Porträt

laut.de-Biographie

Zakk Wylde

1967 war die Welt in Bayonne in New Jersey noch in Ordnung. Bis zum 14. Januar, denn knappe neun Monate früher hatten Mr. und Mrs. Wielandt die Idee, sich fortzupflanzen, und setzen an besagtem Tag Jeffery Philip Wielandt in die Welt. Das wäre an sich nicht weiter schlimm gewesen, aber aus diesem Kerl soll sich später ein Waldschrat namens Zakk Wylde entwickeln, der in der Welt der harten Musik die eine oder andere Wand zum Wackeln bringt.

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Schon mit acht Jahren beschäftigt er sich zum ersten Mal mit einer Klampfe, legt diese dann aber wegen mangelnden Interesses wieder zur Seite. Erst mit vierzehn kommt er erneut auf den Geschmack. Er nimmt Gitarrenunterricht und lernt von einem Kerl in Manhattan auch Einiges an der klassischen Gitarre.

Zu dieser Zeit gründet er seine erste Band Stone Henge, mit der er auf Partys Songs von Ozzy Osbourne, Black Sabbath oder Rush nachzockt. Auch seine spätere Frau Barbaranne Caterina lernt er in diesem Zeitraum kennen.

Nach der Highschool arbeitet Jeffery in einem Supermarkt und spielt in diversen Bands, unter anderem bei Zyris. Dort ersetzt er Dave Linsk, der zunächst eigene Wege beschreitet und später bei Overkill die Riffs zersägt.

Bei Zyris kommt unser Knabe erstmals auf die Idee, sich Zakary Wyland zu nennen. Er schreibt seine ersten eigenen Songs. Als er über die kultige Howard Stern Show mitbekommt, dass Ozzy Osbourne einen Ersatz für den verstorbenen Randy Rhoads sucht, erscheint ihm die Idee, sich zu bewerben aussichtslos, weswegen Jake E. Lee diesen Posten zunächst besetzt.

Jedoch sind die beiden Rockfotographen Mark Weiss und Dave Feld bei einem Zyris-Konzert so begeistert, dass sie Zakk ein Vorspielen beim Madman verschaffen. Der nimmt die Chance wahr, ohne sich große Hoffnungen auszurechnen. Wenige Tage später hängt Sharon Osbourne am Telefon, ab Mai 1987 hat Ozzy einen neuen Gitarristen. Was der damals 20-Jährige mit dem Fürsten der Finsternis an Glanzstücken abgeliefert hat, steht in Ozzys Bio, deswegen geht es hier mit Zakks anderen Aktivitäten weiter.

Neben seiner Hauptaktivität bei Ozzy stellt Zakk 1992 mit James Lomenzo (Bass) und Greg DeAngelo (Drums) eine Band namens Lynyrd Skynhead auf die Beine, mit denen er Songs von Lynyrd Skynyrd, Allman Brothers, ZZ Top und Mountain nachspielt. Dort lässt Zakk nicht nur die Klampfe rauchen, sondern knarzt auch noch ins Mikro.

Zwei Jahre später fliegt Greg raus und wird durch Brian Tichy ersetzt. Der Bandname ändert sich ebenfalls, in Pride And Glory. Geffen Records bringen im selben Jahr das gleichbetitelte Debüt-Album auf den Markt. Touren im Vorprogramm von Aerosmith, Whitesnake und Ted Nugent stehen auf dem Programm. Nach der Japantour steigt James aus. Für die Herbsttour durch die USA springt Zakks alter Kumpel John DeServio ein.

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Starke Songs statt Selbstdarstellungseskapaden.
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Während der Aufnahmen zu "Ozzmosis" hängt Zakk viel in einer Kneipe namens Brew's herum und zockt dort einige Songs, die es nicht auf den Longplayer geschafft haben. Die Jungs von Guns N'Roses hängen mit ihm ab, sie jammen des öfteren gemeinsam. Als Zakk das Angebot bekommt, bei ihnen einzusteigen, ist er hin- und hergerissen, da ihn auch Ozzy auf seiner Tour dabei haben will.

Zakk zögert zu lange. Ozzy geht mit Joe Holmes auf Tour, und auch von den Gunners kommt eine Absage. Geffen Records sind inzwischen auch der Meinung, dass mal wieder 'ne Scheibe fällig wäre. So ruft Zakk seinen ehemaligen Pride And Glory-Basser James Lomenzo und Drummer Joe Vitale an und nimmt mit ihnen "Book Of Shadows" auf. Die Platte erscheint unter Zakks eigenem Namen, auf Tour begleiten ihn 1997 Nick Catanese (Gitarre), Ian Mayo (Bass) und Brock Avery (Drums).

Danach steht zunächst wieder ein Engagement bei Ozzy auf dem Programm. Doch 1998 hat Zakk Zeit, mit Drummer Phil Ondich zu jammen und die Black Label Society zu gründen. Die avancieren zu seinem eigenen Baby und größtem Betätigungsfeld. Vor allem, als sich Ozzy immer mehr in obskuren TV-Shows und Black Sabbath-Reunions verzettelt, konzentriert sich Zakk auf seine eigene Band.

Neben zahlreichen Gastbeiträgen für Kollegen wie den ehemaligen Dream Theater-Keyboarder Derek Sherinian oder für Fozzy macht er sich neben seinem Job als Gitarrist und Sänger nach wie vor als unkaputtbare Biervernichtungsmaschine einen Namen.

Für alle überraschend kommt Mitte 2009 nicht nur die Nachricht, dass in der Prince Of Darkness gegen den jungen, griechischen Gitarristen Gus G. (Firewind, Ex-Nightrage/Dream Evil) ausgetauscht hat, sondern auch die Meldung über Einlieferung Zakks in ein Krankenhaus. Ihm macht ein Blutgerinnsel zu schaffen.

Das hält den Berserker aber nur kurzfristig auf. Mitte 2010 legt er schon mit der nächsten Black Label Society-Scheibe nach.

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Black Label Society - Shot To Hell: Album-Cover
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  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2006 Shot To Hell

Kritik von Michael Edele

Rock'n'Roll aus der Familie der Bigfoots und Waldschrate. (0 Kommentare)

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