Porträt

laut.de-Biographie

Kelley Polar

Die Musik des amerikanischen Komponisten Kelley Polar legt sich quer. Zwar nicht aus Prinzip, aber doch aus einer renitenten Haltung allen eingefahrenen Klischees zum Trotz. Disco, Kammermusik und experimentelle Elektronik zählt der Einzelgänger zu seinen prägenden Einflüssen und verbindet diese zu einem zu gleichen Teilen homogenen wie originellen Ganzen. Sein Debütalbum "Love Songs Of The Hanging Gardens" aus dem Jahr 2005 ist ein Spiegelbild davon.

Zur Welt kommt Michael Kelley in der historischen kroatischen Küstenstadt Dubrovnik, als Sohn von Eltern, die beide im diplomatischen Corps der USA tätig sind. Früh schon zeigt sich seine musikalische Ader. Er spielt Violine und schreibt seine ersten eigenen Kompositionen. Die Eltern fördern die Begabung des Sohnes. Dvorak und Schubert heißen seine Idole. Später kommen elektronische Pop-Künstler wie Thomas Dolby oder Kraftwerk hinzu.

Auf dem College in Ohio lernt Kelley Morgan Geist kennen. Jahre später treffen sich die beiden in New York wieder, wo Kelley an der renommierten Juillard School Musik studiert. Geist hat inzwischen sein Label Environ samt seinem Bankprojekt Metro Area auf dem Schirm und ist für einen Track noch auf der Suche nach den passenden Streicherparts. Da kommt ihm Kelley gerade recht. Er lädt ihn ins Studio ein, wo Kelley die Strings zu den Metro Area Hits "Miura" und "Caught Up" einspielt.

Konservatorium und Popmusik sind zwei Welten, die für Kelley zunehmend schwieriger unter einen Hut zu kriegen sind. Da kommt der provozierte Rauswurf gerade recht. Kelley hat nun Zeit, sein eigenes Projekt Kelley Polar Quartet voran zu bringen. Auf Geists Label Environ erscheinen einige Maxis, die in der Szene für Aufsehen sorgen. Die feinfühlige Art, in der hier Disco und Klassik zusammen kommen, begeistert. Auf seinem Debütalbum "Love Songs Of The Hanging Gardens" zelebriert Kelley den Flirt der beiden unterschiedlichen Genres in Reinkultur.

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