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Kritiker werfen ihnen zu Karrierebeginn vor, nur eine billige Kopie von Nirvana zu sein. Doch der Erfolg gibt den Stone Temple Pilots recht: Mit einem Grammy und weltweit 40 Millionen verkaufter Alben gehören sie zu den beliebtesten Rockbands der 90er Jahre.
Scott Weiland (Gesang) und Robert DeLeo (Bass) treffen sich 1986 in Long Island bei einem Konzert von Black Flag. Auf der Suche nach dem gleichen Liebchen beschließen sie, fortan gemeinsam eher hinter Instrumenten und Sounds herzulaufen. Erste Gigs finden in heimischen Clubs statt, zu denen sie den Drummer Eric Kretz (Schlagzeug) und DeLeos Bruder Dean (Gitarre) überreden.
1990 verlegt das Quartett seine Aktivitäten von New York nach Kalifornien, was sich äußerst positiv auf die Qualität ihrer Musik auswirkt. Erfolge lassen dann auch nicht lange auf sich warten: Mit dem Debüt "Core" schaffen sie 1992 auf Anhieb den Durchbruch. Über vier Millionen verkaufte Exemplare stehen nach kurzer Zeit zu Buche, eine erfolgreiche Tour mit Rage Against The Machine, Megadeth, den Butthole Surfers und Firehouse schließt sich an. Der Titel "Plush" erhält gar einen Grammy für die Best Hard Rock Performance With Vocal, der Rolling Stone kürt Frontmann Weiland zum Best New Male Singer.
Doch der Ruhm hat seinen Preis. Gerade Weiland scheint mit dem Erfolg nicht zurecht zu kommen: Drogenexzesse und Gefängnisaufenthalte sind an der Tagesordnung. Die Eskapaden sorgen für negative Publicity. Dazwischen erblicken zwar noch zwei Produktionen ("Purple", 1994 und "Tiny Music ... Songs From The Vatican Gift Shop", 1996) das Licht der Welt, sie bleiben aber eher farblos.
Ins positive Rampenlicht schieben sich STP erst wieder Ende der 90er Jahre mit dem Album "No. 4" (1999), das wieder an die Qualität des Debüts anknüpft. "Shangri-La Dee Da" (2001) bestätigt den guten Eindruck.
Es folgt eine Tour mit den Newcomern von Linkin Park und Staind - doch die bandinterne Chemie kommt Dynamit gleich. Nachdem sich Weiland und Dean DeLeo gegenseitig die Grütze aus der Rübe prügeln und sich die Pest an den Hals wünschen, gehen die Mitglieder 2003 getrennte Wege.
Noch im selben Jahr hebt der Sänger mit den Ex-GN'R-Membern Slash, Matt Sorum (Ex-The Cult) und Duff McKagan (Loaded) mit Velvet Revolver eine neue Band aus der Taufe. Dean und Robert DeLeo widmen sich ab 2005 der Band Army Of Anyone, bei der auch Filters Richard Patrick mitmischt. Drummer Eric Kretz hingegen zieht sich aus dem aktiven Musikbiz zurück und richtet sich in Los Angeles ein Studio ein.
2007 lässt Weiland in einem Interview verlauten, dass für ihn das Kapitel STP noch nicht abgeschlossen sei. Anfang 2008, parallel zu seinem Abgang bei Velvet Revolver, verkündet er offiziell, dass die Neunziger-Veteranen im Sommer wieder einige Festivalgigs spielen. Es folgt eine Tour mit 65 Auftritten in den USA und Kanada, die offenbar Lust auf mehr macht.
Das starke Reunionalbum "Stone Temple Pilots" erscheint Ende Mai 2010 und präsentiert das Quartett auf eine sehr relaxte und unglaublich lässige Art.
Tiny Music...Songs From The Vatican Gift Shop (1996), Purple (1994), Core (1992)
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