Porträt

laut.de-Biographie

Mambo Kurt

Mambo Kurt. Zwei Worte, eine Legende. Der King Of Heimorgel orgelt sich bereits seit 1996 kreuz und quer durch die Republik und sogar durchs Ausland. Nur bis nach Japan und in die USA hat er es noch nicht geschafft. Sein Wunschtraum bleibt aber allemal, die beiden Länder mit den Klängen aus seiner analogen Electone D-85 zu beglücken, denn "die wissen bis jetzt ja noch gar nicht, was ihnen entgeht".

Als Rainer Limpinsel erblickt Mambo Kurt das Licht der Welt. In seiner Kindheit besucht er eine Orgelschule, und der Legende nach avanciert er 1982 sogar zum besten Heimorgelspieler in der Altersklasse bis 14 Jahren. Es soll jedoch bis 1996 dauern, ehe er in der Disco eines Freundes mit seiner Show auf der Bühne steht. Ab diesem Event verbreitet sich die Kunde des orgelnden Kurts wie ein Lauffeuer.

Bei einem Zufallstreff mit den Schweden von Clawfinger haut es die Band aus den Latschen, sie verpflichtet Mambo kurzerhand als Support-Act für ihre Tour. 1999 hört auch Verona Feldbusch von seinen Künsten. Mambo bewirbt sich in ihrer Show als 'Traummann' und gelangt so zu einem Job als Veronas Begleitband. Das Outfit, mit dem er zuweilen auf der Bühne steht, hat er nach eigenen Aussagen aus dem Altkleidersack des Roten Kreuzes, die unverkennbare Brille gabs für eine Mark an der Tankstelle.

Mit dem selbsterklärenden Titel "Return Of Alleinunterhalter" erscheint 1999 sein Debüt. Auf diesem Kuriosum covert er sich mit seiner Orgel - übrigens die schwerste jemals gebaute Heimorgel - durch Songs von Guns n'Roses, Van Halen, Rammstein, Green Day, Fugazi, Rage Against The Machine und Nirvana. Kurt Cobain ist es auch, der bei Mambo Kurt Namensgeber spielt. Würde er heute noch leben, er wäre stolz, dass er seinen Teil zum Revival der Heimorgel beitragen kann - oder auch nicht.

Live ist Mambo Kurt ein Erlebnis. Nicht selten wirft er sich todesmutig in die Masse und stagedivet was das Zeug hält. Nicht umsonst lautet der Titel der 2002er-Scheibe treffend "Ekstase". In ebendiese verfallen Konzertbesucher regelmäßig, wenn Kurt zum Tanze aufspielt. Mambo muss es nicht immer sein, sein Orgelchen gibt viele Rhythmen her. Vom Bossa Nova über Polka hin zu Tango und Walzer, Kurt hats einfach drauf.

2004 kommt Bewegung ins Mambo Kurt-Programm. Ähnlich wie bei Helge Schneider ist nun eine 'Orgelpraktikantin' mit an Bord, live kommt sogar seine alte Orgel-Lehrerin Heidi Schulz zu einem prominenten Auftritt, wenn sie textsicher "Anarchy In The UK" singt und das Intro zu "Number Of The Beast" spricht. Auch Gitarristin Andrea Odendahl (Ex-Jesus On Extasy/Pain) hat ihn schon live begleitet.

Bei Metal-Festivals wie dem Wacken Open Air oder auch anderen Veranstaltungen ist Mambo Kurt inzwischen so etwas wie eine feste Institution und rockt dort regelmäßig die Hütte. 2006 steigt er nicht nur als Keyboarder bei Elekton ein, sondern ist auch offizieller Fanbotschafter der ARD bei der Fussball-WM und steht seit September Pierre M. Krause in dessen SWR3 Show "Ring Frei" musikalisch zur Seite. Natürlich vergisst er bei all dem Trubel nicht, ein paar alte Klassiker in ein neues Gewand zu drücken. So erscheint Ende Juni 2007 das nächste Album "Spiel Heimorgel, Spiel".

Darauf gibt Orgellehrerin Heidi Schulz "God Save The Queen" zum Besten, bei Mambos Version von "South Of Heaven" dürften sich sogar bei Fleischmütze Kerry King die Haare aufstellen. So evil und heavy klang keine Heimorgel je zuvor ... Damit man sich aber auch als Unkundiger ein Bild von dem Ereignis machen kann, erscheint im Juni 2008 die DVD "The Orgel Has Landed".

Während die einen der Meinung sind, dass sich der Witz langsam aber sicher tot gelaufen hat, bekommen die beinharten Fans nicht genug von dem kauzigen Kerl. Der lässt sich nicht beirren und legt 2010 mit "King Of Heimorgel" nach. Darauf sind für den Metalfan eher irrelevante Acts wie Lady Gaga, Mando Diao oder Vanilla Ice neben Sachen von System Of A Down oder Motörhead vertreten.

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