Porträt

laut.de-Biographie

Yngwie Malmsteen

"The day, Jimi Hendrix died, the guitar-playing Yngwie was born" ist in der Bio auf der Homepage des schwedischen Gitarristen Yngwie J(ohann) Malmsteen zu erfahren. Ob die Behauptung stimmt oder nicht, ist schwer zu beweisen. Auf jeden Fall ist sie bezeichnend für die Art und Weise, wie sich der Musiker wahrnimmt und darstellt: Als ein Genie, das seinen Weg geht, ohne sich um Faktoren wie Misserfolg oder Wandel der Zeit zu kümmern.

An Jimi Hendrix' Todestag, dem 18. September 1970, war Malmsteen gerade mal sieben Jahre alt. Als er nach kurzer Mitgliedschaft bei den kalifornischen Heavy Metal-Bands Steeler und Alcatrazz 1984 sein erstes Soloalbum "Rising Force" veröffentlicht, scheint tatsächlich ein neues Gitarrenwunder das Licht der Welt erblickt zu haben. Mit einer unglaublichen Fingerfertigkeit und einer wahnsinnigen Geschwindigkeit spielt er sich in die Herzen aller Heavy-Metal-Gitarristen und erobert sich eine blind bewundernde und loyale Anhängerschaft. Von Deep Purple und Rainbow-Gitarristen Ritchie Blackmore beeinflusst, ist der Grundstein seines Spielens die klassische Musik der Barockzeit. Den Höhepunkt der überwiegend instrumentalen Platte bildet eine elektrisierende Version von Albinonis "Adagio".

Auszeichnungen und Lob häufen sich, die Nachfolger "Marching Out" und sein wohl bestes Album "Trilogy" festigen seinen Ruhm. Es ist die Zeit der Speed-Gitarristen wie Steve Vai oder Tony MacAlpine (u.a. Planet X). Sein klassischer Einfluss und seine Abneigung gegen ihren blues-basierten Ansatz führen zu heftigen Schlachten in den eingängigen Blättern, während seine mitreißenden Liveauftritte, zu denen das Verbrennen der Gitarre zum krönenden Abschluss gehört, ihm Kultstatus bescheren.

Der Glaube an die eigene Allmächtigkeit, wohl auch ein Mangel an Ideen, führen bei den folgenden Produktionen zu einem starken Qualitätsverlust, angefangen bei "Odyssey" (1988). Der Versuch, damit die Charts zu erobern, schlägt genauso fehl wie die Verpflichtung des ehemaligen Rainbow-Sängers Joe Lynn Turner. Wie immer von Malmsteen geschrieben, produziert und weitgehend selbstaufgenommen, ist dieser Schritt zu kommerzielleren Gefilden ein Schlag ins Wasser.

Einen letzten Höhepunkt seines Schaffens bieten eine Reihe von Konzerten in Leningrad und Moskau im Jahre 1989, die bis dahin erfolgreichsten Auftritte eines "Westmusikers" in der UdSSR. Anschließend geht es bergab. Ein schwerer Autounfall bringt den Ferrari-Fetischisten an den Rand der Arbeitsunfähigkeit, die nächsten, fast im Jahresrhythmus erscheinenden Alben enthalten keine Neuigkeiten. Außerhalb Japans, wo das 93er "Fire and Ice" als Nummer eins in den Charts debütiert, werden sie kaum wahrgenommen.

Neue Hoffnungen gibt es 1998, als sein seit "Trilogy" bestes Album erscheint, die "Concerto Suite for E-Guitar and Orchestra Op. 1." Eigenhändig komponiert und mit dem Tschechischen Philharmonischen Orchester in Prag aufgenommen, handelt es sich um die Wiederbelebung einer Verbindung zwischen (Hard) Rock und Klassik, die in den 70ern zeitweise populär war. Die Mühe bringt ihm wieder etwas Anerkennung und ein größeres Medienecho ein.

Die elektrischen Nachfolger reihen sich allerdings wieder in die gewohnte Sparte ein. Dass er nach wie vor für Überraschungen gut ist, beweist Malmsteen im Oktober und November 2003, als er als Teil von G3 mit den angeblichen einstigen Feinden Steve Vai und Joe Satriani in den USA auftritt. Die 2004 erschienene DVD "Live In Denver" liefert einen gelungenen Mitschnitt.

Ein Jahre später veröffentlicht er das Album "Unleash The Fury". Der Titel ist eine Anspielung auf einen Vorfall während eines Fluges, bei dem Malmsteen von einer Passagierin mit Wasser übergossen wurde. Außerdem hat er an dem Radioaktive-Album "Taken" mitgewirkt, das im selben Jahr erscheint.

News

Alben

Yngwie Malmsteen - Attack: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2002 Attack

Kritik von Michael Edele

Der egozentrische Schwede protzt mit Geschwindigkeit und Technik. (0 Kommentare)

Videos

Video Video wird geladen ...

Fotogalerien

Bang Your Head 2008 Ist immer noch sein größter Fan ...

Ist immer noch sein größter Fan ..., Bang Your Head 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Ist immer noch sein größter Fan ..., Bang Your Head 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Ist immer noch sein größter Fan ..., Bang Your Head 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Ist immer noch sein größter Fan ..., Bang Your Head 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Ist immer noch sein größter Fan ..., Bang Your Head 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Ist immer noch sein größter Fan ..., Bang Your Head 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Ist immer noch sein größter Fan ..., Bang Your Head 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Ist immer noch sein größter Fan ..., Bang Your Head 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Ist immer noch sein größter Fan ..., Bang Your Head 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Ist immer noch sein größter Fan ..., Bang Your Head 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Ist immer noch sein größter Fan ..., Bang Your Head 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Ist immer noch sein größter Fan ..., Bang Your Head 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Ist immer noch sein größter Fan ..., Bang Your Head 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Ist immer noch sein größter Fan ..., Bang Your Head 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Ist immer noch sein größter Fan ..., Bang Your Head 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Ist immer noch sein größter Fan ..., Bang Your Head 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Ist immer noch sein größter Fan ..., Bang Your Head 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Ist immer noch sein größter Fan ..., Bang Your Head 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Ist immer noch sein größter Fan ..., Bang Your Head 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Ist immer noch sein größter Fan ..., Bang Your Head 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele)

Noch keine Kommentare