Porträt

laut.de-Biographie

Echoboy

Nach Robin Hood, dem Rächer der Enterbten, dem Retter der Armen, Witwen und Waisen, wird ein neuer Mann aus Nottingham Geschichte schreiben. Allerdings läuft Richard Warren aka Echoboy nicht mit Pfeil und Bogen durch die Gegend, sondern eher mit elektronischen Utensilien.

Den meisten Lesern wird der junge Brite noch als Gitarrist seiner damaligen Band The Hybrids bekannt sein. Durch ein nettes Angebot der Gallagher Brüder rückt der Musiker noch weiter ins Rampenlicht vor. Die wollen Richard nämlich als Bassisten für ihre Britpop Band haben. Er lehnt freundlich ab und scheint seine Entscheidung nicht zu bereuen. Während Oasis sich durch andauernde Pöbeleien und Trennungsgerüchte negative Schlagzeilen machen, kann Echoboy froh sein, dass er sich für eine Solokarriere entschieden hat. Da bleiben Streitigkeiten erst mal aus und er kann sich in Ruhe auf seine Musik konzentrieren.

Damals noch eher in Sachen Rock unterwegs bedient er sich heute des guten alten Synthesizers. Wobei er seinen Ursprung nicht ganz verleugnen kann. Krautige Gitarren und vereinzelte Popelemente mischt der Sound-Tüftler unter seine Tracks. Mit dieser bunten Mischung aus der großen Welt der populären Musik macht Warren schon mit seinem Debut auf sich aufmerksam. Vergleiche mit Bands, wie Primal Scream und Kraftwerk werden oft genannt.

Der Mann aus der Nähe des Notthingham Forrest kann auf seine Plattenverträge stolz sein. Vorher schon einige Veröffentlichungen bei Earworm und Rough Trade, kann er sich seit 1999 bei Mute zu Hause fühlen. Seine "Wohngenossen" sprechen für sich. Neben Moby und den Einstürzenden Neubauten machen es sich weitere berühmte Künstler, wie zum Beispiel Depeche Mode, Nick Cave and the Bad Seeds oder auch The Jon Spencer Blues Explosion dort bequem.

Von der zweiten Platte "Volume 1" sind viele Kritiker positiv überrascht. Alle sind glücklich, dass der Engländer sich für seinen Alleingang entschieden hat. Mit psychedelischer Elektronikmusik würde er bei Liam und Noel sowieso auf Granit beißen. Die Singleauskopplung "Kit and Holly" macht deutlich, dass Echoboy einen neuen Stein in der Elektro-Pop-Szene zum Rollen bringt. Und auch das dritte Album kann sich hören lassen.

"Giraffe" erscheint 2003. Produzentenlegende Flood (U2, Depeche Mode und Smashing Pumpkins) greift Echoboy dabei unter die Arme. Zwei Jahre und drei Singleauskoppelungen später kommt "Elektrik Soul Psymphonie" bei seinem neuen und alten Label Earthworm Records heraus. Da ein Robin Hood auf die Dauer nicht allein in seinem Wald herumstreunen will, produziert Echoboy ein Album der Nottinghamer Newcomer-Band Punish the Atom. Ansonsten vertreibt er sich die Zeit mit zahlreichen Remixen für andere Künstler.

Alben

Echoboy - Giraffe: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2003 Giraffe

Kritik von Judith Geppert

'Chamäleon' wäre vielleicht treffender ... (0 Kommentare)

Echoboy - Volume 2: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2000 Volume 2

Kritik von Jasmin Lütz

Der Robin Hood der Elektronik verknüpft die verschiedenen Genres. (0 Kommentare)

Echoboy - Vol. 1: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2000 Vol. 1

Kritik von Daniel Straub

Sperrige Popmusik für das nächste Jahrzehnt (0 Kommentare)

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