Porträt

laut.de-Biographie

Heathen

Einer der vielen Beweise dafür, dass die Bay Area Szene in den 80er Jahren förmlich explodierte vor jungen, talentierten Metal Bands, sind Heathen. Beeinflusst von den britischen Truppen der NWOBHM und ortsansässigen Thrash-Bands wie Metallica und Exodus, sucht sich der russischstämmige Gitarrist Lee Altus 1984 eine Band zusammen.

Drummer Carl Sacco ist zu der Zeit schon ein Szeneveteran und hat bei Combos wie Metal Church oder Murder gespielt. Shouter Sam Kress betreibt das Fanzine 'Whiplash' und Gitarrist James Sanguinetti hat auch schon in diversen Combos gespielt. Da sich zunächst kein geeigneter Basser findet, spielen sie die ersten Gigs ohne Tieftöner. Erst im April '85 holen sie sich den ehemaligen Sceptre-Viersaiter Eric Wong in die Band. Doch schon bald stehen die ersten Wechsel an, denn
Sanguinetti macht sich in Richtung Mordred aus dem Staub und gibt seine Job an Doug Piercy ab, während Dave White das Micro von Sam Kress übernimmt.

Mit ihrem ersten Demo "Pray For Death" ziehen sie einen Deal mit Combat Records an Land und veröffentlichen 1987 ihr Debüt "Breaking The Silence". Das Album verkauft sich mehr als nur anständig und ist heute, ähnlich wie "Bonded By Blood" ein Referenzwerk in Sachen Thrash. Innerhalb der Band dreht sich aber das Besetzungskarussel auf's Heftigste. Carl räumt seinen Stuhl für Darren Minter von Dissident Aggressor, womit die Besetzungswechsel aber noch lange nicht beendet sind. Kurzzeitig hat sogar Paul Baloff das Mikro mal von David übernommen.

1991 erscheint das Nachfolgealbum "Victims Of Deception" über Roadracer Records, ein in den 80ern sehr kultiges Sublabel von Roadrunner Records. Die Bassspuren spielt Blind Illusion-Gitarrist Marc Biedermann ein, und das Album kann das grandiose Debüt stellenweise sogar toppen. Die Mischung aus messerscharfen Riffs, genialen Soli und Dave Whites melodischen aber aggressiven Gesangs sind einfach klasse. Im Sommer '91 kommen endlich auch die Fans in Europa in den Genuss die Band live zu sehen, denn zusammen mit Sacred Reich eröffnen sie für Sepultura. Am Bass steht mittlerweile Randy Laire, der aber kurze Zeit nach der Tour bei einem Autounfall um's Leben kommt.

Mit Jason Viebrooks am Bass und Thae Rasmussen, der den ausgestiegenen Doug Piercy ersetzt (der inzwischen in Deutschland die Band The Company gestartet hat), machen sie sich an ein paar Cover Versionen, die jedoch so schnell nicht erscheinen sollen. Nachdem zwischenzeitlich auch Ira Black mal als Gitarrist mit von der Partie war, löst sich die Band in aller Stille auf, Lee und Darren ziehen zusammen nach Deutschland. Dort kommen sie mit einem Herrn namens Jürgen Engler und dessen Truppe Die Krupps in Kontakt. Darren ist auf einer der Krupps-Scheiben dabei, Lee insgesamt auf deren drei, wobei die Trennung nicht ganz einvernehmlich verläuft.

Sänger Dave ist inzwischen bei Inner Threshold eingestiegen, Basser Jason hat ein Zwischenspiel bei Grip Inc. und Darren Minter landet nach einem Knastaufenthalt kurz bei Soulmotor, der Band von Tesla-Klampfer Tommy Skeoch. Ira Black verschwindet zuerst etwas in der Versenkung, macht aber zwischenzeitlich als Gitarrist bei Vicious Rumors wieder auf sich aufmerksam.

