Porträt

laut.de-Biographie

Matt Ward

Nach einem Konzert von Giant Sand bekommt deren Mastermind Howe Gelb eine Kassette in die Hand gedrückt. "Not since Grandaddy have I ever been so charmed by an unknown collection of tunes and their display," wird er später darüber schreiben und den Autor, Matt Ward, als ersten externen Künstler bei seinem eigenen Label 0w 0m Records unter Vertrag nehmen.

M Ward - Hold Time
M Ward Hold Time
Cool, aber der Sound ist zu überladen.
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Vor der Veröffentlichung von "Duet For Guitars #2" im Jahr 2000 ist Ward so gut wie unbekannt, aber kein musikalisch unbeschriebenes Blatt mehr: Ein paar Jahre davor hatte er mit der Band Rodriguez unter Anleitung von Jason Lytle (Grandaddy) mit "Swing Like A Metronome" eine Platte aufgenommen, die es in den Indie-Vertrieb schaffte.

Biographisch ist über ihn vor dieser Zeit wenig zu erfahren. Mitte der 70er Jahre in Ventura County, Kalifornien geboren, zieht er nach dem Rodriguez-Album nach Chicago, wo er einige Songs mit einem 4-Track-Recorder aufnimmt. Mit dem Ergebnis in der Tasche geht es weiter nach Oregon, erst Seattle, dann Portland, wo es zu der Übergabe an Gelb kommt.

"Duet For Guitars #2," im wesentlich bestehend aus akustischer Gitarre und seiner hohen, leisen Stimme, bringt ihm Vergleiche mit Neil Young und Will Oldham ein. Die Kritiker, die sie zu hören bekommen, reagieren positiv. "Low-Key Folk-Rocker" lautet eine zutreffende Definition; neben den poetisch orientierten Lyrics ist es vor allem sein hintergründiges, klassisch anmutendes und recht virtuoses Gitarrenspiel, das Eindruck macht. Von großem Erfolg kann natürlich nicht die Rede sein, doch verschafft ihm die künstlerische Nähe zu Gelb auch in Europa eine gewisse Beachtung; die Aufnahme wird in Frankreich, Holland und Deutschland vertrieben, 2000 tritt er im Vorprogramm zu Giant Sand auch mehrere Male live auf.

Nach mehreren Mitarbeiten bei Tribute-Alben erscheint 2001 das Album "End Of Amnesia". Ward befasst sich darauf mit Träumen und Erinnerungen, nicht nur auf textueller, sondern auch auf musikalischer Ebene. Ein ehrgeiziges und durchaus hörbares Projekt, wie auch "Transfiguration Of Vincent" zwei Jahre später. Das Thema ist diesmal die Suche nach Liebe, die in einer Coverversion von David Bowies "Let's Dance" ihre Erfüllung findet.

Mit "Transistor Radio" meldet sich Ward 2005 zurück. Der Titel ist Programm, meint der Künstler, der die Bandbreite der Songs mit der eines Radioprogramms beschreibt. Neben Eigenkompositionen finden sich auf der Platte auch wieder Coverversionen, darunter "You Still Believe In Me", dessen Original von den Beach Boys stammt. Gastmusiker wie Vic Chesnut, John Parish oder Jenny Lewis runden das gelungene Album ab. Beim Solo-Debüt von Jenny Lewis (Rilo Kiley) fungiert Ward als Co-Produzent.

Im folgenden Jahr zieht sich der Sänger in sein Haus zurück, um "Post-War" aufzunehmen. Wieder einmal gibt der Name des Albums auch gleich das Konzept vor. Ward orientiert sich am Sound der amerikanischen Nachkriegsmusik, das heißt: Am Folkund Blues der 40er und 50er Jahre.

Nebenbei startet Ward mit der Schauspielerin Zooey Deschanel das Seitenprojekt She & Him, bei dem er die Musik zu ihren Texten beisteuert. 2008 erscheint ihr Debüt "Volume One". Dabei legt der Musiker eine neue Vorliebe für opulente Arrangements an den Tag, die auch sein im Februar 2009 erscheinenden Album "Hold Time" prägen.

Alben

M Ward - Post-War: Album-Cover
  • Leserwertung: 5 Punkt
  • Redaktionswertung: 5 Punkte

2006 Post-War

Kritik von Benjamin Fuchs

Warum ist dieser Mann nicht schon viel bekannter? (0 Kommentare)

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    Mit Soundbesipielen und aktuellen News.

    http://www.myspace.com/mward

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