Porträt

laut.de-Biographie

The Hara-Kee-Rees

Das kleine Wörterbuch der 60's-Kraut-Garagen-Punkrocker The Hara-Kee-Rees aus Köln. [alphabetisch sortiert]

Band:

musikalische Unterhaltungskapelle, zum Beispiel Punkband, Jazzband oder Beatband.

Klassische Instrumentierung:

Gitarre: sechssaitiges Zupf- oder Schrammelinstrument mit offenem Klangkörper und Griffbrett; der Gitarrist ist ein wichtiger Teil der Band, so zum Beispiel Martin Götte von den Hara-Kee-Rees.

Schlagzeug: Dieses Instrument besteht aus einer Snare Drum, einigen Toms, je nach Rockpotenzial, einer Hi-Hat, verschiedenen Becken (Cymbals), und der Bass Drum (op kölsch: decke Trumm). Schlagzeuger benötigen viel Rhythmusgefühl und sind oft die schwierigsten Musiker in einer Band; bei den Hara-Kee-Rees trommelt Michael Larisch den heißen Beat.

Bass: Den Bass spielt Michael Preising in der Garagenband. Bassisten müssen oft dumme Witze über sich ergehen lassen (Beispiel: "Warum spielen einige Bassisten mit einem Plektron? Das ist die einzige Möglichkeit, dass schwächere Musiker überhaupt einen Ton heraus bringen"); gelten in der Regel als äußerst cool und musikalisch; besonders gerne sieht man weibliche Bassistinnen mit einer Orange-Box auf der Bühne.

Die Frontsau: besser bekannt als Sänger/Sängerin, steht im Mittelpunkt des Geschehens. Auf ihn/sie blicken alle Zuschaueraugen. Entertainment und sexy Auftreten sind von Vorteil, wie auch bei Hara-Kee-Ree-Sänger Patrick Fülling.

Extras: Über die klassischen Instrumente hinaus hört man bei vielen Bands auch gerne den Sound einer Orgel und das beliebte Blasobjekt Saxophon. Bei den Hara-Kee-Rees sorgt Torben Wesche für die einschlägige Begleitmusik.

Debüt:

[franz.] erstes, publikes Auftreten eines Künstlers oder einer Band; hier: erste, offizielle Plattenveröffentlichung auf Vinyl oder CD. Das Debütalbum der Hara-Kee-Rees erscheint 2003 und heißt "Explode!" Sorgt für öffentliches Interesse, positive Schlagzeilen und explodiert wortwörtlich in der heimischen Stereoanlage. Nach dem Erstlingswerk stellen Musikkritiker häufig hohe Ansprüche an die Künstler. Die Nachfolgeplatte heißt bei den Kölnern schlicht und einfach "II" und kommt 2005 auf Sounds Of Subterrania (wie auch "Billards At Nine Thity" von Dirtbombs/King Khan) heraus. Dann passiert lange nichts. 2007 bringen sie mit "Can't Stop Thinking About You" eine Single heraus.

Garage:

Autowerkstatt oder Abstellraum für Kraftfahrzeuge und sonstigen Müll. Als Garagenrock bezeichnet man eine Stilrichtung der Rockmusik, deren Charakteristikum in einem einfachen und reduzierten Soundbild liegt. Einige Bands verzichten sogar auf den Bassisten oder aber sie haben derer zwei in der Band (The Dirtbombs). Die meisten Garagenrocker nennen ihre Art der Musik ganz klassisch Rock'n'Roll mit lautstarker Energie und purer Leidenschaft. Drei Akkorde bestimmen den Song, so wie man es aus der Punk- und mitunter auch aus der Grunge-Szene her kennt. Ein weiteres besonderes Merkmal ist das obligatorische "The" im Bandnamen.
[musikalisch]

Hara-Kee-Rees, The

[musikalisch]: 60's-Kraut-Garagen-Punkrocker; 2002 in Köln gegründet; einige Mitglieder spielen auch noch in anderen Bands: King Khan & His Shrines, Metrophon und The Astronauts.

Harakiri (jap. Seppuku): Ritueller, traditioneller Selbstmord in Japan. Mit einem Schwert wird der Bauch aufgeschlitzt. Mit diesem Freitod bewahrt der Samurai seine eigene Ehre und die der ganzen Familie gleich mit.

Köln:

Der Ursprung der rheinischen Stadt beginnt bereits in der Römerzeit; Kultur- und Medienstadt in Nordrhein-Westfalen; Wahrzeichen sind u.a. der Dom, Tünnes und Schäl, sowie natürlich die feucht-fröhliche Karnevalszeit. Echte kölsche Fründe und einheimische Lieblingskapellen sind vor allem: Bap, Brings und Bläck Fööss. Zum Glück gibt es aber auch noch rebellische und rotzige Bands. Neben den Hara-Kee-Rees rocken Angelika Express, Jona oder die frankophilen La More öfter mal die römischen Gemäuer des Gebäude 9 oder des Stereo Wonderlands, die in Szenekreisen zu den beliebtesten Ausgehstätten gehören.

Konzert:

Bands begeben sich auf Tournee und spielen (meist) überall auf der Welt; lokale Größen wie The Hara-Kee-Rees ernten zunächst durch zahlreiche Liveshows stürmischen Applaus, und machen dadurch auf sich und ihre Alben aufmerksam.

Retrospektive:

Rückschau, Rückblick. Viele neue und junge Bands beziehen sich auf ihre "alten" Idole und früheren Lieblingsbands; hier: The Sonics.

Sixties:

Die wilden 60er Jahre. Minirock, Aufklärung, Politik, Sex, Drogen und jede Menge Rock'n'Roll. Eine sehr wichtige Ära für die Jugend, damals wie heute. Die 68er Generation gegen das Schweinesystem. Demonstrationen für Gleichheit, Gerechtigkeit und Frieden überall auf der Erde.

Quintett:

[lat.-it.] Komposition für fünf solistische Instrumente oder fünf Solostimmen; Vereinigung von fünf Instrumenten oder Vokalsolisten (Duden).

Alben

The Hara-Kee-Rees - II: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2005 II

Kritik von Jasmin Lütz

Kölscher 60's Kraut mit viel Wumms! (0 Kommentare)

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