Dann, als eigentlich niemand mehr damit rechnet, reformieren sich Heathen 2001 beinahe im Original Line-Up (bis auf Doug Piercy, für den zunächst Thae, dann aber Ira einspringt) und spielen auf dem Benefiz Festival für Testament-Sänger Chuck Billy. Dem spontanen Auftritt folgt ein weiterer auf dem Wacken Open Air 2002, und der Funke springt über. Ende 2003 gehen sie sogar wieder ins Studio, um die vier angefangenen Coverversionen zu vollenden und vier weitere Songs einzuspielen. "Recovered" erscheint im Frühjahr 2004, genauso wie die DVD "Heathen Uncovered".

Im Juni stellen sie Jon Torres (Ex-Angel Witch) als neuen Bassisten vor, und auch Ira ist bald schon wieder weg vom Fenster, um sich Lizzy Borden anzuschließen. Seinen Platz nimmt für ein paar Gigs Mercenary-Klampfer Sven Soderlund ein, doch im Juni 2005 holen sie sich Terry Lauderdale als Ersatz.

Derweil ist der ehemalige Basser Mike "Yaz" Jastremski schon Ende Mai an einem Herzleiden verstorben. Altus ist auch nicht faul und steigt bei Exodus in, während Ira Black bei Metal Church aushilft. Heathen sind im Januar 2006 in Verhandlungen mit Season Of Mist, kommen aber auch Ende 2007 immer noch nicht aus dem Quark.

Allerdings hat sich das Line-Up einmal mehr verändert, mit Gitarrist Kragen Lum (Prototype) und Drummer Mark Hernandez (Re-Ignition/Ex-Vio-Lence) haben sie wieder zwei Neue dabei. Auf dem Rock Hard Festival 2009 geben sie mal wieder ein seltenes Gastspiel, und eigentlich soll der Presse dort auch das neue Album vorgestellt werden. Lee ist allerdings mit dem Mix nicht zufrieden und reicht die Songs erst einmal an Jacob Hansen (Illdisposed, Nightrage, Volbeat) weiter.

Mittlerweile sind sie bei Mascot Records gelandet und Drummer Darren ist zum wiederholte Male zur Band zurück gekehrt. Somit sind mit Darren, Lee und David zumindest drei Leute wieder bei Heathen, die tatsächlich schon einmal zusammen auf einem Album gespielt haben. "The Evolution Of Chaos" erscheint Ende Januar 2010 und ist eine Glanzleistung in Sachen Bay Area Thrash Metal.

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Heathen in Frankfurt 2011 Mit Exodus knallt Lee Altus live deutlich mehr.

Mit Exodus knallt Lee Altus live deutlich mehr., Heathen in Frankfurt 2011 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Mit Exodus knallt Lee Altus live deutlich mehr., Heathen in Frankfurt 2011 | © laut.de (Fotograf: ) Mit Exodus knallt Lee Altus live deutlich mehr., Heathen in Frankfurt 2011 | © laut.de (Fotograf: ) Mit Exodus knallt Lee Altus live deutlich mehr., Heathen in Frankfurt 2011 | © laut.de (Fotograf: ) Mit Exodus knallt Lee Altus live deutlich mehr., Heathen in Frankfurt 2011 | © laut.de (Fotograf: ) Mit Exodus knallt Lee Altus live deutlich mehr., Heathen in Frankfurt 2011 | © laut.de (Fotograf: ) Mit Exodus knallt Lee Altus live deutlich mehr., Heathen in Frankfurt 2011 | © laut.de (Fotograf: ) Mit Exodus knallt Lee Altus live deutlich mehr., Heathen in Frankfurt 2011 | © laut.de (Fotograf: ) Mit Exodus knallt Lee Altus live deutlich mehr., Heathen in Frankfurt 2011 | © laut.de (Fotograf: ) Mit Exodus knallt Lee Altus live deutlich mehr., Heathen in Frankfurt 2011 | © laut.de (Fotograf: ) Mit Exodus knallt Lee Altus live deutlich mehr., Heathen in Frankfurt 2011 | © laut.de (Fotograf: ) Mit Exodus knallt Lee Altus live deutlich mehr., Heathen in Frankfurt 2011 | © laut.de (Fotograf: ) Mit Exodus knallt Lee Altus live deutlich mehr., Heathen in Frankfurt 2011 | © laut.de (Fotograf: ) Mit Exodus knallt Lee Altus live deutlich mehr., Heathen in Frankfurt 2011 | © laut.de (Fotograf: )

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