Porträt

laut.de-Biographie

Miss Yetti

Henrietta Schermall, wie Miss Yetti im bürgerlichen Leben heißt, gehört neben Monika Kruse und Ellen Allien zur ersten Liga deutscher DJanes. Auf ihr, bei unzähligen Liveauftritten rund um den Globus erworbenes, Feeling für die Vibrations auf dem Dancefloor kann sich Miss Yetti auch verlassen, wenn sie die Turntables mit dem Tonstudio vertauscht und in die Produzentenrolle schlüpft.

Infiziert mit Musik wird Miss Yetti spätestens beim Kauf ihrer ersten Platte: ein Release der Synthie-Band Depeche Mode. Der elektronischen Musik bleibt Miss Yetti treu. Anfang der 90er als sie ihr Psychologiestudium nach Köln verschlägt kommt sie mit Techno in Berührung. Wie es das Schicksal will, wohnt sie gegenüber von Delirium-Records, Kölns erster Adresse in Sachen House und Techno. Dort gehen in jenen Tagen Jörg Burger aka The Modernist und der heutige Kompakt-Chef Michael Mayer ein und aus und verführen Miss Yetti 1992 erstmals zum Kauf von Schallplatten. Eine folgenreiche Entwicklung bahnt sich an. Schon ein Jahr später legt sie auf dem Orion Rave in Bottrop zum ersten Mal auf und schafft auf Anhieb den Durchbruch. Das Raveline Magazin promotet die Newcomerin und der Kölner Ufo-Club bietet ihr eine Residency an.

Zusammen mit dem Produzenten Thorsten Stenzel produziert sie bald darauf eigene Tracks, wie "La Pression Innovative" oder "Les Jeux Superieurs", die auf Stenzels Liquid Records Label erscheinen. Auf die Dauer erweisen sich die beiden Musikerpersönlichkeiten aber als zu verschieden. Stenzel geht nach Ibiza, wo er sich vom balearischen Flair beeindruckt, leichten House- und Technoproduktionen zuwendet, während Miss Yetti sich stärker der Tradition des Sound of Detroit verpflichtet fühlt. Auf ihren Mix-CDs "More Favourite Tools" und "Berlin/Bruxelles", einer Kooperation mit Marco Bailey lotet sie den Grenzbereich von Tech-House, Electro und Techno aus. Der Berliner Alexander Kowalski, Gigolo-Star Terence Fixmer, DJ Rok oder Artist Unknown finden sich in ihrer Playlist. Neben ihrer DJ-Tätigkeit steht Miss Yetti 2003 in der Techno-Soap "Fake" vor der Kamera. Auch ihr Studium gerät trotz DJ-Karriere nicht unter die Räder. Miss Yetti schließt ihr Psychologiestudium mit Diplom ab und entscheidet sich der Universität auch weiterhin im Rahmen einer Promotion treu zu bleiben.

Das 2003 erscheinende Album "Out Of Control" bringt Miss Yettis musikalische Visionen auf den Punkt. Dunkel anschiebende EBM-Grooves weisen Miss Yetti zwar als ein Kind der 80er Jahre aus, fahren jedoch nicht auf der hippen Retro-, Electroclashschiene, sondern entfalten einen hypnotischen Sog, dem man sich nicht entziehen kann.

Mit Remixen von David Carretta, Ex-DAF-Mann Robert Görl, Bpitch Control-Chefin Ellen Allien und dem Sender-Act Peter Grummich knüpfen die Remakes nahtlos an die Qualität von "Out Of Control" an. Im Mai 2005 gibt mit Ricardo Villalobos ein langgedienter Produzent auf Gold & Liebe sein Stelldichein. Miss Yetti lässt es sich nicht nehmen, ihren jüngsten Spross in der Labelfamilie mit einem Remix zu ehren. Zudem beehrt Yetti Carrettas Space Factory Label, bevor sie sich an die Arbeit zu "Insights" macht, das im Herbst erscheint.

Interviews

Miss Yetti: "Junge Leute wollen harte Bässe ..."

Februar 2004 "Junge Leute wollen harte Bässe ..."

Interview von Daniel Straub

Das 2003 erschienene Debütalbum "Out Of Control" bringt Miss Yettis musikalische Visionen auf den Punkt. Mit der gerade veröffentlichten Maxi-Single "Timebombs In My Brain" legt sie auf ihrem Label Gold und Liebe nun noch einmal nach. Wir fragten sie, wie es denn nun weiter geht. (0 Kommentare)

Alben

Miss Yetti - Insights: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2006 Insights

Kritik von Daniel Straub

Die hübsche Berlinerin präsentiert hypnotisch groovenden Techno. (0 Kommentare)

Miss Yetti - Gold & Liebe: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2005 Gold & Liebe

Kritik von Daniel Straub

Knackiger Dancefloor-Appeal und hypnotische Sinnlichkeit. (0 Kommentare)

Videos

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