Porträt

laut.de-Biographie

Pretty Maids

Horsen in Dänemark, 1981: Ein junger Mann mit einer Vorliebe für Bands wie Thin Lizzy oder Rainbow hat nach jahrelangem Üben an der Gitarre endlich die notwendigen Fähigkeiten, um es seinen Vorbildern gleich zu tun. Der Name des Mannes: Kenneth Hansen.

Als nächstes begeistert er seinen Kumpel Paul Christensen für die Idee, eine Band unter dem etwas ungewöhnlichen Namen Pretty Maids zu gründen. Zu zweit lässt sich aber noch nicht viel machen und so stoßen nach und nach vier weitere Gesellen zur Band. Da wäre zum einen Gitarrist Jan Piete, Basser Johnny Møller, Keyboarder Allan Nielsen und Drummer Henrik Andersen.

Allerdings sind sie der Meinung, dass sie mit englischen Pseudonymen mehr Erfolg haben und so liest sich die Besetzungsliste folgendermaßen: Ronnie Atkins (Vocals), Ken Hammer (Gitarre), Pete Collins (Gitarre), John Darrow (Bass), Alan Owen (Keyboards) und Phil Moorhead (Drums). Das liegt auch daran, dass sich in Dänemark kein Label für die Musik des Sextetts begeistern lässt. Erst das englische Bullet Records Label veröffentlicht 1983 das gleichnamige Debüt.

Im selben Jahr fährt die Band ihre erste Tour durch England und überzeugt die dortige Presse vom Fleck weg. Das führt zu einer weiteren Tour im Vorprogramm von Black Sabbath durch Skandinavien und plötzlich stehen sie in Dänemark sogar beim Majorlabel Epic unter Vertrag. Pete Collins und John Darrow fliegen zwar Anfang 2004 aus der Band, die nächste Scheibe "Red Hot And Heavy" ist zu der Zeit aber schon im Kasten. Ricky Hansen (Gitarre) und Allan Jensen aka Allan Delong (Bass) sind die beiden Neuen, doch Ricky ist bald wieder weg vom Fenster.

Die Pretty Maids holen sich zunächst Pete wieder zurück und spielen mit ihm und Hanoi Rocks auf dem Metal Festival in Belgien, bevor es im Anschluss mit Saxon auf Tour geht. Allerdings ist mit Pete immer noch nicht gut auszukommen, weswegen er bald wieder aus der Band fliegt. Da sich der Durchbruch schon abzeichnet, schickt das Label die Jungs in die USA und steckt sie dort mit Produzenten wie Eddie Kramer (KISS, Jimi Hendrix), Kevin Elson (Europe, Journey) und zurück in Kopenhagen mit Flemming Rasmussen (Metallica) ins Studio.

Das Endergebnis kann ist mehr als nur hörenswert und nennt sich "Future World". Kaum ist das Album auf dem Markt, starten die Dänen ihre erste Welttournee, in deren Verlauf sie drei Wochen lang für Deep Purple eröffnen. Nachdem der vorrübergehende Ersatz Angel G. Schleifer zu Bonfire abwandert, haben sie inzwischen einen Kerl namens Ricky Marx an der zweiten Klampfe. Schon im Frühjahr '98 beginnen die Arbeiten am nächsten Album mit Deep Purple-Basser Roger Glover. Als sich Drummer Phil bei einem Autounfall schwer verletzt, werden die Aufnahmen aber zunächst verschoben. Allerdings springt Deep Purple-Drummer Ian Paice ein und spielt auf der Scheibe die Schlagzeugparts.

Das Ergebnis der Produktion ist jedoch alles andere als glücklich und so muss das Teil Ende '89 nochmal komplett überarbeitet werden. Derweil hat Keyboarder Alan die Band aus persönlichen Gründen verlassen. "Jump The Gun" erscheint im April 1990 und führt Pretty Maids - wieder mit Phil an den Drums - zum ersten Mal auch nach Japan. Nach einer Tour mit Alice Cooper rappelt es mächtig im Karton und alle außer Ronnie und Ken fliegen aus der Band.

Anstatt aber die Köpfe in den Sand zu stecken, schreiben Ronnie und Ken einfach neue Songs und holen sich mit Drummer Michael Fast und Basser Kenn Jackson frisches Blut ins Line-Up. Diese Besetzung bleibt bis 2000 stabil und die Dänen veröffentlichen in schöner Regelmäßigkeit ihre Alben und gehen auf Tour. Auch auf dem 2000er Album "Carpe Diem" ist das Line-Up aus Ronnie, Ken, Kenn und Michael noch perfekt, allerdings ist Gitarrist Alan Owen wieder mit dabei.

