Porträt

laut.de-Biographie

Vierkanttretlager

Deutsche Hauptstädte der Popkultur? Berlin. Oder Hamburg. Auch Köln wäre eine vertretbare Antwort. Husum jedenfalls gehört nicht dazu. Ausgerechnet daher stammt die "nächste deutsche Indiehoffnung", wie manche finden.

Vierkanttretlager heißen die Jungs und habens gar nicht mit nordfriesischer Gemütlichkeit. Als Anfang 2012 das Debüt "Die Natur Greift An" erscheint, haben sie gerade erst das Abitur in der Tasche. Und trotz seiner taufrischen 20 Lenze klingen die Lyrics von Sänger Max Richard Leßmann bereits so verbittert wie die eines alten Mannes. "Wir müssen nicht mehr Schlange stehen, weil wir die letzten sind."

Ihr Glück, dass deutsche Tiefgründigkeit dank eines gewissen Herren Benjamin Griffey gerade schwer en vogue ist. "Der Typ von Vierkanttretlager - der schreibt auch unglaubliche Texte", findet Casper. Folglich nimmt er die Jungspunde 2011 direkt mal mit auf Tour und steigert ihre Popularität. Auch auf ihrem Debüt ist er am Start - der Song "Hooligans" ist ein Feature mit Deutschlands Lieblingsrapper 2011.

Wer angesichts des ungestümen Sounds nicht glaubt, dass diese Jungs aus dem von Theodor Storm als "graue Stadt" beschriebenen Husum stammen, der schaue sie sich mal an: Alle blond. Und erst die Namen: Max (Gesang), Christian (Gitarre), Momme (Bass) und Leif (Schlagzeug).

Klingt nach bodenständigen nordfriesischen Jungs, die sich auch in der Hamburger Schule wohl fühlen könnten. Einen Tocotronic-Charme kann man ihnen wahrlich nicht absprechen. Das U-Mag spricht es gar noch direkter aus: "Die werden mal so groß wie Tocotronic."

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