Porträt

laut.de-Biographie

Morgan Geist

"Man kann die gleichen Instrumente wie Derrick May benutzen und anders klingen", sagt Morgan Geist. Der DJ und Produzent aus New Jersey weiß, wovon er spricht. Tracks von Detroiter Produzenten sind ein maßgebliche Einfluss auf seine Arbeit. Hinzukommt eine ausgesprochen große Vorliebe für Disco in seinen unterschiedlichsten Schattierungen sowie elektronisch-experimentelle Wave-Stücke.

Zu seinen frühen Idolen gehören deshalb Bands wie Devo, Severed Heads, New Order und Depeche Mode. Die Brücke hin zu elektronischer Clubmusik schlagen Ende der 80er Jahre frühe britische Techno-Projekte wie 808 State und The Black Dog. Als Student in einer Kleinstadt in Ohio prägt der Sound des zweieinhalb Autostunden entfernten Detroit seine weitere Entwicklung. Er beginnt, ein kleines Studio einzurichten.

1994 gibt er ein Demo an Dan Curtin, der Geist für sein Label Metamorphic signt. Schon ein Jahr später gründet Morgan Geist mit Environ sein eigenes Label, für das er mit der EP "Premise" auch selbst den Startschuss gibt. Für sein erstes Album "The Driving Memoirs" wechselt er 1997 kurzzeitig zum britischen Label Clear. Seine reduziert-atmosphärischen Tracks irgendwo zwischen House und Disco machen Geist international bekannt.

Den endgültigen Durchbruch schafft er 1999 zusammen mit Darshan Jesrani unter dem Projektnamen Metro Area. Die ersten Maxis des Duos finden sich in den Cases aller wichtigen DJs, das Album "Metro Area" wird 2002 zum Publikumserfolg. In der Folge widmet sich Geist einmal mehr seiner Disco-Liebe. Er bearbeitet alte Klassiker und gesuchte Geheimtipps, die 2004 in gemixter Form unter dem Titel "Unclassics" erscheinen.

2006 belebt er sein Label Environ mit dem von Italo-Disco-Produzenten wie Vangelis und Bobby Orlando beeinflussten Release "Most Of All" neu. Überhaupt präferiert Geist ganz Produzent den Studio- vor dem Bühnenaufenthalt: "Ich bin lieber hinter der Kulisse und bevorzuge mein Studio." Dort arbeitet er dann gerne mit Voca-Gästen wie Jeremy Greenspan von den Junior Boys und Kelley Polar.

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