Anfang Dezember 2003 wird bei Ken ein Blutklumpen im Herz diagnostiziert, von dem er sich bis Anfang 2004 glücklicherweise wieder erholt. Die Arbeiten an neuen Songs laufen an, jedoch findet sich nach wie vor kein Label, das die Songs veröffentlichen möchte. Eigentlich rechnen alle mit einer weiteren Veröffentlichung 2004, doch nichts geschieht. So verstreicht auch 2005 und bis auf ein paar Auftritte - u.a. auf dem Rock Hard Festival 2005 - bleibt es weiterhin ruhig.

Anfang 2006 scheint Drummer Michael die Schnauze voll zu haben und sucht das Weite. Für ihn stößt Allan Tschicaja (Royal Hunt, Kingdome Come) dazu. Endlich scheint sich alles wieder zum Besseren zu wenden. Im April haben sie einen Deal mit Frontiers unter Dach und Fach, Mitte August stehen sie in alter Frische auf dem Bang Your Head Festival 2006. An den Keyboards hilft ihnen derweil Morten Sandager von Mercenary aus, der Platz von Alan ist einmal mehr verwaist.

Sandager ist auch auf "Welcome To The Real World" zu hören und steigt nach seinem Abgang bei Mercenary 2009 fest bei Pretty Maids ein. Dafür verabschiedet sich Ende April 2010 aber nach 19 Jahren Basser Kenn aus dem Line-Up. Zwar ist er auf dem Mitte Mai erscheinenden Album "Pandemonium" noch dabei, auf der Tour greift bereits Hal Patino (King Diamond) in die Stahlsaiten, der allerdings auch nicht lange bleibt.

Der Posten wird zunächst von einem Session-Musiker besetzt, die nächste Scheibe "Motherland" spielt ein Herr namens Shades ein.

Alben

Pretty Maids - Pandemonium: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2010 Pandemonium

Kritik von Michael Edele

Rockige Kracher beißen sich mit MTV-Balladen aus den 80ern. (0 Kommentare)

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Pretty Maids auf dem BYH 2006 Die Pretty Maids wissen noch genau wo's lang geht.

Die Pretty Maids wissen noch genau wo's lang geht., Pretty Maids auf dem BYH 2006 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Die Pretty Maids wissen noch genau wo's lang geht., Pretty Maids auf dem BYH 2006 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Die Pretty Maids wissen noch genau wo's lang geht., Pretty Maids auf dem BYH 2006 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Die Pretty Maids wissen noch genau wo's lang geht., Pretty Maids auf dem BYH 2006 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Die Pretty Maids wissen noch genau wo's lang geht., Pretty Maids auf dem BYH 2006 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Die Pretty Maids wissen noch genau wo's lang geht., Pretty Maids auf dem BYH 2006 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Die Pretty Maids wissen noch genau wo's lang geht., Pretty Maids auf dem BYH 2006 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Die Pretty Maids wissen noch genau wo's lang geht., Pretty Maids auf dem BYH 2006 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Die Pretty Maids wissen noch genau wo's lang geht., Pretty Maids auf dem BYH 2006 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Die Pretty Maids wissen noch genau wo's lang geht., Pretty Maids auf dem BYH 2006 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Die Pretty Maids wissen noch genau wo's lang geht., Pretty Maids auf dem BYH 2006 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Die Pretty Maids wissen noch genau wo's lang geht., Pretty Maids auf dem BYH 2006 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele)

Termine

Mi 30.04.2014 Burglengenfeld (VA Zentrum)
Do 01.05.2014 Siegburg (Kubana)
Mo 05.05.2014 Hamburg (Fabrik)
Di 06.05.2014 Aschaffenburg (Colossaal)
Mi 07.05.2014 Osnabrück (Lagerhalle)
Fr 09.05.2014 Andernach (JUZ Live Club)
Sa 10.05.2014 Burgrieden (Riffelhof)
So 11.05.2014 Augsburg (Spectrum)
Do 15.05.2014 Velden (Bluesiana Rock Café)
Fr 16.05.2014 Telfs (Rathaussaal)
Sa 07.06.2014 Gelsenkirchen (Amphitheater)

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