Porträt

laut.de-Biographie

Rainbow

Die Entstehungsgeschichte der Band ist schnell erzählt. Saitenhexer und Berufs-Exzentriker Ritchie Blackmore hat 1974 von Deep Purple die Schnauze getrichen voll. Zusammen mit seinem Bekannten Ronnie James Dio gründet er Rainbow. Die Backing Band, die den beiden Egomanen musikalisch zur Hand gehen soll, besteht komplett aus Dios Ex-Band Elf.

Rainbow - Live In Munich 1977 Aktuelles Album
Rainbow Live In Munich 1977
So gut wie hier sollten Rainbow nie wieder werden.

Ganz im Zeichen der Siebziger Hardrock-Tradition nehmen sie 1975 "Ritchie Blackmore's Rainbow" auf. Beim Namen der Scheibe hat das Label seine Hände im Spiel, denn das pocht darauf, dass Ritchies Name auf der Platte steht, damit auch der hinterletzte Dorftrottel weiß, um wen es sich bei dieser Band handelt.

Esoteriker Blackmore hatte nach eigenem Bekunden eine Vision, als er auf "Rainbow" als Namen für die Band stieß. "Ich sah einen vielfarbigen Regenbogen über der Bühne und wir spielten darunter. Wir spielten in Kalifornien und die hatten dort so einen auf der Bühne und da musste ich auch einen haben". So, so! Nun denn, das "Haben-will-Syndrom" erstreckt sich bei Blackmore ja durchaus noch weiter. Denn er hat auch ein ausgeprägtes "Nicht-haben-will"-Syndrom. Nicht haben wollte er bei der zweiten Platte "Rising" alle Ex-Bandmitglieder außer Dio. Diese Praktik führt im Laufe der Bandgeschichte dazu, dass jede Platte von einer anderen Besetzung eingespielt wird.

Erheblichen Anteil am Sound - und hier vor allem an den typischen Rainbow-Klassikern - hat neben Blackmore in nicht unerheblichem Ausmaß Ronnie James Dio. Sein Einfluss mündete in diverse Hardrock-Evergreens wie "Man On The Silver Mountain" (Das er auch heute noch bei Dio-Gigs spielt), "Stargazer, "Long Live Rock 'n' Roll" und "Kill The King".

Bis 1983 das vorerst letzte Rainbow-Album "Bent Out Of Shape" erscheint, ist die Band relativ erfolgreich. Blackmore legt sein Projekt dann aber erst einmal auf Eis, nachdem sich Deep Purple reformieren. Da bei Purple aber fünf ausgeprägte Persönlichkeiten am Werk sind, kommt das absehbare Ende 1995 und der Griff in die Mottenkiste erfolgt sogleich.

Nach zwölf regenbogenlosen Jahren erscheint das Album "Stranger In Us All" mit Sänger Dougie White am Mikro, der zwischenzeitlich sogar als Bruce Dickinson-Ersatz im Gespräch war. Nach der anschließenden Tour ist aber schon wieder Schicht im Schacht für Rainbow, denn Blackmore hat allem Anschein nach die Nase voll und widmet sich ganz seiner neuen Band, die er zusammen mit der Sängerin Candice Night aus der Taufe hebt. Passender Name: Blackmore's Night.

Alben

Videos

Kill The King
Live In Germany
Man On The Silver Mountain
Black Masquerade

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