Porträt

laut.de-Biographie

Sonata Arctica

Unter dem seltsamen Namen Tricky Beans treffen sich ein paar junge Männer im Nordfinnischen Kemi, um zusammen Musik zu machen. Anfangs noch in einer sehr poppigen Ausrichtung, zeigen sie sich bald von den immer populärer werdende Stratovarius begeistert und streben eine ähnliche musikalische Richtung an.

Nach zahlreichen Wechseln im Line-Up und einer Namensänderung in Sonata Arctica, wird das Spinefarm-Label auf die Musiker aufmerksam. Zu der Zeit besteht die Band aus Sänger/Keyboarder Tony Kakko, Gitarrist Jani Liimatainen, Drummer Tommy Portimo und Basser Janne Kivilahti. Das Debüt "Ecliptica" erscheint im September 1999 nicht nur in Finnland, sondern auch direkt in Japan, wo sich die Finnen von Anfang an großer Beliebtheit erfreuen. Für den europäischen Markt greifen Century Media direkt zu.

Um sich mehr auf seine Rolle als Frontmann konzentrieren zu können, holt sich Tony in Person von Mikko Härkin einen zweiten Tastenmann in die Band. Dieser gibt seinen Einstand auf der im folgenden Jahr startenden Tour mit Stratovarius und Rhapsody Of Fire. Das bringt den Finnen mächtig Auftrieb und dennoch steigt Basser Janne im Frühjahr 2001 aus. Seinen Platz nimmt Marko Paasikoski ein, der schon früher mal bei der Band dabei war. Sein Debüt gibt er im selben Jahr auf der "Silence"-Scheibe.

Mit Gamma Ray brechen sie anschließend schon zu einer Co-Headlinertour nach Japan auf und schneiden dort auch den Gig in Tokio mit, der 2002 als die Live-Scheibe "Songs Of Silence" veröffentlicht wird. Derweil hat Tony schon ein paar Gastvocals zu Nightwishs Version des Gary Moore-Klassiker "Over The Hills And Far Away" eingesungen und Gitarrist Jani hat das Nebenprojekt Altaria am Start. Nachdem sie ein paar Coverversionen von Iron Maiden, Metallica und Bette Midler (!) unters Volk gebracht haben, geht es auch schon wieder an die Arbeiten für ein neues Album.

Anfang 2002 reicht Keyboarder Mikko seine Papiere ein und macht sich davon. Für ihn springt Henrik Klingenberg (Ex-Silent Voices/Requiem) ein. Er ist somit auch schon auf "Winterheart's Guild" zu hören, auch wenn Jens Johansson (Stratovarius) bei vier Songs die Tasten poliert. Nach der Veröffentlichung trennen sich die Wege von Sonata Arctica und Century Media, da sich beiden wohl nicht mehr einig werden können. In Europa sieht man die Band daher in diesem Jahr auch auf keiner Bühne. Das bleibt nur den Japanern vergönnt und auch vereinzelte Gigs in Finnland sind dabei.

Als im März 2004 "Reckoning Night" erscheint, ist Tony inzwischen nicht nur stolzer Vater, sondern die Band ist auch bei Nuclear Blast untergekommen. Mit Nightwish geht es für die Scheibe auf Tour, doch die letzten Gigs in Südeuropa müssen sie absagen, da Tony mit einer Grippe flach liegt. Die 2005 geplante Tour mit Nightwish muss leider ganz ausfallen, dafür stehen ein paar Gigs mit Overkill in den USA an. Nachdem sie den Sommer über ein paar Festivals abgegrast haben, geht es auch schon wieder in die Staaten, um dort ausgiebig zu touren.

Wieder zurück daheim, haben inzwischen alle Studioalben die Goldmarke erreicht, weswegen es an der Zeit ist, eine Live-DVD/CD namens "For The Sake Of Revenge" zu veröffentlichen. Als die raus ist, geht es mit Doro und Jannis Ex-Band Altaria auf Tour. In Finnland sind sie inzwischen sowas wie Volkshelden, dort wird nicht nur eine Dokumentation fürs Fernsehen über sie gedreht, auch ein PC-Rollenspiel namens "Winterheart's Guild" ist in Vorbereitung. Doch auch die Band war nicht faul und hat mit "Unia" (Finnisch für "Träume") ihr fünftes Album aufgenommen.

Da Gitarrist Janni aber seinen Zivildienst ableisten muss, fällt er für die kommenden Auftritte erst einmal aus. Seinen Platz nimmt derweil Elias Viljanen ein, der auf der Tour mit Epica im Oktober dennoch aushelfen soll. Elias ist Anfang August allerdings sogar fest im Line-Up, da Janni sich weder zum Zivi, noch zum Bund gemeldet hat und folglich erst mal in den Knast einfährt. Seine Kollegen zeigen sich von der Aktion dermaßen verärgert, dass sie den Gitarristen vor die Tür setzen.

Der neue Gitarrist ist also von Anfang an in die Arbeiten zum nächsten Album eingebunden und setzt sich auf den folgenden Alben, die immer eingängiger und zum Teil ach poppiger werden, gut in Szene.

Alben

Sonata Arctica - Silence: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2001 Silence

Kritik von Andrea Vetter

Astreiner melodischer Speed-Metal aus Finnland. (0 Kommentare)

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