Porträt

laut.de-Biographie

Dead By Sunrise

Eigentlich sollte es nur ein Nebenprojekt von Chester Bennington werden. Der Linkin Park-Sänger schreibt viele Songs – einige davon passen allerdings nicht zum Sound seiner Band. Deswegen beschließt er, zusammen mit Ryan Shuck und Amir Derakh, Ex-Orgy- und derzeit Julien-K-Mitglieder, Brandon Belsky, Elias Andra und Anthony "FU" Valcic zu arbeiten. Das Projekt entwickelt sich zum Selbstläufer. Dead By Sunrise erwacht zum Leben.

Bereits im Alter von 15 Jahren grübelt Chester Bennington über Lyrics. Er sitzt an "Morning After", einem düsteren, grungigen Song. Als sich einige Jahre danach der große Erfolg von Linkin Park einstellt, hat er diesen Track noch immer nicht aus seinem Kopf verbannt. Der Sound allerdings unterscheidet sich stark von dem Linkin Parks. Der Musiker bespricht sich mit seinen Kollegen – und beginnt mit den Arbeiten am Soloprojekt.

In wenigen Wochen des Jahres 2005 erarbeiten Bennington, Shuck und Co viele Songideen und Melodien, die sie umsetzen möchten. Doch es kommt anders. Linkin Park ordert ihren Frontman zurück ins Studio für die Aufnahmen an "Minutes To Midnight" und eine folgende Tour. "Wenn alle von Linkin Park ins Studio gehen wollen, dann sag ich nicht, dass ich jetzt aber lieber mein eigenes Ding durchziehe. Das wäre total uncool", erklärt der Sänger. Das Projekt liegt aus diesem Grund weitere vier Jahre auf Eis. Nur sporadisch entwickelt sich Dead By Sunrise in dieser Zeit weiter.

Die größte Entwicklung: Chester beschließt, sein Soloprojekt zu einer neuen Band umzugestalten und die Mitglieder an der Albumentwicklung noch stärker zu beteiligen. Bennington: "Ryan und Amir riefen mich eines Nachts an und fragten: 'Hey, hättest du was dagegen, wenn wir uns einen Song vornehmen und ein bisschen mit ihm herumspielen, um zu sehen, was dabei herauskommt? Wir haben da ein paar Ideen und glauben, es könnte richtig cool werden.' Ich sagte nur: 'Ich geb euch völlig freie Hand. Macht aus den Songs, was immer ihr gut findet. Macht es einfach.' Dann fingen sie an, und die Wendungen und Entwicklung, die die Musik so nahm, haben mich echt weggeblasen!"

Mit Howard Benson (My Chemical Romance, P.O.D., Papa Roach) holen sich Dead By Sunrise einen erfahrenen Produzenten mit ins Boot. Er verfeinert besonders die Stimmaufnahmen.

Ihr Album "Out Of Ashes" unterscheidet sich damit bezeichnend von Linkin Park. Bennington hat die Texte alleine geschrieben, sie handeln von Selbstzweifeln, kaputten Beziehungen und Suchtproblemen, aber auch von Liebe und Gefühlen. Themen, die den Alltag des Musikers widerspiegeln. Er hat seine Scheidung hinter sich gebracht und erfolgreich gegen die Alkoholsucht gekämpft, eine neue Freundin, vier Kinder, die ihm "die Welt bedeuten". Dies verarbeitet er in den Songs. Dementsprechend stellen diese sich dar. Chester beschreibt es so: "Irgendwie grungy, dirty und punky – gemischt mit einer Art Elektro-Pop-Alternative-Sound."

"Out Of Ashes" erscheint im Oktober 2009. Die Band spielt einige Gigs, um das Album zu promoten. Chester Bennington konzentriert sich nebenbei allerdings ebenso auf Linkin Park, mit denen er 2010 ein weiteres Album auf den Markt bringt. In Konkurrenz stehen die Bands angeblich nicht. Gitarrist Ryan Shuck: "Linkin Park ist die fucking best band of the world! Sie unterstützen uns total." Material für weitere Dead By Sunrise-Platten ist laut Chester und Ryan im Übermaß vorhanden. Wann allerdings sich Aufnahmen in den vollen Terminkalender einplanen lassen, ist noch unklar.

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Dead By Sunrise - Out Of Ashes: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2009 Out Of Ashes

Kritik von Deborah Katona

Wie der Phoenix aus der Asche - nur mit weniger Feuer. (0 Kommentare)

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