Porträt

laut.de-Biographie

Scott Weiland

An Scott Weiland scheiden sich die Geister. Zu Recht, denn einerseits besitzt der Sänger eine der prägenden Stimmen seiner Generation, andererseits hat er es sich mit seinem Verhalten bei Fans und Kollegen immer wieder gründlich verscherzt. So wie sein großer Rivale Axl Rose, mit dem er mehr als eine Gemeinsamkeit aufweist: Beide spielten mit Slash und beide sind manisch depressiv.

1967 im kalifornischen Santa Cruz geboren, beginnt Weilands Karriere gleich auf der Überholspur: Mit dem Debütalbum "Core" seiner Stone Temple Pilots zählt er 1992 zur Speerspitze der Grunge-Bewegung. Kritiker bemängeln zwar, dass die Band nichts Neues bietet, doch die Verkaufszahlen sprechen für sich.

Es folgt das übliche Leben on the Road und im Studio, das Weiland mithilfe der Spritze mehr schlecht als recht übersteht. Mitte des Jahrzehnts beginnt er, sich als Frau zu verkleiden und sich mit seiner Umgebung anzulegen. Mehrmals wird er mit Drogen erwischt, entgeht durch Entziehungskuren zunächst aber noch einer Verurteilung. Die Alben seiner Band sind nach wie vor erfolgreich, aber es fehlt ihnen am gewissen Etwas.

1998 veröffentlicht Weiland sein erstes Soloalbum "12 String Bar", an dem unter anderen Daniel Lanois und Sheryl Crow mitwirken. Die kurze Tour endet im Knast, als der Sänger in New York beim Kaufen von Crack erwischt wird.

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Die Zeit hinter Gittern tut ihm offenbar gut, jedenfalls starten die Stone Temple Pilots mit "No. 4" 1999 wieder durch. Die folgenden Jahre sind von Auftritten und einem weiteren Album ("Shangri-La Dee Da"") gekennzeichnet, doch für Schlagzeilen sorgt eher Weilands ausschweifendes Leben. 2001 landet er vor Gericht, weil er seine Frau, das Model Mary Forsberg, geschlagen haben soll. Die beiden einigen sich außergerichtlich und raufen sich wieder zusammen. 2003 prügelt sich Weiland auf der Bühne mit STP-Bassisten Dean DeLeo, was das vorläufige Ende der Band zur Folge hat.

Kurz danach muss er wieder in den Knast – diesmal wegen Drogen und Alkohol am Steuer. Mittlerweile hat er als Sänger bei der Superband Velvet Revolver angeheuert. Mit ihrem ersten Album "Contraband" gelingt ihnen auf Anhieb der Sprung auf Platz eins der US-Charts, eine bejubelte Welttour folgt. Weiland, der nach eigenen Angaben seit 2003 keine Drogen mehr nimmt, scheint wieder oben auf, doch der Flop des zweiten Albums "Libertad" (2007) führt zu Spannungen innerhalb der Band, die sich am 1. April 2008 vom Sänger trennt.

Weiland hatte kurz davor wieder gerichtliche Probleme und musste sich mit der Scheidung von seiner Frau auseinander setzen, die nach einem Streit seine gesamten Klamotten im Garten ihres Hauses abgefackelt hatte. Eine Reunion-Tour mit den Stone Temple Pilots hält den Sänger im Sommer 2008 auf Trab, anschließend geht er ins Studio und nimmt sein eklektisches zweites Soloalbum "'Happy' In Galoshes" auf, das in den USA im November 2008, in Deutschland im Januar 2009 erscheint.

Scott Weiland & The Wildabouts - Blaster
Scott Weiland & The Wildabouts Blaster
Beeindruckendes Alternative-Potpourri des Ex-STP-Fronters.
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Im April 2009 kommt Weilands Autobiographie "Desperation No. 5" heraus. Das starke Reunionalbum "Stone Temple Pilots" erscheint Ende Mai 2010 und präsentiert das Quartett noch einmal auf eine sehr relaxte und unglaublich lässige Art. Das Livedokument folgt 2012, die DVD "Alive In The Windy City". Im selben Jahr bietet Weiland erneut seine Velvet Revolver-Rückkehr an, zwischenzeitlich veröffentlich er solo ein Album mit Cover- und eines mit Christmas-Songs.

Ende Februar 2013 dann das Déjà-Vu: Man habe Scott gefeuert, heißt es auf der STP-Bandpage ohne Angaben von Gründen. Der schaltet via Rolling Stone auf Angriffmodus: Er habe aus den Medien von seiner Suspension erfahren. Wie es denn sein könne, dass ein Bandgründer, Fronter und Mitautor vieler Hits gefeuert werden könne.

Unterdessen tourt er mit seiner Soloband ab März 2013 unter dem Banner Scott Weiland and The Wildabouts, unter dem Anfang 2015 auch das Album "Blaster" erscheint.

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Scott Weiland & The Wildabouts - Blaster: Album-Cover
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2015 Blaster

Kritik von Kai Butterweck

Beeindruckendes Alternative-Potpourri des Ex-STP-Fronters. (0 Kommentare)

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