Porträt

laut.de-Biographie

Cari Lekebusch

Seit Mitte der 90er Jahre, nachdem der euphorische Techno-Hype und das große Geldmachen der ersten Zeit abgeklungen war, hat man sich in der Szene zusehends wieder auf die Ursprünge der Bewegung konzentriert. Eine neue Generation von Produzenten drückt dem Genre seinen Stempel auf: Richard Bartz mit seinem Label Kurbel in München oder aber eben Cari Lekebusch und sein Imprint Hybrid werden zu den ersten Botschaftern der neuen Härte.

Aufgewachsen in Stockholm, und dem Vinyl wie einer Droge verfallen, bahnte sich Lekebuschs musikalische Karriere früh an. Ende der Achtziger noch als Partyorganisator in der Szene unterwegs kaufte er sich bald immer mehr elektronisches Gerät und gründete sein Hybrid-Label, das sich Ende der 90er zur Design Firma entwickelt. Um seine Sucht nach neuem Vinyl zu stillen ist Lekebusch selbstverständlich Stammkunde im Planet Rhythm, Stockholms erster Adresse in Sachen elektronischer Tanzmusik. Dort lernt er einen anderen Vinyljunkie kennen: Adam Beyer, der ebenfalls eigene Tracks produziert und mit Drumcode auch sein eigenes Label gestartet hat. Mit ihrer kompromisslos harten Variante von Techno deren rhythmische Dichte fast keine Melodie mehr zulässt, setzen die beiden Maßstäbe, die Schweden in der Technoszene einen guten Ruf einbringen. Live zählen sowohl Lekebusch als auch Beyer mit ihren hektischen, von vielen Tempowechseln geprägten Sets zum Feinsten was die DJ-Kultur hervor bringt.

Seinen ersten Longplayer veröffentlicht Lekebusch auf Harthouse unter dem Pseudonym Braincell, das er ebenso benutzt wie die Fake-Identität Mr. James Barth, die er zum Release seiner zweiten LP annimmt. Erst seine dritte Platte "Det Jag Vet" kommt dann auch tatsächlich unter dem Namen Cari Lekebusch in die Plattengeschäfte. Neben seinem Hybrid Imprint veröffentlicht Lekebusch auch auf seiner eigenen Firma H-Productions und so ziemlich allen Labels, die für kompromisslosen Techno stehen.

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