Porträt

laut.de-Biographie

The Advent

Colin McBean und Francisco Ferreira alias The Advent haben sich über die Jahre als legitime Erben der Techno-Väter, der sogenannten Belleville Three, Juan Atkins, Derrick May und Kevin Saunderson, erwiesen. Mit zahlreichen Releases auf Dimitri Hegemanns Tresor Label, der ersten Adresse für Detroit Techno in Europa, und ihrem eigenen Kombination Research Imprint, haben sie sich einen Platz gleich neben ihren Idolen erarbeitet.

Dabei bewahren sie sich in bester Detroit-Manier den unvoreingenommenen Blick in benachbarte Genres wie Electro, Trance oder Industrial und lassen sich von ihren Ausflügen dorthin immer wieder für ihre eigenen Sounds inspirieren. Gleichwohl lässt sich der typische The Advent-Sound, als ein minimalistisch abstrakter Dance-Cocktail beschreiben, dem ab und an feine Nuancen beigemischt werden, ohne jedoch den distinguierten Geschmack zu verwässern. So zeigen sich The Advent als wahre Soundpuristen, was ihnen nicht zu Unrecht den Ruf eingebracht hat, die in Detroit geborenen Ideen konsequent fortzuführen.

Bevor sich McBean und Ferreira 1994 in London unter dem Namen The Advent zusammentun, um zu neuen musikalischen Ufern aufzubrechen, sind beide schon einige Jahre in der Dance-Szene unterwegs. Ferreira geht nach der Schule als Toningenieur zu Jack Trax Records, wo er Idolen wie House-Pionier Marshall Jefferson oder Detroit-Legende Derrick May zur Hand geht. 1988 nimmt er zusammen mit CJ Bolland unter dem Pseudonym Space Opera einige Tracks auf, die vom belgischen Label R & S Records-Label veröffentlicht werden und macht unter dem Alias Fragile sein Solodebut.

1989 starten Cisco und Colin zunächst als DJ-Team und beginnen ein Jahr später auch zusammen zu produzieren, unter anderem für Jay Denham aka Fade To Black. Es dauert allerdings weitere fünf Jahre bis mit "Elements Of Life" das gefeierte Debutalbum von The Advent auf Internal Recordings erscheint. Auf der nachfolgenden Remixplatte "Shaded Elementz" adeln Carl Cox, Luke Slater, Mark Bell von LFO, Surgeon, Joey Beltram und Cari Lekebusch die Newcomer. Remixarbeiten nehmen The Advent im folgenden Jahr in Anspruch und so kommt der zweite Longplayer unter dem Titel "A New Beginning" erst 1997 in die Läden. Und ein neuer Anfang sollte es werden. Internal Records schmeißt das Duo kurz nach dem Release raus, obwohl die Platte mit ihrem Electro-Phunk-Appeal als ein Meilenstein gefeiert wird. Auf der '98er Compilation "Kombination Phunk" unterstreichen Tracks von Dopplereffekt und Luke Slater die musikalischen Vorlieben der Discjockeys Cisco und Ferreira.

1999 verlässt McBean, angenervt vom ständigen Tourstress, das Projekt. Der elektronischen Musik hält er mit dem Soloprojekt G Flame & Mr. G und seinem Label Phoenix G Records weiterhin die Treue, während Ferreira The Advent als Ein-Mann-Act ins neue Jahrtausend führt und gleichzeitig auf dem eigenen Kombination Research Label ein Ventil für seinen kreativen Output findet. 2001 gibt Ferreira dann auf DJ Hells International DeeJay Gigolos Label ein Zwischenspiel das mit Remineszenzen an die deutschen Electro-Pioniere Kraftwerk nicht geizt.

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