Porträt

laut.de-Biographie

Carl Cox

Es gibt wohl kaum einen Musiker dem in so schöner Regelmäßigkeit der Titel "bester DJ der Welt" angeheftet wird wie dem 1962 geborenen Briten Carl Cox. Manch einer trägt recht schwer an seinem Image; nicht so Cox. Mit einer bewundernswerten Gelassenheit nimmt er den Medienrummel um seine Person und seine DJ-Kunst hin, ganz so als wolle er das Wichtigste nicht aus den Augen verlieren: seine Musik.

Die musikalischen Wurzeln von Carl Cox liegen fern ab der elektronischen Tanzmusik unserer Tage. Soul, Funk und natürlich Jazz. Das waren die Klänge, die die "black community" im England 60er Jahre prägten. Vor allem die Stilvariationen, die Maceo Parker zur Legende erhoben, beeindruckten Cox nachhaltig. Ebenso gab James Brown dem jungen Cox eine Vorstellung von Rhythmus und Harmonie, die das Schaffen von Cox wesentlich beeinflussen sollte. Fasziniert von den Möglichkeiten des musikalischen Ausdrucks fand er recht schnell den Weg hinter die Plattenteller.

Zunächst zeigte er seine Kunst noch im kleinen Familienkreis, doch sein Ruf verbreitete sich schnell. Anfragen aus der "community" sollten sich von der Ausnahme zur Regel entwickeln. Als Hip Hop Ende der 70er Jahre zum Massenphänomen wurde, kam neben der Musik auch die Technik der DJ’s in jede Stadt. Der DJ-Star Carl Cox war geboren.

Mit einem unglaublichen Gefühl für die Rhythms und die Beats eines Songs erklärte Cox sämtliche musikalischen Kategorien für veraltet, und lehnte sie als für seine Arbeit hemmend ab. Wer schon einmal das Vergnügen hatte den Mann aus Manchester an seinen drei Turntables zu beobachten, der wird zweifellos von seinen technischen Fähigkeiten begeistert sein. Wer seine Ohren dabei nicht verschlossen hat, dem werden die subtilen Rhythmusverschiebungen und -Stilüberlagerungen im Gedächtnis geblieben sein, die Cox Ruf als weltbester DJ begründen.

Neben seiner Tätigkeit als DJ veröffentlichte Carl Cox als Produzent zwei eigene Alben, die seine musikalische Offenheit für die verschiedensten Einflüsse dokumentieren und dem Begriff "Techno" neue Facetten anhafteten.

Mit seinem Label Intec Records etabliert Cox 1998 zudem einen international geschätzten Imprint, auf dem sich Techno-Größen wie Oxia, Marco Bailey, Bryan Zentz oder Deetron zu Hause fühlen. 2005 lässt Cox schließlich wieder über Albumlänge von sich hören und fasst Hitsingles wie "Dirty Bass" oder "It's The Machines" im pumpenden Mix von "Second Sign" zusammen.

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