Porträt

laut.de-Biographie

Invocator

Sänger/Gitarrist Jacob Hansen startet seine Musikkarriere 1986 noch unter dem Namen Black Creed. Der ist aber bald Geschichte. Nachdem er die Band in Invocator umgetauft hat, spielt er zusammen mit Gitarrist Jakob Schultz, Basser Jesper Möller Jensen und dessen Bruder Per Möller Jensen an den Drums das erste Demo ein.

Dieses erscheint '88 und ermöglicht ihnen im heimischen Dänemark die ersten Gigs, u.a. mit den Kollegen von Artillery. Schon ein Jahr später legen sie mit einem zweiten Demo nach und sichern sich Gigs im Vorprogramm von Bands wie Entombed, Edge Of Sanity, Psychotic Waltz oder Gorefest. Dank des Demos ziehen sie einen Deal mit Black Mark Records an Land und machen sich and die Aufnahmen zu ihrem Debütalbum.

"Excursion In Demise" erscheint 1991 und ist nicht nur was für Fans von alten Kreator-Scheiben. Mit einer saftigen Mischung aus Thrash und Death Metal wird das Album direkt für den dänischen Grammy als bestes Metal-Album nominiert. Neben einigen Gigs mit EvilDead, Pungent Stench oder Atrocity ist vor allem die Tour mit Dark Angel durch Europa enorm wichtig für die Band. Auch auf dem Roskilde Festival spielen sie, müssen seltsamerweise aber mit Bands wie Crowded House, Texas und The Pogues auf die Bühne, anstatt mit anderen Metalbands.

Jakob und Jesper steigen dann aus und Invocator brauchen einen neuen Basser und Gitarristen. Mit Perle Hansen (Gitarre) und Per Jakobsen (Bass) machen sie sich 1993 an die Aufnahmen zu "Weave The Apocalypse". Was die Jungs live drauf haben, beweisen sie auf der anschließenden Tour mit Paradise Lost, die sie Abend für Abend an die Wand spielen. Auch Sepultura müssen sich bei ihrem Gig mit der Band warm anziehen. Nachdem sie jeweils eine Coverversion von Artillery und Death Angel aufnehmen, erscheint '94 "Early Years" mit remasterten Versionen der beiden Demos.

Mit Black Mark laufen die Geschäfte alles andere als harmonisch und so sucht man sich ein neues Label. Über Die Hard Music erscheint '95 noch das dritte Album "Dying To Live", auf dem Carsten Mikkelsen schon den Bass zupft, aber die Chemie innerhalb der Band stimmt schon nicht mehr. Vom Tempo her geben sie sich auf der Scheibe deutlich gemäßigter. Es folgt noch eine knappe Tour durch Dänemark, dann lösen sich Invocator desillusioniert auf.

Frontmann Jacob macht sich in den folgenden Jahren einen ausgezeichneten Ruf als Produzent und verhilft Acts wie Mercenary, Volbeat, Raunchy oder Hatesphere zu anständigen Sounds. Zur Jahrtausendwende juckt es ihn aber wieder in den Fingern. Zusammen mit dem ehemaligen Autumn Leaves-Gitarristen Flemming C. Lund und dem Raunchy-Drummer Brian Rasmussen nimmt er ein neues Demo auf. Davon lassen sich Scarlet Records überzeugen und nehmen Invocator unter Vertrag.

Jacob und Flemming reaktivieren einfach Basser Carsten. Der bringt mit Jakob Gundel (Ex-Withering Surface) einen sehr fähigen Drummer zur Band. Ex-Schlagzeuger Per Möller Jensen ist inzwischen mit dem Umweg über Konkhra bei The Haunted eingestiegen und Perle Hansen hat mit dem aktiven Musikerdasein gar nichts mehr zu tun. 2003 erscheint "Through The Flesh To The Soul", doch außer ein paar Einzelgigs passiert nicht viel.

Offiziell existieren sie immer noch, doch Jacob Hansen vertreibt sich die Zeit eher mit weitern Jobs als Produzent. Auch Flemming widmet sich vorerst seinem Nebenprojekt Scavenger, das er 2005 in The Arcane Order umbenennt und in dem ihm Raunchy-Fronter Kaspar Johansen zur Seite steht. Christoffer verdient sich seine Brötchen als Musiklehrer und Drummer Jakob steigt bei The Downward Candidate ein.

Hansen mischt seit einiger Zeit nicht nur bei Beyond Twilight als Gitarrist mit, sondern ist seit Januar 2006 auch noch neuer Frontmann von Anubis Gate. Ob es da noch irgendwann mit Invocator weiter geht, ist fraglich.

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