Porträt

laut.de-Biographie

Artillery

Schon Anfang der 80er Jahre machen die beiden Stytzer-Brüder Michael (Gitarre) und Morten (Bass) in Taastrup klar, dass man nicht nur in der Bay Area weiß, wie technisch versierter Thrash Metal klingen muss. Zusammen mit Drummer Casten Nielson und Shouter Per Onink beweisen sie schon 1982, dass auch in Dänemark ein paar durchaus fähige Musiker ihr Unwesen treiben.

Artillery - Legions Aktuelles Album
Artillery Legions
Die Thrash-Veteranen wissen noch wie's geht.

Per wird nach den ersten Gigs aber vor die Tür gesetzt und Carsten Lohmann nimmt seinen Platz ein. Mit ihm nehmen sie zwei Demos auf, die im Underground für Aufsehen sorgen. Allerdings packt Carsten daraufhin seine Sachen wieder ein, weshalb Flemming Rønsdorf
seinen Platz einnimmt. Inzwischen ist mit Jorgen Sandau auch ein zweiter Gitarrist in der Band. Nachdem sie ein drittes Demo veröffentlichen, schlägt das englische Neat Records-Label zu.

So erscheint '85 ihr Debüt "Fear Of Tomorrow" und schlägt in Thrash-Kreisen mächtig ein. Zwar scheiden sich an Flemmings Vocals die Geister, doch an der technischen Finesse der Musiker besteht kein Zweifel. Das Covermotiv zum zwei Jahre später erscheinenden Nachfolger "Terror Squad" ist an Dilettantismus kaum zu überbieten. Das verwundert nicht wirklich, denn das Label hatte die Band aufgefordert, selber ein Cover zu zeichnen. Das geht zwar in die Hose, die Scheibe gehört dennoch in den CD-Schrank von jedem, der sich selber Thrash-Fan schimpft.

Morten steigt zwar kurzfristig aus, ist aber rechtzeitig für ein paar Gigs in der Sowjetunion wieder am Start. Da ein paar Fans zu enthusiastisch reagieren, fliegen sie aber recht schnell wieder raus aus Russland. Danach löst sich die Band erst einmal auf, da Morten sich Furious Trauma widmet. Allerdings finden sie sich nach neun Monaten wieder zusammen und Morten hängt sich ebenfalls die Gitarre um, da Peter Thorslund den Bass übernommen hat.

So veröffentlichen sie 1990 ihr bestes Album "By Inheritance" über Roadrunner, das von Flemming Rasmussen (Metallica, Blind Guardian) produziert wird. Doch auch damit gelingt nicht der große Durchbruch und schon kurze Zeit später ist wieder Schicht im Schacht. Morten und Michael gründen Missing Link und Flemming schließt sich einer Beatles-Coverband (!), als John Lennon an. Posthum erscheint 1998 über Mighty Music "Deadly Relics", worauf die Songs der drei Demos zu hören sind.

Als sie im selben Jahr in Kopenhagen einen Reunion-Gig spielen, bieten ihnen Diehard Records prompt einen Deal an, auf den sie tatsächlich eingehen. Mit Drummer Per Möller Jensen (The Haunted, Invocator, Nightrage) nehmen Michael, Morten und Flemming "B.A.C.K." auf und überlassen Andy Sneap (Kreator, Nevermore) den Mix. Die Scheibe knüpft nahtlos an alte Glanztaten an, aber so recht in die Gänge kommt die Band dennoch nicht. Allein im November 2004 gibt es mal wieder ein weiteres Lebenszeichen, als das Trio zusammen mit Hatesphere-Basser Mikael Ehler und Drummer Anders Gyldenohr einen Gig spielt.

Drei Jahre ziehen ins Land, ehe die Band sich erneut in einer neuen Konstellation präsentiert. Mit den Herren Peter Thorslund, Carsten N. Nielsen und Søren 'Nico' Adamsen geht es ein Jahr später ins Studio, um einen im März 2008 in Polen absolviertes Konzert für die Nachwelt aufzubereiten.

Euphorisiert von den überwiegend positiven öffentlichen Reaktionen, setzt die Band im Folgejahr noch einen drauf ("When Death Comes"). Das Bandleben kommt zunehmend wieder in Fahrt. Es folgen diverse Club- und Festival-Touren.

Im Jahr 2011 geht es dann erneut ins Studio. Dabei entsteht das Album "My Blood", das die Band mehr und mehr von ihrer Powermetal-Seite präsentiert.

Kurz nach dem Release verlassen Søren und Carsten die Band wieder, um sich anderen Projekten zu widmen. Doch die Dänen finden schnell Ersatz. Dabei sticht besonders die Verpflichtung des neuen Sängers Michael Bastholm hervor, der den Sound mit seinem markanten Organ auf ein neues musikalisches Level hievt.

Zwei Jahre später folgt die Studio-Feuertaufe für das neue Line-Up ("Legions"). Gitarrist Michael Stützer ist glücklicher denn je: "Das Jahr 2013 war fantastisch. Die Band funktioniert wieder super und die Leute sind wieder heiß auf uns. ich glaube aber, dass die kommenden Jahre noch besser werden.

Alben

Artillery - Legions: Album-Cover
  • Leserwertung: 3 Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2013 Legions

Kritik von Kai Butterweck

Die Thrash-Veteranen wissen noch wie's geht. (0 Kommentare)

Fotogalerien

Artillery auf dem BYH 2010 Die Dänen sind live nicht unbedingt 'ne Partyband.

Die Dänen sind live nicht unbedingt 'ne Partyband., Artillery auf dem BYH 2010 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Die Dänen sind live nicht unbedingt 'ne Partyband., Artillery auf dem BYH 2010 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Die Dänen sind live nicht unbedingt 'ne Partyband., Artillery auf dem BYH 2010 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Die Dänen sind live nicht unbedingt 'ne Partyband., Artillery auf dem BYH 2010 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele)

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