Porträt

laut.de-Biographie

Mortal Sin

Die beiden ehemaligen Judge-Mucker Andy Eftichiou (Bass) und Gitarrist Paul Carwara schließen sich 1985 in Sydney mit Sänger Mat Maurer, Gitarrist Keith Krstin und dem ehemaligen Wizzard-Drummer Wayne Campbell zusammen, um Mortal Sin zu gründen. In der kalifornischen Bay Area erlebt der Thrash Metal gerade seine Blütezeit und auch in Australien breitet sich der Virus aus.

Industrie und Business interessieren sich in Down Under allerdings wenig für Thrash-Metal, weswegen die Band ihre erste Scheibe "Mayhemic Destruction" in Eigenregie aufnehmen muss. Eine Kopie gelangt in die Hände des britischen Journalisten Bernard Doe, der das Album nicht nur hervorragend bewertet, sondern auch Vertigo Records weiter empfiehlt. Die beweisen einen guten Geschmack und nehmen Mortal Sin unter Vertrag, um das Album international zu veröffentlichen. Inzwischen ist für Keith der ehemalige Slaughter Lord-Gitarrist Mick Burke dabei.

Schon mit dem Debüt müssen sie sich anhören, sich recht deutlich an Metallica zu orientieren und auch auf dem zweiten Album "Face Of Despair" werden ähnliche Stimmen laut. Das ändert nichts daran, dass beide Scheiben kleine Perlen für den Thrash-Fan bereithalten. Der Openerslot für Metallica auf deren Australien-Tour schadet auch nichts, um ein wenig Werbung zu machen. Im Juli '98 steigt Drummer Wayne aus, um sich White Trash anzuschließen, die eher in Richtung Crossover tendieren. Seinen Platz nimmt Steve Hughes (Ex-Slaughter Lord) ein. Mit ihm geht es in Europa auf Tour mit Exodus und Faith No More.

Auch Sänger Mat wirft im folgenden Jahr das Handtuch, allerdings erst, nachdem sie mit Testament im Januar durch Europa reisen und später noch ein paar Dates in den Staaten spielen. Allerdings löst sich die Band nach dem letzten Gig in L.A. mehr oder weniger auf. Allein Basser Andy will die Fahne weiter hoch halten und sucht sich mit Sänger Steve Sly, den beiden Gitarristen Tom Dostroupli und Dave Defranseco sowie Drummer Nash Hall vier neue Leute, mit denen er '91 "Every Dog Has Its Day" aufnimmt. In Australien erscheint die Scheibe unter dem Titel "Rebellious Youth".

So oder so, das Album kann in keiner Weise an den Vorgänger anknüpfen und experimentiert sogar mit Funk-Metal. Die Besetzung spielt ein paar Gigs mit Megadeth auf deren Down Under-Tour und löst sich dann endgültig auf. Ende 1996 kommt aber wieder Leben in Mortal Sin. Bis auf Gitarrist Mick Burke sind alle wieder mit dabei; Micks Platz nimmt Anthony Hoffmann ein. Als erster räumt jedoch Paul seinen Platz wieder, weswegen Troy Scerri die zweite Klampfe übernimmt. In dieser Besetzung nehmen sie '97 "Revolution Of The Mind" auf, nur um wenig später schon wieder einen Schlussstrich zu ziehen.

So ganz konsequent sind die Herren aber doch nicht, und so melden sie sich 2004 in der Besetzung Mat (Gesang), Andy (Bass), Wayne (Drums) und den beiden Gitarristen Joe Buttigieg und Mick Sultana zurück. Mit diesem Line-Up schneiden sie die DVD "Out Of The Darkness" mit, die aber nur in limitierter Auflage erscheint. Anfang des nächsten Jahres verabschieden sich sowohl Drummer Wayne, als auch Klampfer Joe, Mit Luke Cook (Drums) und Nathan Shae (Gitarre) eröffnen sie für Anthrax auf deren Dates in Australien und gehen anschließend ins Studio.

Für die Aufnahmen zu ihrem Comeback-Album lassen sie sich Zeit und legen schließlich eine richtig gute Scheibe vor. In Australien übernehmen Riot Entertainment den Vertrieb, in Europa erledigen das Armageddon Records. Die holen die Band 2007 auch auf das Wacken Open Air und veröffentlichen Mitte November "An Absence Of Faith".

Darauf ist der Background aus den 80ern leider überdeutlich anzuhören, denn das Songwriting klingt doch ein wenig altbacken. Dafür sind sie live sowohl in Europa, als auch den USA und Australien kräftig unterwegs und sammeln dabei wohl auch ein paar modernere Ideen. Als sie Mitte November 2011 "Psychology Of Death" veröffentlichen, sind die Old School-Vibes zwar immer noch deutlich vernehmbar, aber lange nicht mehr so präsent, wie auf dem Vorgänger.

Das mag durchaus auch an Gitarrist Ryan Huthnance liegen, der Mick Sultana seit 2010 ersetzt. Noch bevor die Scheibe auf dem Markt ist, sind sie mit Destruction in Australien unterwegs und satteln schon wieder die Kängurus, um mit Sepultura, Exodus und Heathen die Thrashfest Classics-Tour zu bestreiten.

Dennoch scheint es intern wieder einmal zu krieseln, denn im Februar kommt die überraschende Nachricht, dass Sänger Mat Maurer die Band verlassen hat. Die Suche nach seinen Nachfolger dauert allerdings nicht lange, denn bereits im März präsentieren sie Dave Tinelt von Nekrofeist, der Mitte des Monats in Sydney sein Debüt abliefert.

Doch wirklich toll scheint die Sache nicht zu laufen - Ende Aril ist der Ofen bei Mortal Sin leider schon wieder aus.

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Mortal Sin in der Batschkapp 2008 Als wären die 80er nie vergangen.

Als wären die 80er nie vergangen., Mortal Sin in der Batschkapp 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Als wären die 80er nie vergangen., Mortal Sin in der Batschkapp 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Als wären die 80er nie vergangen., Mortal Sin in der Batschkapp 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Als wären die 80er nie vergangen., Mortal Sin in der Batschkapp 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Als wären die 80er nie vergangen., Mortal Sin in der Batschkapp 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Als wären die 80er nie vergangen., Mortal Sin in der Batschkapp 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Als wären die 80er nie vergangen., Mortal Sin in der Batschkapp 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Als wären die 80er nie vergangen., Mortal Sin in der Batschkapp 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Als wären die 80er nie vergangen., Mortal Sin in der Batschkapp 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Als wären die 80er nie vergangen., Mortal Sin in der Batschkapp 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Als wären die 80er nie vergangen., Mortal Sin in der Batschkapp 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Als wären die 80er nie vergangen., Mortal Sin in der Batschkapp 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele)

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