Porträt

laut.de-Biographie

Zen Zebra

Wenn sich Kurt Ebelhäuser bei einer Band hinter die Regler setzt, gehen in Szenekreisen alle Ohren auf Empfang. Nach den Donots, Long Distance Calling und Escapado verschafft sich mit den Leipziger Post-Rock-Fetischisten Zen Zebra die nächste Band einen Platz im Herzen des Blackmail-Masterminds.

Zen Zebra - Awaystation Aktuelles Album
Zen Zebra Awaystation
Fünf Sachsen verteilen eifrig Indiecore-Maulkörbe.

Leipzig, 2007: Martin Endt, Erich Badstübner, Stefan Heinrich, Lars Wollmann und Johnny Cotta stehen allesamt auf die Klänge von Thrice, Sparta, Mars Volta, Circa Survive, Dredg und Deftones. Doch das Hören der Musik ihrer Idole allein macht das Quintett nicht glücklich.

Also entschließt man sich, selbst in Aktion zu treten und gründet die Band Zen Zebra. Das große Ziel der Band: Brachialität und Intimität sollen nicht mehr nur die Wortendung gemeinsam haben: "Beide können aus der selben Feder stammen und wenn das gelingt, dann bahnt sich eine musikgewordene Achterbahnfahrt an - mit Gänsehaut, geschlossenen Augen und großen Explosionen", so der Fünfer.

In der Folge begibt sich die Band auf eine wahnwitzige Reise durchs Business-Land, vollgepackt mit grenzwertigen Erlebnissen und Momentaufnahmen. Zunächst beschallen sie die nähere Umgebung mit ihrem druckvollen Post-Hardcore-Rock-Mix und machen sich alsbald viele Freunde rund um die Sachsen-Metropole.

Aber auch die Ferne lockt, und so spielen die Fünf noch im Gründungsjahr einige exklusive Gigs im fernen Armenien, Spinal Tap-Momente inklusive: "Im Nationaltheater von Gjumri gab es kein Schlagzeug, keine Technik, nur ein kleiner Kofferverstärker, einen Vier-Spur-Mixer und 700 Leute im ausverkauften Saal", erinnert sich das Quintett.

Doch Abenteuer gehören für Zen Zebra dazu. Im Jahr 2009 kommt es mit der EP "Take Back The Rains Apollo" zur ersten Veröffentlichung der Sachsen-Zebras, gefolgt von begeisternden Support-Shows für illustre Bands wie Caspian und Life Of Agony.

Im Herbst 2010 nimmt Blackmail-Chef Kurt Ebelhäuser die Leipziger an die Hand und zerrt die Band ins hauseigene Tonstudio 45, um das Longplay-Debüt "Awaystation" aufzunehmen. Die Suche nach einem geeigneten Label gestaltet sich jedoch schwierig.

So fristen die Aufnahmen bis Anfang 2012 ihr Dasein im stillen Kämmerlein, bis die gemeinsame Tour mit Blackmail dazu führt, dass das ursprünglich nur für die deutsche Alternative-Institution vorgesehene Label 45 Records sein Hintertürchen öffnet und die Leipziger schließlich voll und ganz in die Blackmail-Familie aufnimmt.

"Awaystation" erscheint Ende August 2012. Für die Band bedeutet das aber erst den Anfang: "Wir sind ganz zufrieden, aber natürlich nicht zufrieden genug. Der Anspruch, mit jeden Song möglichst große Emotionen auszulösen, stellt uns jeden Tag im Proberaum vor neue Herausforderungen."

Alben

Zen Zebra - Awaystation: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2012 Awaystation

Kritik von Kai Butterweck

Fünf Sachsen verteilen eifrig Indiecore-Maulkörbe. (0 Kommentare)

Noch keine Kommentare