Porträt

laut.de-Biographie

Nina Kraviz

Als Deep House ab 2007 ansetzt, Minimal als vorherrschenden Sound in den Clubs abzulösen, geht das Hand in Hand mit vielen neuen Gesichtern, die die aufstrebende Szene prägen. Eines dieser neuen Gesichter gehört der Russin Nina Kraviz. Ihre Debütmaxi "Pain In The Ass" erscheint 2009 beim britischen Label Rekids, das Matt Edwards alias Radio Slave betreibt. Mit zwei außergewöhnlichen Tracks und der geballten Promotion-Power des Profi-Labels im Rücken, startet die Produzentin innerhalb kürzester Zeit von Null auf Hundert durch.

Mit ihren nächsten Tracks unterstreicht Nina Kraviz den Ausnahmestatus, der ihr zuerkannt wird. Es folgen Veröffentlichungen auf Jus-Eds Label Underground Quality, Efdemins Naif Imprint sowie Split-Releaes mit dem Spectral Sound-Act Bodycode und Bpitch Control-Star Sascha Funke. Nina Kraviz nimmt die Aufregung um ihre rohen House-Tracks mit den sexy Vocals, ganz gelassen: "Ich kann meine Musik nicht analysieren und ich bin auch nicht dafür geschaffen. Ich möchte nicht über meine Musik reden, wiel ich nichts weiß. Ich hab sie nur gemacht. Here we are, here we go".

Diese Gelassenheit erklärt sich vielleicht auch aus der Tatsache, dass Kraviz zum Zeitpunkt ihres Erfolges nicht mehr ganz jung ist. Aufgewachsen im sibirischen Irkutsk, kommt sie zum Studium der Zahnmedizin nach Moskau und arbeitet anschließend einige Jahre in ihrem Beruf. Nebenbei spielt sie in der Band Rocket, die es bis zur Red Bull Music Academy schafft. Dort knüpft Kraviz dann schon Kontakte, die ihr später einmal nützlich sind. Das Networking ist auch ein angenehmer Nebeneffekt ihrer Partyreihe im Moskauer Club Propaganda, wo Künstler wie Theo Parrish, Marcel Dettmann, Cassy und Dopplereffekt Auftritte feiern.

2011 gönnt sich die Russin eine Auszeit. Als Discjockey tourt sie aber durch die ganze Welt und unterstreicht mit regelmäßigen Gastspielen auf Ibiza, dass sie längst zu den besten ihrer Branche zählt.

Alben

Nina Kraviz - Nina Kraviz: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2012 Nina Kraviz

Kritik von Daniel Straub

Verführerisches von der Femme Fatale des Deep-House. (0 Kommentare)

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