Porträt

laut.de-Biographie

Todd Terje

2005 landen Hans-Peter Lindstrom und Prins Thomas ihre ersten internationalen Hits und sorgen so dafür, dass sich die bis zu diesem Zeitpunkt größtenteils im verborgenen agierende norwegische House-Szene mit einem Mal, großer Aufmerksamkeit erfreut. Einer, der in der Folge sein Profil durch qualitativ hochwertige Tracks zu schärfen weiß, ist Terje Olsen. Besser bekannt unter seinem Alias Todd Terje.

Vor allem seine discoiden Edits und Remixe sind es, die ihm Anerkennung einbringen. Weltbekannte DJs wie Michael Mayer, Nina Kraviz, Château Flight, Giles Smith & James Priestley, Junior Boys, Agoria, Will Saul und Joris Voorn packen die Tracks von Todd Terje auf ihre Mix-Compilations. Parallel zur steigenden Popularität des Remixers, nimmt auf die Nachfrage nach Clubauftritten des Norwegers zu. Doch das erste Gastspiel im Ausland, das in nach Birmingham führt, entwickelt sich ganz anders, als es sich Todd Terje vorstellt.

"Bei meinem ersten Booking außerhalb von Norwegen, wollte ich den Leuten den eklektische DJ-Stil, den wir in Norwegen pflegen, näher bringen. Also habe ich alles, was mir gefallen hat, in mein Case gepackt, ganz egal ob man es mixen konnte oder nicht. Punk war genauso dabei wie Samba und Disco. Mein Set war dann ein voller Reinfall. Die Leute konnten damit gar nichts anfangen. Ich musste lernen, dass man den Leuten erst einmal beweisen muss, dass man sein DJ-Handwerk beherrscht und mixen kann. Ist das erstmal geschehen, kann sie so ziemlich alles spielen", fasst Terje seine ersten Erfahrungen im europäischen Ausland zusammen.

Als abgebrühten Profi am Mischpult zeigt ihn schließlich seine erste Mix-CD, die 2010 unter dem wenig bescheidenen Titel "Master Of The Universe" beim Münchner Label Permanent Vacation erscheint. Die Tracks des Sets, ausschließlich eigene Produktionen und Remixe, vermitteln einen guten Eindruck vom dem Terrain zwischen Disco, Leftfield und House, das Terje vorzugsweise bespielt. Damit schöpft er aus einem ähnlichen Fundus an Inspirationen wie seine beiden norwegischen Ländsmännern Lindstrom und Prins Thomas.

Sein endgültigen internationalen Durchbruch erlebt Todd Terje 2011 als seine Maxi "Ragysh" zu einem der großen Sommerhits aufsteigt. Großen Anteil daran hat Gerd Janson, Resident im Offenbacher Robert Johnson und Labelchef von Running Back. Er überzeugt Terje, der den Track für eine bloße Skizze hält, zu releasen. Eine Entscheidung, über die beide im Nachhinein erfreut sein dürften.

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