Porträt

laut.de-Biographie

Susie Van Der Meer

Die Menschen von der Waterkant müssen sich von Kindheit an dem Meer entgegenstellen. Um gegen die Naturgewalten nicht den Kürzeren zu ziehen, ist eine gehörige Portion Standhaftigkeit und Eigensinn vonnöten. Susie Van Der Meer, der Name deutet es bereits an, kommt von dort, wo die Horizontlinie Himmel und Wasser voneinander trennt. Dass die oben genannten Eigenschaften den Charakter der eigenwilligen Musikerin auszeichnen, davon kann man sich beim Anhören ihrer Alben lebhaft überzeugen.

1997 lässt die in Berlin wohnende Van Der Meer erstmals aufhorchen: "Static Warp Bubble" heißt das nach einem fiesen, schrumpfenden Universum aus Star Trek benannte Debütalbum. Kritiker, Fans und Industrie zeigen sich in seltener Einmütigkeit begeistert von den Kompositionen der charismatischen Vollblut-Künstlerin. Bald schon locken große Verträge, erscheint die Zukunft im Musikgeschäft gesichert.

Doch Susie Van Der Meer mag von all dem nichts wissen. Sie schickt ihre Band in die Wüste, zieht sich zurück, verweigert sich der schnellen Karriere. Zusammen mit anderen Musikern arbeitet sie an den Soundtracks zu "Lola rennt", "Meschugge" und "Nachts im Park".

Es dauert volle sechs Jahre bis sie sich 2003 wieder mit einem eigenen Album an die Öffentlichkeit wagt. "Luciferin" sind die zwölf eigenwilligen Poptracks betitelt, die vom herben Charme der Wahlberlinerin leben. Entstanden sind sie zusammen mit ihren beiden Co-Autoren Ben Lauber und Moses Schneider. Letzterer verdient sich seine Lorbeeren hauptsächlich als Produzent von Paula, Surrogat und den Inchtabokatables. Auch The Notwist-Produzent Mario Thaler steuert einen Song zum melancholischen Klangkosmos von "Luciferin" bei.

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