Porträt

laut.de-Biographie

Frittenbude

Wenn sich eine Band Frittenbude nennt, ist das schon einmal ein Zeichen für eine gesunde Portion Selbstironie. Gehobenen kulturellen Anspruch reklamieren Frittenbude aus Bayern mit Sicherheit auch nicht für sich.

Schließlich sind Josef Utzenbacher, Rüdiger Streuner und Schranz Beckenhauer – schöne Alter Egos übrigens – eindeutig ein spätes Nachbeben hyperventilierender Bands wie Deichkind, Mediengruppe Telekommander und überhaupt des Hypes um "3 Tage Wach". Auch die neuerliche, mit Sex und Rock'n'Roll kokettierende Tanzbegeisterung, ausgelöst durch Justice und andere Acts des französischen Ed-Banger-Labels, ist sicher nicht ganz abträglich.

Jedenfalls zitieren, rezitieren und basteln die drei Twens kompromisslos Versätze von Techno, Rave und Rap zu einer bunten Lach- und Schießgesellschaft zusammen, der es in erster Linie um gereimten Party-Hedonismus und ein bisschen Teenage Riot geht. So stehen die Chancen gar nicht schlecht, dass Frittenbude mit ihrem Heiß und Fettig auch ordentlich Umsatz machen.

Mit dem Hamburger Label Audiolith hat man schließlich nicht zuletzt eine glaubwürdige und gut vernetzte Rave-Streitmacht im Rücken, deren vorauseilender Ruhm für volle Jugendzentren landauf, landab sorgt. Und mit dem Pandabären als Party-Maskottchen und digitaler Bastelvorlage mutieren die Konzerte gerne mal zu wilden Maskenbällen für die Internetgeneration. Spaß erfordert eben nicht unbedingt Originalität.

Alben

Frittenbude - Katzengold: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2010 Katzengold

Kritik von Gina Kutkat

"Du kaufst der Frau, die du liebst, ein Shirt von Audiolith!" (0 Kommentare)

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Termine

Sa 03.05.2014 Podersdorf (Neusiedler See)
Sa 07.06.2014 Bitterfeld (Agorapark (Halbinsel Pouch))
Sa 26.07.2014 Dortmund (Westfalenpark)
Sa 09.08.2014 Saalburg (Festivalgelände am Wetteraweg / Bleilochtalsperre)
Fr 22.08.2014 Moosburg (Utopia Island)

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