwesten Londons lässt sich Bandkopf, Produzent und DJ Tom Dinsdale (geb. 1979) gemeinsam mit MC Simon Frank im heimischen Wohnzimmer von der '96er-Garage-Platte "Diamond Rings" (X Presidents) inspirieren. Neben House und Hardcore packen sie auch Joe Cocker oder Elvis Costello in den Sampler und berufen sich auf Künstler wie die Beatles, Bob Dylan, die Kinks, Method Man, George Clinton, Blondie, Madness oder The Specials - open minded, wie es so schön heißt. Heraus kommen clubtaugliche Tunes mit trockenen Londoner Vocals, die an die Stereo MC's erinnern.

Dinsdales 12"es kursieren schon 1998 unter den angesagtesten DJs der Welt. Mit 17 Jahren ist er Resident im Londoner Club Milk N'2 Sugars. Der 1981 geborene Frank bedient neben dem Sampler seit frühester Kindheit auch Drumkit und Tasteninstrumente. Die Texte ihres "Sound Of The Suburbs" beschäftigen sich mit den alltäglichen Inhalten halbstarker, männlicher Großstädter: Mädchen, Parties, Drogen und dergleichen. Mit dem durchschlagenden Erfolg ihres "Hooligan House", wie die Presse gerne schreibt, rechnet das Duo trotzdem nicht. Die Single "We Don't Care" landet auf Platz 15 der englischen Charts. Das Debüt-Album "Ego War" (2003) geht auf 19. Zusätzliche Reichweite verschafft der japanische Autokonzern Toyota, der den Track "Snake" für einen Werbespot bucht.

Trotz stilistischer Überschneidungen mit besagten Stereo MC's oder Acts wie Basement Jaxx und The Streets bleiben die Audio Bullys eigenständig. Ihre kantige, unterkühlte, manchmal sperrig-noisige Soundästhetik findet auch im restlichen Europa sowie in Übersee Anklang. 2003 bringt das Duo zudem zwei Mix-Platten auf den Markt: ein Beitrag in der Reihe "Back To Mine" (wie schon New Order und Underworld) sowie "Hooligan House: The Sound Of 2003". Die Audio Bullys-Tracks finden auch den Weg in Sets der Dub Pistols und auf andere Dance-Compilations. Denn eines verlieren die Bullys bei aller Hooligan-Attitüde nicht aus den Augen: den klassischen Pop. Anfang 2004 tourt das Duo in Australien und Neuseeland.

Alben

Audio Bullys - Generation: Album-Cover
  • Leserwertung: 5 Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2005 Generation

Kritik von Gregory Britsch

Griffige Melodien, Hooklines und pulsierende Bässe. (0 Kommentare)

Audio Bullys - Ego War: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2003 Ego War

Kritik von Eberhard Dobler

Diese Beats können jeden Club in Schutt und Asche legen. (0 Kommentare)

Videos

Video Video wird geladen ...

Noch keine Kommentare