Porträt

laut.de-Biographie

Keep Of Kalessin

Die Wurzeln der aus dem norwegischen Trondheim stammenden Keep Of Kalessin reichen bis ins Jahr 1994 zurück, als Drummer Obsidian Claw (aka Arnt Ove Grønbech) und Shouter Ghâsh die Band Ildskjaer gründen. Erst als sich Obsidian Claw die Gitarre umschnallt und Basser Warach (aka Øyvind Westrum) und Drummer Vyl (aka Vegar Larsen) die Band vervollständigen, kommt Schwung in die Sache.

Auf ihrem ersten Demo "Skygger Av Sorg", das maßgeblich von der amerikanischen Autorin Ursula Le Guin ("Erdsee") beeinflusst ist, bieten sie epischen, aber eher durchschnittlichen Black Metal. Obwohl die Qualität der Aufnahmen nicht sonderlich gut ist, bietet ihnen das italienische Avantgarde Music Label einen Deal an.

So erscheint 1997 das Debüt "Through Times Of War". Darauf zeigen sich Keep Of Kalessin bereits wesentlich souveräner und glänzen - im Vergleich zu vielen ihrer Landsmänner - auch mit einer sehr guten Produktion. Vergleiche mit Mayhem und Satyricon lassen sich musikalisch nicht von der Hand weisen, doch Keep Of Kalessin etablieren schnell ihren eigenen Sound.

Größere Touren sind zunächst nicht drin, doch mit Bloodthorn spielen sie zumindest ein paar Gigs in Norwegen. Zwei Jahre nach dem Debüt kehren sie mit "Agnen: A Journey Through The Dark" zurück und zeigen sich deutlich selbstbewusster. Zum nach wie vor vorherrschenden Black Metal mischen sich inzwischen Einflüsse aus dem Thrash und Death Metal. Außerdem versuchen sie nicht, wie ihre Genrekollegen zwanghaft norwegisch zu klingen, sondern orientieren sich an diversen Schwedensounds.

Live greifen Keep Of Kalessin immer wieder auf die Dienste des ehemaligen Atrox-Gitarristen Cernunnus (aka Tor-Helge Skei) zurück. Allerdings bricht die Band 2000 auseinander und liegt zunächst einmal auf Eis.

Obsidian Claw schreibt zwar weiter an Songs, doch fehlt ihm das Personal, um diese auf umzusetzen. So steigt er 2003 schließlich als Livegitarrist bei Satyricon ein und kommt dort in Kontakt mit Drummer Frost (Ex-Gorgoroth). Der ist einverstanden, mit dem Gitarristen die EP "Reclaim" aufzunehmen. O.C. sieht sich nach einem Shouter um.

Attila Cshihar (Ex-Mayhem) schreit die 2003 erscheinende EP ein, doch das Line-Up behält nicht lange Bestand. Als O.C. im Dezember 2004 gerade wieder mit Satyricon in Kanada auf Tour ist, werden er und Gitarrist Steinar Gundersen von einer Frau der Vergewaltigung beschuldigt. Die Anklage wird wenig später jedoch wieder zurückgezogen.

Inzwischen ist Drummer Vyl wieder bei Keep Of Kalessin eingestiegen. Mit Robin 'Wizziac' Isaksen ist auch ein neuer Bassist dabei. Fehlt also nur noch ein geeigneter Shouter, den die Band in Person von Thebon (aka Torbjørn Schei) findet.

In dieser Besetzung machen sie sich an die Aufnahmen zu "Armada", das im April 2006 erscheint und in den norwegischen Charts auf Platz 20 einsteigt. Schon im November zuvor waren Keep Of Kalessin im Rahmen der 'X-Mas-Festivals'-Tour mit Hypocrisy und Exodus zum ersten Mal auch außerhalb Norwegens auf Tour. Mit dem Jazz-Duo Monolithic spielen sie sogar einen Gig auf dem Trondheim Jazzfestival. Im September 2006 geht es mit Zyklon, Enslaved und 1349 durch England. Wenig später stehen sie wieder auf norwegischen Bühnen.

Allerdings haben sich Keep Of Kalessin inzwischen einen dermaßen guten Status erarbeitet, dass sie als Headliner in Europa auf Tour gehen können. Nachdem sie im April 2007 noch mal mit Marduk, Enslaved, Melechesh und Goatwhore unterwegs waren, geht es im September wieder an die Vorbereitungen für ein neues Album.

Mittlerweile haben sich Keep Of Kalessin nach einem neuen Label umgesehen und sind bei Nuclear Blast untergekommen. Dort erscheint Anfang Juni 2008 ihr viertes Langeisen "Kolossus". Mit dem Label im Rücken ist es den Norwegern endlich möglich, ausgiebig auf Tour zu gehen. So erspielen sie sich rasch einen etablierten Status in ganz Europa.

Musikalisch entwickeln sie sich derweil ebenfalls weiter und wagen Anfang 2010 sogar den Schritt, mit ihrem Song "Dragontower" am norwegischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest teilzunehmen. Da in dem Song keine nennenswerten Black Metal-Elemente mehr vorkommen, machen sie sich nicht nur Freunde damit.

Ähnlich geht es ihnen mit dem dazu gehörenden Album "Reptilian", das Mitte Mai des Jahres erscheint. Allerdings haben sie auch früher schon wenig auf die Meinungen von außen gegeben - warum also etwas daran ändern?

Alben

Keep Of Kalessin - Reptilian: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2010 Reptilian

Kritik von Michael Edele

Viel zu gut, um stumpf durch die Gegend zu brettern. (0 Kommentare)

Keep Of Kalessin - Kolossus: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2008 Kolossus

Kritik von Michael Edele

Was soll hier nach Dimmu Borgir klingen? (0 Kommentare)

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