Porträt

laut.de-Biographie

Origin

Normalerweise lässt sich das Gründungsdatum einer Band im nachhinein selten auf einen genauen Tag legen. Wenn dieses aber, wie bei Origin der Fall, genau auf den 4. Juli - den amerikanischen Unabhängigkeitstag - fällt, bleibt Amis solches schon in Erinnerung. An diesem Tag sitzen der Demonicide-Gitarrist Paul Ryan und Klampfer Jeremy Taylor irgendwo in Kansas mit ein paar gemeinsamen Kumpels zusammen und schütten sich Bier in den Hals.

Origin - Entity Aktuelles Album
Origin Entity
Für Technikfreaks auf jeden Fall empfehlenswert.

Wenig später steht für die beiden fest, dass sie zusammen eine Band gründen wollen. Allerdings fehlen noch Bassist, Drummer und ein Shouter. Deswegen überzeugen sie zunächst einmal Clint Appelhanz davon, seine Klampfe gegen den Bass einzutauschen, drücken Mark Manning ein Mikro in die Hand und setzen George Fluke hinter das Schlagzeug. Dass auch Paul und Jeremy immer wieder ins Mikro rülpsen, ist dabei Ehrensache.

Schon vier Monate nach ihrer Gründung krallen sie sich den Openerslot für eine Tour mit Suffocation und nehmen im Anschluss ihr erstes Demo auf. Darauf bieten sie rasend schnellen, technisch hochversierten Death Metal, den sie im Oktober 1998 direkt mit Nile, Cryptopsy und Gorguts über ganz Amerika verbreiten.

Im Februar des nächsten Jahres verabschiedet sich George aus ihren Reihen, weswegen Origin den ehemaligen Angel Corpse-Drummer John Longstreth hinter den Kesseln platzieren. Der bringt seinen alten Kumpel Doug Williams (Ex-Cephalic Carnage) mit, der den Platz von Clint am Bass einnimmt.

Nach diversen weiteren Gigs stehen auf einmal Relapse Records auf der Matte und halten Origin einen Vertrag unter die Nasen. Also bewegen sich die Jungs zurück ins Studio und trümmern dort ihr selbstbetiteltes Debüt ein, das im Juli 2000 erscheint.

Mit der Scheibe im Gepäck spielen sie auf allen wichtigen US-Festivals und sind einmal mehr Teil der 'Death Across America'-Tour mit Vader, Cephalic Carnage und Dying Fetus. Die Band packt ihre Sachen erst gar nicht mehr aus, sondern dreht mit Skinless, Poison The Well oder Impaled noch weitere Runden, ehe sie sich an die Aufnahmen zum nächsten Album machen.

Das müssen sie allerdings ohne Shouter Mark absolvieren, denn der kratzt bereits Anfang 2001 die Kurve. Seinen Platz nimmt der ehemalige Ill Omen-Fronter Jim Lee ein. Auch der Posten am Bass ist erneut vakant, weswegen Mike Flores auf "Informis, Infinitas, Inhumanitas" in die Stahlsaiten greift. Die Scheibe fällt noch verrückter aus als das Debüt, und abermals starten Origin in den Tourrhythmus. Im Laufe des Jahres steigt Clint Appelhanz wieder mit ein, übernimmt nun aber den Job von Gitarrist Jeremy Taylor.

Nachdem sie im Januar erst eine Tour mit Nuclear Assault absagen müssen, packt Drummer John seine Sachen und zieht in Richtung Skinless davon, um wenig später bei Exhumed wieder aufzutauchen. Der neue Mann an den Sticks hört auf den Namen James King.

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Während sich Gitarrist Paul Ryan bei seinem vor ein paar Jahren gegründeten Projekt Murder Construct ausklinkt, um sich voll auf Origin zu konzentrieren, nimmt Shouter Jim noch zusätzlich den Job als Frontförster bei Vile an.

Im März 2005 folgt der dritte Streich namens "Echoes Of Decimation", den sie auf den Sommer-Dates mit Malevolent Creation, Divine Empire und Animosity den Fans vorstellen. Im September rappelt es aber nochmal im Karton, weshalb sowohl Drummer James als auch Gitarrist Clint rausfliegen. Beide gründen zusammen wenig später Unmerciful.

Für die Klampfe holen sich Origin zunächst nur einen Session-Musiker, hinter den Drums sitzt plötzlich wieder John Longstreth, der mittlerweile bei fast jeder angesagten Band in Kansas gezockt hat.

Im Frühjahr 2007 setzen sie mit Misery Index endlich auch nach Europa über und haben auf der Tour auch noch Necrophagist mit an Bord. Als im Juni 2007 Jeremy Turner zu Origin zurückkehrt, machen sie sich direkt wieder ans Songwriting. Die daraus resultierende Scheibe erscheint Anfang April 2008 und setzt den Weg der Vorgänger nahtlos fort.

Das gelingt Gitarrist Paul Ryan seltsamerweise auch 2011 mit "Entity", obwohl das Line-Up schon wieder gründlich durcheinander gewürfelt wurde. Scheinbar ist es nicht so wichtig, wer bei Origin spielt, solange alle über die notwendigen technischen Fähigkeiten verfügen. Den Hauptteil des Materials grunzt mittlerweile Jason Keyser ein.

Alben

Origin - Entity: Album-Cover
  • Leserwertung: 5 Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2011 Entity

Kritik von Michael Edele

Für Technikfreaks auf jeden Fall empfehlenswert. (0 Kommentare)

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  • Origin@MySpace

    Shred my guts, it's MySpace.

    http://www.myspace.com/Origin

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