Porträt

laut.de-Biographie

Yelawolf

"Yela" kommt aus der Sprache der Cherokee-Indianer und bedeutet Sonne, Licht, Leben oder Feuer. "Wolf" repräsentiert den Willen zu überleben.

Fotos/Review: Hip Hop-Größen beim Openair Frauenfeld Aktuelle News
Fotos/Review Hip Hop-Größen beim Openair Frauenfeld
Szenehelden gaben sich die Klinke in die Hand: Wir waren beim dicksten Hip Hop-Openair Europas.

Als Michael Wayne Atha 1979 in der Kleinstadt Gaden in Alabama geboren wird, ist seine Mutter gerade 16 geworden. Sein Vater, ein Cherokee, ist längst abgehauen, stattdessen pflegt seine junge Mum wechselnde Liebschaften. Michael wächst also unter Teenagern auf, und alle sind verrückt nach Rock'n'Roll.

Nicht nur von Rockmusik, sondern auch von Alkohol, Sex und Drogen umgeben, entwickelt sich Michael Atha nicht gerade zu einem Musterschüler. Er wandert von High School zu High School, insgesamt 15 Mal. Nach der zehnten Klasse bricht er die Schule ab.

Irgendwann kommt der junge Südstaatler mit Hip Hop in Berührung und ist begeistert, aber er hat zunächst keine Ahnung, was er da hört. Für ihn ist es Rock, denn das ist alles, was er kennt. Rock und Country.

Dennoch findet Michael in den Rappern die Identifikationsfiguren, die er gesucht hat: "Ich habe da gleich eine Verbindung gespürt. Diese Jungs hatten die gleichen Probleme wie ich zu Hause. Und das Weed, das Dope ..." Mit etwa zwölf Jahren beginnt er bereits, sich selbst am Songwriting zu versuchen.

Yelawolf - Radioactive Aktuelles Album
Yelawolf Radioactive
Nie war Rock'n'Roll so Hip Hop.

Michaels zweite Leidenschaft ist das Skateboard. Durch die Skater-Szene kommt er nicht nur mit Underground-Rap in Berührung, sondern lernt auch Klassiker wie den Wu-Tang Clan kennen und lieben. Nebenbei entwickelt Michael Atha großes Interesse für Rapmusik aus dem Dirty South, einschließlich Outkast und seinem großen Vorbild André 3000. Eigentlich will Michael Profiskater werden, doch die Folgen verschiedener Verletzungen machen diesen Plan endgültig zunichte. So setzt er alle Hoffnungen in die Musik.

Den ersten Schritt aus dem Untergrund wagt Michael, der sich jetzt schon Yelawolf nennt, 2005, als er an Missy Elliotts Talentshow "The Road To Stardom" teilnimmt. Obwohl Missy sein Talent lobt, scheidet Yelawolf nach einigen Folgen aus. Kurze Zeit später bringt er sein Debütalbum "Creek Water" auf einem Indielabel heraus. Größere Labels werden aufmerksam.

2007 unterschreibt Yelawolf einen Plattenvertrag bei Columbia Records. Bevor es jedoch zur Aufnahme eines Albums kommt, wird der Deal noch im selben Jahr aufgelöst: Rick Rubin macht als neuer Co-Chef des Labels kurzen Prozess mit einigen Künstlern, die nicht in sein Konzept passen. Yelawolf gehört dazu.

In den folgenden Jahren arbeitet der Rapper mit einem kleinen Team selbstständig an seiner Karriere. Gastauftritte auf Alben von Bizarre, Big Boi oder Juelz Santana lassen seine Fangemeinde wachsen.

In Zusammenarbeit mit Ghet-O-Vision/Interscope veröffentlicht Yelawolf 2010 sein Mixtape "Trunk Muzik 0-60" - ein Treffer! Es durchwandert sämtliche Szene-Blogs, verleitet selbst die New York Times zu euphorischen Lobpreisungen und gefällt Eminem so gut, dass dieser Kontakt zu dem aufstrebenden Südstaatler aufnimmt.

Mitte 2011 unterschreibt Yelawolf bei Shady Records. Aufkommende Vergleiche zwischen dem Newcomer und seinem Mentor aufgrund der Hautfarbe schmettert Eminem überzeugt ab: "Du klingt nicht nur nicht wie ich, sondern wie überhaupt nichts, das ich kenne." 2011 kommt schließlich das zweite Studioalbum "Radioactive" auf den Markt, an dem unter anderem Travis Barker und Diplo beteiligt sind.

Seine Musik beschreibt Yelawolf selbst als Mischung aus Outkast, Lynyrd Skynyrd, den Beastie Boys und Twista. "Ich kann in jede Richtung gehen. Ich würde mich niemals auf einen Stil festlegen."

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