Porträt

laut.de-Biographie

James Arthur

James Arthur, Gewinner der neunten englischen X Factor-Staffel, ist ein Mann der klaren Worte: "Ich will mich nicht mehr dirigieren lassen. Ich scheiße auf Marionetten wie One Direction", so der britische Castingshow-Newcomer.

James Arthur - Back From The Edge
James Arthur Back From The Edge
Die außergewöhnliche Stimme macht den Unterschied.
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James Andrew Arthur wächst zusammen mit vier Geschwistern in Bahrain auf. Als der gebürtige Brite wieder an seinen Geburtsort zurückkehrt, entfacht in ihm die Leidenschaft zur Musik. Dabei spielen Genres keine Rolle. James ist offen für alles: "Soul, Pop, Hip Hop, Rock: Wenn mich ein Song berührt, dann ist es mir egal, aus welcher Ecke er kommt", sagt der Sänger.

James versucht es zunächst auf eigene Faust. Seine ersten Songideen veröffentlicht er via Youtube und MySpace. Doch der Erfolg bleibt aus. Auch innerhalb eines Kollektivs (James Arthur Band) sorgt der Engländer nur bedingt für hochgezogene Augenbrauen innerhalb der Szene. So hält sich James mit kleinen Engagements in Pubs und Bars über Wasser, ehe er sich im Jahr 2011 bei der Castingshow The Voice UK bewirbt. Doch auch hier führt der Weg nicht ins Ziel.

Statt sich jedoch hängen zu lassen, versucht es James im Jahr darauf erneut – diesmal allerdings als Kandidat bei The X Factor. Unter der Regie seiner Mentorin Nicole Scherzinger dringt der Sänger bis ins Finale vor und setzt sich am 9. Dezember 2012 mit seiner Interpretation des Songs "Impossible" von Shontelle gegen Jahméne Douglas durch.

Von nun an geht es Schlag auf Schlag. Kurz nach der Show erklimmt die Sieger-Single die Spitze der englischen iTunes-Charts und schiebt den emsigen Sänger praktisch über Nacht ins nationale Rampenlicht: "Als es plötzlich losging, war es schon ziemlich heftig. Ich hatte keine ruhige Minute mehr. Aber letztlich war es genau das, was ich immer wollte", sagt James.

Nach der Veröffentlichung der zweiten Single "'Til Somebody Loves You" schickt ihn das Label auf Weltreise, um mit angesagten Produzenten und Songwritern an seinem Debütalbum zu feilen. Das selbstbetitelte Ergebnis kommt hierzulande im Oktober 2013 auf den Markt und präsentiert einen Künstler, der gekonnt zwischen Bill Withers Soul und dem kauzigen Sprechgesang von Everlast hin und her pendelt.

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Der Sänger selbst, ist mit dem Resultat jedoch nicht ganz zufrieden: "Ich habe mit vielen Produzenten in Amerika und mit vielen hier gearbeitet und bei meinem nächsten Album werde ich das mit Sicherheit nicht tun. Das zerstört nur die Kreativität."

Für die Zukunft hat James Arthur schon ganz konkrete Pläne: "Ich werde mich ganz auf mich verlassen. Vielleicht kann ich irgendwann mit Adele, Beyoncé, Rihanna oder Miley Cyrus zusammenarbeiten. Das wäre super. Aber an erster Stelle werden meine Bedürfnisse stehen."

Der Traum von großen Kollaborationen rückt allerdings schnell wieder in den Hintergrund. James Arthur hat kurz nach der Veröffentlichung seines Debütalbums erst einmal ganz andere Probleme. Zwar liegt ihm die Pop-Welt zu Füßen. Aber für den Sänger, der in einer Pflegefamilie aufwuchs, ist das auf Dauer zu viel. James Arthur zieht sich zurück: "Ich war plötzlich nicht mehr ich selbst. Ich kam mir vor wie eine Figur auf dem Schachbrett, wie eine Marionette, die 24 Stunden am Tag funktionieren muss. Überall wollten die Leute etwas von mir. Das war mir einfach zu viel Druck.", verrät er uns drei Jahre später im Interview.

Die Phase, in der James Arthur unter schweren Depressionen litt, ist 2016 Geschichte. Mit einem neuen Album ("Back From The Edge") im Gepäck wagt der Brite einen zweiten Anlauf. Angst davor, dass er erneut scheitern könnte, hat er nicht. James Arthur blickt hoffnungsvoll in die Zukunft: "Ich spüre keinen Druck. Der einzige, der Druck macht, bin ich selbst. Mittlerweile bin ich selbstbewusster und offener. Ich gehe auf die Menschen zu und höre genau hin. Sie freuen sich, dass ich noch da bin, an mich glaube und nicht aufgebe."

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