Porträt

laut.de-Biographie

The World Quintet

Kol (Stimme) Simcha (Freude) ist der Gründungsname des heutigen World Quintets. Seit 1986 verwöhnten die fünf Musiker jüdische Hochzeitsgesellschaften mit ihrer zeitgemäßen Klezmer-Musik. Kol Simcha bezeichnet dabei den Segensspruch, den man bei solchen Festen ausspricht. Die 'Stimme der Freude' fabuliert in einer musikalischen Sprache, die sich aus osteuropäischen Traditionen, Jazz und klassischer Musik nährt.

The World Quintet - Selma - In Sehnsucht Eingehüllt
The World Quintet Selma - In Sehnsucht Eingehüllt
Sarah Connor, Thomas D und Harald Engler auf einem Album!
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Die einmalige Eigenständigkeit, die sich Kol Simcha im Lauf der Jahre erwarb, machte für das siebte Album ("The World Quintet" - 2003) eine Namensänderung notwendig. Die Basiszutaten zum speziellen Klang bleiben jedoch unverändert: Balkanspezialitäten, ausgiebige Jazzimprovisationen, durchkomponierte Klassik und natürlich Klezmer.

1986 gründen die Schweizer Musiker Josef Bollag und David Klein das Duo, das den Grundstein für die außergewöhnliche Band legt. Während der Gründerjahre übernimmt Josef Bollag das Management der Band, während die aktiven Musiker sich zum Quintet vermehren. David Klein, der Schlagzeuger des Ensembles, studierte am berühmten Berklee College Of Music in Boston. Er arbeitete bisher u.a. mit Dee Dee Bridgewater, Billy Cobham, Kenny Clarke und Victor Bailey. Seine erste Solo-CD "My Marilyn" gewann 2002 den European Jazz Award und erntete internationales Aufsehen.

Der Pianist, Komponist und Arrangeur Olivier Truan kennt die Hallen des Berklee Colleges ebenfalls von innen. Er promovierte "magna cum laude". Sein vielseitiges Talent bewies er bisher durch Kooperationen u.a. mit Dee Dee Bridgewater und Lew Soloff, als musikalischer Leiter bei Theaterproduktionen wie "Bullets over Broadway" oder "Ghetto" und als hervorragender Soundprogrammierer. Seine Sample CD-Rom "The ultimate Piano collection" wird u.a. von Elton John, Chick Corea, Prince und Stevie Wonder verwendet.

Der Bassist Daniel Fricker absolvierte seine Ausbildung an der Swiss Jazz School in Bern und der Musikakademie Basel. Zahlreiche Aufnahmen und Tourneen mit der Sinfonietta Basel, Lionel Hampton, Tony Scott, Adam Nussbaum und anderen renommierten Jazzmusikern zählen zu seinen bisherigen Karrierestationen

Michael Heitzler (Klarinette, Saxophon) studierte an der Musikakademie in Freiburg. Klassische Musik ist ihm durch Tourneen mit dem Radio Orchester Baden-Baden und dem Europäischen Symphonie Orchester ebenso geläufig wie weite Jazzausflüge. Sein blasender Kollege Ariel Zuckermann (Flöte) studierte in München und ist mehrfacher Preisträger internationaler Wettbewerbe. Engagements beim Bayrischen Rundfunk, den Münchner Philharmonikern, dem Israel Philharmonic Orchestra und der Staatsoper München kennzeichnen seine Qualitäten eindrucksvoll. Während seiner zweiten Karriere als Dirigent widmete er sich bereits den Orchestern von Moskau, Stockholm, Verona und Kuopio.

"Was heutzutage als Klezmer gilt, langweilt mich. Ich besitze keine einzige Klezmer-CD" gibt David Klein in einem Interview des Jazzthing-Magazins 2003 zum Besten. "Wir spielen auch keinen traditionellen Klezmer, sondern haben unseren ganz persönlichen Stil geschaffen". Ungelogen: es handelt sich dabei um eine vollendete Fusion, die so organisch klingt, als wäre sie in unseren Genen schon immer genauso angelegt. Wachgeküsst von der 'Stimme der Freude' entfaltet die geborene Stilistik eine Blüte voll homöostatischer Schönheit.

Neben den acht eigenen Alben begeistert das World-Quintet auch als Soundtracklieferant ("Jenseits der Stille" - 1996 und "Gripsholm" - 2000). Kooperationen mit namhaften Symphonieorchestern und Popmusikgrößen (u.a. Sarah Connor, Xavier Naidoo, Yvonne Catterfeld, Thomas D, Joy Denalane, Reinhard Mey, Inga Humpe, Hartmut Engler, Jasmin Tabatabai, Stefanie Kloß, Volkan Baydar und Ute Lemper) runden ihre musikalische Vielseitigkeit elegant ab.

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